Aufgrund seiner Regelmäßigkeit und seiner Empfindlichkeit gegenüber inneren und äußeren Einflüssen ist der Menstruationszyklus ein guter Indikator für dein Hormongleichgewicht, deine reproduktive Gesundheit und dein allgemeines Wohlbefinden. Ein regelmäßiger Zyklus spricht für ein gut funktionierendes Hormonsystem und einen gesunden Organismus.
Ein unregelmäßiger Zyklus mit auffälligen Merkmalen liefert dir hingegen wertvolle Hinweise auf mögliche gesundheitliche Probleme, die medizinisch abgeklärt werden sollten. Wenn du bemerkst, dass deine Periode nicht regelmäßig kommt, erfährst du in diesem Artikel, welche Arten von Zyklusstörungen es gibt, wodurch sie entstehen und wie sie behandelt werden können.
Ein normaler Menstruationszyklus dauert durchschnittlich 28 Tage. Da jeder Körper anders ist und jede Frau ihre Periode individuell erlebt, gilt ein Zyklus aber auch dann als gesund, wenn er etwas länger oder kürzer ausfällt.
Bei den meisten Frauen liegt die normale Zykluslänge zwischen 21 und 35 Tagen, wobei die Blutung 4 bis 7 Tage anhält. Wenn es von Monat zu Monat keine wesentlichen Veränderungen hinsichtlich Dauer der Blutung und des Zyklus, Blutungsstärke oder Beschwerden gibt, gilt der Zyklus als regelmäßig.
Beträgt der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Blutungen weniger als 21 Tage oder mehr als 35 Tage, spricht man von einem unregelmäßigen Menstruationszyklus. Ein unregelmäßiger Zyklus kann sich außerdem so äußern:
Für diese Unregelmäßigkeiten kommen viele Ursachen infrage, darunter hormonelle Veränderungen, Stress, eine veränderte Ernährung und Lebensweise, bestimmte Medikamente oder gesundheitliche Erkrankungen.
Als Menstruationsstörungen bezeichnet man jede Abweichung von dem, was als normaler Menstruationszyklus gilt. Diese Abweichungen können sowohl körperliche als auch emotionale Veränderungen der Symptome während oder vor der Periode betreffen.
Zu den Anzeichen einer Menstruationsstörung gehören beispielsweise starke Krämpfe, das Ausbleiben der Periode über längere Zeiträume, schwer beherrschbare Stimmungsschwankungen oder sehr starke Blutungen, bei denen die Binde stündlich oder noch häufiger gewechselt werden muss. Wenn du solche Beschwerden hast, verwende Binden aus 100 % Bio-Baumwolle, die dir Schutz und Komfort mit ausschließlich sicheren, natürlichen Inhaltsstoffen bieten.
Die Ursachen von Zyklusstörungen sind sehr vielfältig – sie reichen von Faktoren des Lebensstils bis hin zu ernsteren Erkrankungen.
Eine Ernährungsumstellung, intensive körperliche Aktivität, chronischer Stress, Erkältung und Grippe, Gewichtszunahme oder -abnahme sowie die Einnahme von Verhütungsmitteln oder anderen Medikamenten können zu einer verspäteten Periode oder veränderten Menstruationsbeschwerden führen. Auch Pubertät, Prämenopause und Schwangerschaft sind Ursachen für Zyklusstörungen.
Darüber hinaus gibt es Erkrankungen, die mit Menstruationsstörungen einhergehen und abnorme Blutungen, starke Schmerzen, das Ausbleiben der Periode sowie weitere Veränderungen verursachen können. Zu den häufigsten Ursachen zählen Endometriose, entzündliche Erkrankungen des Beckens, das polyzystische Ovarialsyndrom, die primäre Ovarialinsuffizienz und Erkrankungen der Schilddrüse.

Je nach Erscheinungsform unterscheidet man mehrere Arten von Menstruationsstörungen.
Bleibt die Periode aus oder tritt sie seltener auf, gehört dies zu den Zyklusstörungen mit Mangelcharakter. In diese Kategorie fallen Hypomenorrhoe, Amenorrhoe sowie Oligomenorrhoe bzw. Spaniomenorrhoe.
Nimmt die Häufigkeit der Blutungen zu oder wird die Blutung sehr stark, spricht man von Zyklusstörungen mit Überschusscharakter. Dazu gehören Polymenorrhoe, Hypermenorrhoe und Menorrhagie.
Es gibt außerdem weitere Menstruationsstörungen wie Metrorrhagien (Blutungen außerhalb der Menstruation) und zyklusassoziierte Syndrome (prämenstruelles Syndrom, Mittelschmerz-Syndrom und Dysmenorrhoe).
Zyklusstörungen mit Mangelcharakter sind jene Störungen, bei denen die Menstruationsblutung ausbleibt oder seltener auftritt.
Die Hypomenorrhoe bezeichnet Blutungen, die regelmäßig in etwa gleichen Abständen auftreten, jedoch ungewöhnlich kurz sind und mit einer erheblich verminderten Blutungsstärke einhergehen.
