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Alles über den Wochenfluss (Blutungen nach der Geburt / dem Kaiserschnitt) – Was du wissen musst

Lochien, also jener Wochenfluss, der unmittelbar nach der Geburt auftritt, sind völlig normal. Sie treten unabhängig von der Geburtsart auf – ob vaginale Geburt oder Kaiserschnitt. Auf diese Weise scheidet dein Körper das Blut und das Gewebe aus, die in der Gebärmutter zurückgeblieben sind und das Wachstum deines Babys unterstützt haben.

Alle Frauen bluten nach der Geburt, am stärksten in den ersten Tagen – das ist kein Grund zur Sorge. Aufmerksam werden solltest du allerdings, wenn die Blutungen auch nach einigen Wochen noch genauso stark sind. Hier erfährst du, was du über Lochien wissen solltest und worauf du achten musst.

 Was sind Lochien (Blutungen nach der Geburt) und warum treten sie auf?

Lochien sind vaginale Blutungen, die unmittelbar nach der Geburt einsetzen und mehrere Wochen anhalten können. In den ersten Tagen sind sie am stärksten und nehmen dann allmählich ab, bis sie vollständig verschwinden. Sie ähneln der Menstruationsblutung und haben eine vergleichbare Konsistenz sowie einen ähnlichen, metallischen Geruch.

Lochien bestehen aus einer Mischung von Blut, Sekreten und Gebärmuttergewebe – Rückständen von dem, was während der Schwangerschaft die Entwicklung und das Wachstum des Babys unterstützt hat.

Sie sind keine negative Folge und kein Problem, sondern ein natürlicher Bestandteil des Heilungsprozesses, den der Körper der Mutter im Wochenbett durchläuft. Lochien sind normal und verschwinden in den meisten Fällen ohne Komplikationen oder Anlass zur Sorge.

Wie sich normale Lochien nach der Geburt zeigen

Unmittelbar nach der Geburt und in den ersten Tagen können die Lochien sehr stark sein – und das kann auch noch so bleiben, wenn du das Krankenhaus verlässt und mit deinem Baby nach Hause kommst. Besonders dann, wenn du dich viel bewegst und deinen Körper überanstrengst. Den Wochenfluss wirst du vor allem im Stehen bemerken, was mit der Form der Scheide zu tun hat.

Erst nach einigen Tagen beginnt der Fluss dieser Blutungen nachzulassen. Sobald die Blutung nur noch gelegentlich auftritt, brauchst du immer weniger Binden und kannst auf Slipeinlagen umsteigen. Wichtig ist, dass du Slipeinlagen aus 100 % Bio-Baumwolle verwendest, wie die von Enroush – mit neutralem pH-Wert und frei von Chemikalien.

Deine Vaginalflora ist grundsätzlich empfindlich, nach der Geburt aber besonders anfällig für Reizungen und Infektionen. Schütze sie daher, indem du ausschließlich Menstruationsprodukte aus reinen Materialien verwendest – ohne Farbstoffe und Bleichmittel.

Der Wochenfluss verläuft bei jeder Frau anders. Grundsätzlich gibt es jedoch drei Phasen der Lochien, die sich wie folgt zeigen:

  • Lochia rubra (in den ersten 3–4 Tagen): hellroter oder dunkelroter Wochenfluss, starker Fluss ähnlich der Menstruation, leichte Unterleibskrämpfe

  • Lochia serosa (dauert 4–12 Tage): wässrigerer Wochenfluss in rosa oder bräunlicher Farbe, schwächerer Fluss als in den ersten Tagen.

  • Lochia alba (dauert von Tag 12 bis Woche 6): letzte Phase der Lochien, zeigt sich als leichter Ausfluss oder Schmierblutung in gelblicher oder weißlicher Farbe, mit sehr wenig oder gar keinem Blut.

Jeder Tag ist anders, und wie lange es dauert, bis die Lochien endgültig verschwinden, hängt von mehreren Faktoren ab. Wie sich der Wochenfluss von Tag zu Tag verändert, erklären wir dir im Detail weiter unten.

Wie lange dauert die vaginale Blutung nach der Geburt

Auch wenn die Lochien bis zu 8–12 Wochen nach der Geburt anhalten können, verändern sie sich normalerweise am deutlichsten in den ersten 6 Wochen. Danach kann noch jener leichte Ausfluss zurückbleiben, von dem wir gesprochen haben – die Phase Lochia alba.

Die wichtigsten Veränderungen finden bis zur 6. Woche statt. Hier siehst du, was du an den einzelnen Tagen erwarten kannst:

  • Tag 1: starker Fluss, rote oder bräunliche Blutungen, kleine Klümpchen

  • Tag 2 bis 6: hellrote oder dunkelbraune Blutungen

  • Tag 7 bis 10: ebenfalls hellrote oder dunkelbraune Blutungen, jedoch mit schwankender Stärke

  • Tag 11 bis 14: schwächerer Fluss, dunkelbraune Blutungen

  • Woche 3–4: hellere Blutungen, der Fluss nimmt weiter ab

  • Woche 5–6: bräunliche Schmierblutungen

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Welche Farbe und Konsistenz hat der Wochenfluss normalerweise

Oben haben wir dir bereits erklärt, wie sich die natürliche Farbe der Lochien je nach Phase des Wochenbetts verändert. Sie kann von hellrot und dunkelrot über braun und rosa bis zu hellgelb gegen Ende reichen.