Betroffene haben Blutungen, die weniger als 2 Tage dauern und sehr schwach ausfallen (mehr als 1–2 Hygieneartikel pro Tag sind nicht erforderlich).
Ursachen für eine verminderte Blutung können Stress, Gewichtsabnahme oder übermäßiges Training sein, aber auch Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane, insbesondere der Gebärmutter. In der Regel ist die Hypomenorrhoe nur eine Vorstufe anderer Zyklusstörungen mit Mangelcharakter wie Oligomenorrhoe und Amenorrhoe.
Bei der Oligomenorrhoe treten unregelmäßige Blutungen in großen Abständen von mehr als 35 Tagen auf. Aufgrund dieser langen Verzögerungen haben Frauen mit Oligomenorrhoe nur 4 bis 9 Blutungen pro Jahr.
Aktuellen Untersuchungen zufolge ist die Oligomenorrhoe die häufigste Zyklusstörung unter allen hormonell bedingten Störungen und kann mit Unterstützung eines Endokrinologen gebessert werden. Jede Veränderung oder Erkrankung, die zu einem hormonellen Ungleichgewicht führt, kann eine Ursache der Oligomenorrhoe sein.
Amenorrhoe bezeichnet das vollständige Ausbleiben der Menstruation über mindestens 90 aufeinanderfolgende Tage (3 Monate).
Man unterscheidet die primäre Amenorrhoe (wenn die erste Regelblutung bis zum Alter von 15 Jahren nicht eingetreten ist) und die sekundäre Amenorrhoe (wenn nach bereits eingetretener Menstruation die Periode plötzlich 3 Monate oder länger ausbleibt).
Die Ursachen unterscheiden sich je nach Art der Störung. Bei der primären Amenorrhoe können sie hormoneller, genetischer oder anatomischer Natur sein (Fehlbildungen von Gebärmutter, Vagina oder Jungfernhäutchen). Die sekundäre Amenorrhoe kann durch eine Schwangerschaft ausgelöst werden, aber auch durch andere Faktoren: Stress, plötzliche Gewichtsabnahme, hormonelle Veränderungen oder Erkrankungen wie die primäre Ovarialinsuffizienz und das polyzystische Ovarialsyndrom.
Zyklusstörungen mit Überschusscharakter sind Veränderungen des Menstruationszyklus, die zu einer deutlichen Zunahme der Blutungsstärke oder der Häufigkeit der Blutungen führen.
Die Polymenorrhoe ist eine Form abnormer, häufiger Menstruationsblutungen in sehr kurzen Abständen von unter 21 Tagen. Bei Betroffenen kann die Blutung zudem sehr stark ausfallen, sodass mindestens 5 Hygieneartikel pro Tag gewechselt werden müssen.
Manche Frauen haben von Natur aus einen kürzeren Zyklus, doch meist sind Probleme der Eierstöcke sowie hormonelle Veränderungen oder Erkrankungen, die ein hormonelles Ungleichgewicht verursachen, die Hauptursache dieser Störung.
Bei der Hypermenorrhoe kommt die Periode regelmäßig in etwa gleichen Abständen, ist jedoch außergewöhnlich stark, mit einem Blutverlust von mehr als 90 ml.
Zu den Ursachen dieser mengenmäßigen Zunahme der Blutung zählen Myome, Gebärmutterpolypen und andere Veränderungen der Gebärmutter, aber auch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen.
Als Metrorrhagie bezeichnet man jede Gebärmutterblutung außerhalb der Menstruation. Zu den häufigsten Ursachen dieser abnormen und unregelmäßigen Blutungen, die nicht mit dem Zyklus zusammenhängen, gehören Gebärmuttermyome, hormonelle Störungen, Infektionen und die Menopause.

Wenn sich die Beschwerden nur auf körperliches Unwohlsein und emotionale Zustände beziehen und nicht auf Veränderungen der Dauer oder Stärke der Blutung, sprechen wir von zyklusassoziierten Syndromen:
Die Prämenopause beginnt in der Regel um das 40. Lebensjahr oder sogar früher, ab etwa 35 Jahren. Veränderungen des Menstruationszyklus sind in dieser Phase normal.
Da die Empfindlichkeit der Eierstöcke gegenüber hormoneller Stimulation abnimmt, kommt es zunehmend zu Zyklen ohne Eisprung, mit unregelmäßigen Blutungen in Abständen von weniger als 28 Tagen oder deutlich länger. Stimmungsschwankungen, Scheidentrockenheit und Hitzewallungen sind ebenfalls häufige Symptome der Prämenopause.
Die Beschwerden unterscheiden sich je nach Art der Störung und je nach Körper der einzelnen Frau. Grundsätzlich äußern sich Menstruationsstörungen jedoch durch:
Die Zusammenarbeit zwischen Frauenärztin bzw. Frauenarzt und Patientin ist entscheidend für eine korrekte Diagnose. Der erste Schritt besteht daher darin, deinen Zyklus zu beobachten. Notiere den ersten Tag jeder Blutung, wie stark sie ist, wie ausgeprägt die Krämpfe sind, ob Zwischenblutungen auftreten und alle weiteren relevanten Symptome.
All diese Angaben helfen dem Arzt, sie mit den Befunden der Untersuchungen abzugleichen und eine zutreffende Diagnose zu stellen. Er kann Folgendes veranlassen:
Manche Frauen haben ihr ganzes Leben lang unregelmäßige Blutungen, ohne dass daraus schwerwiegende gesundheitliche Probleme entstehen. Langfristig können Zyklusstörungen jedoch die Anfälligkeit für andere Erkrankungen erhöhen, etwa:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ebenfalls infolge des sinkenden Östrogenspiegels.

Die Behandlung richtet sich nach den Symptomen und deren Ursachen. Zunächst wird der Arzt eine medikamentöse Therapie empfehlen, die Folgendes umfassen kann:
Wenn der Körper auf die medikamentöse Behandlung nicht anspricht, kann der Facharzt einen chirurgischen Eingriff vorschlagen, etwa eine Endometriumablation (zur Verringerung der Blutungen), eine Myomektomie (zur Entfernung von Gebärmuttermyomen) oder eine Hysterektomie (in schweren Fällen, wenn überschüssiges Endometriumgewebe im Bauch- und Beckenraum entfernt werden muss).
Auch wenn du die Arten und Symptome von Zyklusstörungen kennst, bleiben oft Fragen offen. Wann solltest du zum Arzt gehen? Ist es normal, dass der Zyklus nach der Geburt unregelmäßig ist? Nachfolgend findest du die Antworten auf die häufigsten Fragen zu Menstruationsstörungen.
Es ist ratsam, eine Fachärztin oder einen Facharzt aufzusuchen, sobald du ungewöhnliche Veränderungen deines Zyklus bemerkst. Wenn die Periode plötzlich unregelmäßig wird oder länger als 7 Tage anhält, die Blutung deutlich schwächer oder stärker ausfällt, Zwischenblutungen auftreten oder du andere besorgniserregende Symptome feststellst (Müdigkeit, verstärkte Gesichtsbehaarung usw.), vereinbare einen gynäkologischen Termin, um die Ursache möglichst früh zu erkennen und zu behandeln.
Wenn du einen unregelmäßigen Zyklus hast und nicht schwanger wirst, solltest du dies ebenfalls mit deinem Arzt besprechen.
In der Regel verursachen Zyklusstörungen kurzfristig keine gesundheitlichen Probleme. Langfristig können je nach Art der Störung Komplikationen wie Eisenmangelanämie, Unfruchtbarkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose oder eine Endometriumhyperplasie auftreten.
Die normale Zykluslänge liegt zwischen 21 und 35 Tagen, wobei 28 Tage als Durchschnitt gelten. Dauert der Zyklus (also der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Blutungen) weniger als 21 Tage, spricht man von einem kurzen Menstruationszyklus.
Wie regelmäßig die Periode vor der Schwangerschaft auch war – es ist normal, dass sie nach der Geburt unregelmäßig wird. Im Körper haben zahlreiche hormonelle Veränderungen stattgefunden, um das Wachstum und die Entwicklung des Babys zu unterstützen. Daher kann es bis zu einem Jahr dauern, bis die Blutungen wieder regelmäßig kommen.
Quellen
Für diesen Artikel haben wir Informationen aus den folgenden Quellen verwendet:
1. Healthy Women, „Menstrual Disorders“: https://www.healthywomen.org/condition/menstrual-disorders
2. Baylor College of Medicine, „Menstrual Disorders“: https://www.bcm.edu/healthcare/specialties/obstetrics-and-gynecology/ob-gyn-conditions/menstrual-disorders
3. PACE Hospitals, „Menstrual disorders: Types, Causes, Symptoms, Risk factors and Prevention“: https://www.pacehospital.com/menstrual-disorders-types-causes-symptoms-risk-factors-and-prevention
4. National Institutes of Health, „Knowledge of Menstrual Disorders and Health Seeking Behaviour Among Female Undergraduate Students of University of Ibadan, Nigeria“: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8935669/
5. Healthline, „Menstrual Problems“: https://www.healthline.com/health/menstrual-problems
6. Cleveland Clinic, „Irregular Periods“: https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/14633-abnormal-menstruation-periods
7. National Health Service, „Irregular periods“: https://www.nhs.uk/conditions/irregular-periods/
8. NHS Inform, „Irregular Periods“: https://www.nhsinform.scot/healthy-living/womens-health/girls-and-young-women-puberty-to-around-25/periods-and-menstrual-health/irregular-periods/
9. MSD Manuals, „Introduction to Menstrual Abnormalities“: https://www.msdmanuals.com/professional/gynecology-and-obstetrics/menstrual-abnormalities/introduction-to-menstrual-abnormalities
10. University of California, „Menstrual Disorders“: https://health.ucdavis.edu/conditions/obgyn/menstrual-disorders
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