Nicht normal ist es, wenn die Blutungen eine andere Farbe haben, zum Beispiel grünlich. Oder wenn sie auch mehrere Tage nach der Geburt noch dieselbe hell- oder dunkelrote Farbe behalten. Nach den ersten zwei Wochen sollten sich Farbton und Stärke verändern. Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, wenn das nicht der Fall ist.

Was die Konsistenz betrifft, ist es normal, dass die Lochien in den ersten Tagen kleine Klümpchen enthalten. Diese sollten jedoch nicht größer als eine Münze sein und mit der Zeit abnehmen. Nach den ersten 3–4 Wochen sollten die Klümpchen nur noch sehr wenige und sehr klein sein oder ganz verschwinden.

Wie sich der Wochenfluss von der Menstruation unterscheidet

Auch wenn es einige Gemeinsamkeiten zwischen Lochien und Menstruation gibt (wie oben erwähnt: Unterleibsschmerzen, Geruch, Stärke, Klümpchen usw.), besteht der größte Unterschied in der Dauer.

Je nach Zykluslänge kann die Menstruation zwischen 2 und 8 Tagen dauern. In unserem Blog findest du zahlreiche ausführliche Artikel zu allem, was du über den Menstruationszyklus wissen solltest. Der Wochenfluss hingegen dauert deutlich länger als eine normale Periode.

Bei den meisten Frauen hält die Menstruationsblutung etwa eine Woche an. Die Lochien dauern in den meisten Fällen rund 6 Wochen.

Wie sich die vaginale Blutung nach der Geburt (Lochien) auswirkt

Auch wenn jede Mutter den Wochenfluss anders erlebt, gibt es einige Faktoren, die die Menge des Blutverlusts nachweislich beeinflussen. Der Fluss kann stärker werden, wenn:

  • Du stillst: Während des Stillens setzt der Körper Oxytocin frei, ein Hormon, das die Kontraktion der Gebärmutter fördert. Deshalb fließt der Wochenfluss in diesen Momenten schneller ab (du verlierst dabei aber nicht mehr Blut, es fließt lediglich schubweise ab).

  • Du aufstehst: Die Scheide hat eine kelchähnliche Form. Wenn du liegst oder sitzt, kann sich mehr Flüssigkeit in der Scheide ansammeln. Sobald du dich aufrichtest, verändert die Scheide ihre Position und die angesammelte Flüssigkeit beginnt abzufließen.

  • Du dich körperlich anstrengst: Jede Art von Bewegung oder körperlicher Aktivität, auch Treppensteigen, kann den Abfluss der Lochien beschleunigen.

 Wann du bei Blutungen nach der Geburt zum Arzt gehen solltest

In der Regel treten durch die Lochien keine Komplikationen auf, doch es gibt Ausnahmen. Achte immer darauf, ob ungewöhnliche Blutungen oder Veränderungen auftreten, und gehe möglichst schnell zum Arzt, wenn du folgende Symptome bemerkst:

  • Grünlicher Ausfluss

  • Schwellung im Bereich um die Scheide

  • Schmerzen im Vaginalbereich

  • Ein unangenehmer Geruch, der sich vom normalen Menstruationsgeruch unterscheidet

  • Blutklumpen größer als 4 cm

  • Sehr viele Blutklumpen

  • Starke Unterleibsschmerzen und heftige Krämpfe

  • Sehr starke Blutungen (du musst die Binde jede Stunde wechseln)

  • Schwindel und Ohnmachtsgefühl

  • Grippeähnliche Symptome, Fieber oder Schüttelfrost

Ursachen der postpartalen Blutung

Von einer postpartalen Blutung (Hämorrhagie) spricht man, wenn die Lochien übermäßig stark sind. Die häufigste Ursache dafür ist die Uterusatonie.

Normalerweise zieht sich die Gebärmutter nach der Geburt zusammen, um die Blutung an der Stelle zu stoppen, an der während der Schwangerschaft die Plazenta saß (das Organ, das das Baby mit Nährstoffen versorgt). Bei einer Uterusatonie bleiben diese normalen Kontraktionen aus, weshalb die Lochien sehr stark werden.

Außerdem sind Frauen, die per Kaiserschnitt gebären, anfälliger für postpartale Blutungen als Frauen mit vaginaler Geburt. Es gibt jedoch weitere Faktoren, die das Risiko für übermäßige Blutungen erhöhen oder diese auslösen können, darunter:

  • Langer Geburtsverlauf

  • Oxytocin zur Geburtseinleitung

  • Geburt eines Babys mit mehr als 4 kg Geburtsgewicht

  • Geburt von Zwillingen/Drillingen oder mehrere Geburten

  • Verletzungen der Scheide, des Gebärmutterhalses oder der Gebärmutter während der Geburt

  • Vollnarkose beim Kaiserschnitt

  • Probleme mit der Plazenta

  • Übergewicht

  • Präeklampsie (übermäßige Eiweißausscheidung im Urin und Bluthochdruck während der Schwangerschaft)

Wie eine postpartale Blutung behandelt wird

Je nach Ursache und Symptomen kann dir deine Ärztin oder dein Arzt unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen, um die postpartale Blutung zu stillen. Zu den verschiedenen Behandlungsmethoden bei starken Blutungen gehören:

  • Gabe von Oxytocin oder anderen Medikamenten, die Kontraktionen der Gebärmutter auslösen

  • Gabe von blutstillenden Medikamenten

  • Massage der Gebärmutter zur Anregung der Kontraktionen

  • Entfernung von Plazentaresten aus der Gebärmutter

  • Bluttransfusion zum Ausgleich großer Blutverluste

  • Embolisation der Gebärmutterarterien, um die Blutzufuhr zur Gebärmutter zu verringern

  • Einführen eines Bakri-Ballons, der sich in der Gebärmutter aufbläht und Druck ausübt, um die Blutung zu stoppen

  • Operativer Eingriff: Sind die Ursachen der Blutung unklar, kann eine Öffnung des Bauchraums (Laparotomie) durchgeführt werden, um die Ursache festzustellen und die Blutung zu stoppen; in bestimmten Fällen kann auch eine Hysterektomie (vollständige Entfernung der Gebärmutter) notwendig sein

 Tipps und Empfehlungen zum Wochenfluss nach der Geburt (Lochien)

Die Lochien sind eine normale Etappe im natürlichen Heilungsprozess deines Körpers nach der Geburt. Solange keine starken Blutungen oder andere der oben genannten Komplikationen auftreten, sind sie kein behandlungsbedürftiges Problem, sondern vielmehr ein weiterer Grund, deinem Körper mit Sanftheit und Geduld zu begegnen.

Hier sind einige Empfehlungen, die dir helfen, während der Blutungen im Wochenbett gut auf deinen Körper zu achten.

Verwende in den ersten 6 Wochen ausschließlich Binden

Deine Scheide und dein ganzer Reproduktionstrakt sind unmittelbar nach der Geburt sehr empfindlich. Sie heilen noch, und es können weiterhin Verletzungen an den Scheidenwänden und am Gebärmutterhals bestehen. Das Einführen jedes Fremdkörpers in die Scheide kann Bakterien einbringen, die bis zur Gebärmutter aufsteigen und Infektionen verursachen können.

Sprich unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt und hole dir die Freigabe ein, bevor du wieder Tampons verwendest.  Nutze in den ersten 6 Wochen ausschließlich möglichst lange Binden mit hoher Absorptionsfähigkeit, um Flecken auf der Kleidung zu vermeiden.

Die Binden von Enroush bestehen aus 100 % Bio-Baumwolle und bieten dir sicheren Schutz – ohne giftige Substanzen, die Reizungen und Infektionen im Intimbereich verursachen können. Dank der unteren Schicht aus 100 % Naturfasern, der anatomischen Passform und der Flügel aus Baumwolle sind sie zudem besonders saugstark und verhindern versehentliche Flecken oder seitliches Auslaufen auf deiner Kleidung.

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Überanstrenge dich nicht

Wir wissen, dass im Haushalt so viel zu tun ist und dass du überall gebraucht wirst – aber all das wird auch in einigen Wochen noch da sein, wenn die Lochien nachlassen. Das Wichtigste jetzt, auch für dein Baby, ist, dass du gut auf dich selbst achtest. Nur so kannst du ihm die Aufmerksamkeit und Fürsorge geben, die es braucht. Konzentriere dich also auf Ruhe und Erholung.

Hab Geduld und vermeide anstrengende Tätigkeiten: Schon Staubsaugen bedeutet eine erhebliche körperliche Belastung und kann den Wochenfluss verstärken. Überanstrenge dich nicht und zögere nicht, deinen Partner, deine Familie oder Freunde um Hilfe zu bitten, wenn du sie brauchst.

Trage Kleidung und Unterwäsche, auf die du verzichten kannst

So wirksam Binden auch sind: Die Lochien können vor allem in den ersten Tagen sehr stark sein, besonders morgens oder wenn du plötzlich aufstehst. Manchmal sind Auslaufen und Flecken unvermeidbar – und das sollte dir keinen zusätzlichen Stress machen.

Wähle deshalb Kleidung und Unterwäsche, bei der es dich nicht stört, wenn sie Flecken bekommt. So kannst du dich entspannt bewegen und dich wohlfühlen, ohne dir Sorgen zu machen, dass deine Kleidung makellos bleiben muss.

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