Die Menopause sollte eine Zeit des Übergangs sein, eine Zeit, in der sich ein neues Gleichgewicht einstellt. So hat man es uns doch erzählt, oder? Doch in Wahrheit bringt die Menopause viele Veränderungen mit sich: einige erwartet, andere durchaus überraschend. Blutungen nach dem Einsetzen der Menopause gehören zu den weniger erwarteten Veränderungen.
Was bedeuten Blutungen in den Wechseljahren? Sind sie normal? Sind sie ein Warnsignal? Schauen wir uns das gemeinsam an. Hier erfährst du, warum es nach der Menopause zu Blutungen kommen kann und weshalb du sie immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen solltest.
Blutungen in der Menopause bezeichnen jede vaginale Blutung, die nach der bestätigten Menopause auftritt. Das können leichte Blutungen (Schmierblutungen) sein oder auch starke Blutungen, für die du Menstruationsprodukte benötigst.
Wenn du in der Menopause bist, solltest du jede Art von Blutung sofort ärztlich abklären lassen, damit die Ursache schnell gefunden wird und du frühzeitig weißt, ob Grund zur Sorge besteht.

Die Menopause ist der Zeitpunkt, an dem der Menstruationszyklus endet und die Regelblutungen ausbleiben. Da die letzten Blutungen jedoch sehr unregelmäßig sein können – sie können aufhören und nach einigen Monaten wieder einsetzen – gilt die Menopause erst dann als bestätigt, wenn seit der letzten Menstruation 12 Monate vergangen sind.
Jede Blutung, die nach diesem Zeitraum auftritt, wird als postmenopausale Blutung bezeichnet und erfordert eine ärztliche Abklärung.
In den meisten Fällen sind Blutungen in der Menopause Anzeichen harmloser Probleme. Nur in etwa 10 % der Fälle deuten sie auf eine Krebserkrankung hin.
Dennoch empfiehlt es sich, jede postmenopausale Blutung ärztlich untersuchen zu lassen – damit du sicher sein kannst, dass keine schwerwiegende Erkrankung vorliegt und dein Körper geschützt ist. Zu den häufigsten Ursachen und Erkrankungen im Zusammenhang mit postmenopausalen Blutungen gehören:
Auch wenn die Ursache oft nicht schwerwiegend ist und die Blutungen eher durch harmlose Faktoren oder leicht behandelbare Probleme ausgelöst werden: Blutungen in der Menopause sind nicht normal. Jede Art von Blutung – ob Schmierblutung, leichte rosafarbene oder bräunliche Blutung oder starke Blutung – ist ungewöhnlich. Selbst wenn sie nur ein- oder zweimal auftritt.
Sprich mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt, wenn du nach der bestätigten Menopause solche Blutungen bemerkst, denn sie können auf Erkrankungen hinweisen. Wichtig ist, dass die notwendigen Untersuchungen veranlasst werden, die Ursache gefunden wird und du frühzeitig die passende Behandlung erhältst.
Um die Ursache der Blutungen in der Menopause festzustellen, kann die Frauenärztin oder der Frauenarzt folgende Untersuchungen empfehlen:
Neben den eigentlichen Untersuchungen wird auch deine Krankengeschichte erhoben: Wie lange liegt deine letzte Menstruation zurück, hast du andere Erkrankungen und welche Behandlungen nimmst du gerade in Anspruch?

Da vaginale Blutungen in der Menopause verschiedene Ursachen haben können, richtet sich die Behandlung nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Bei Infektionen kommen Medikamente zum Einsatz, bei einem Zusammenhang mit dem sinkenden Östrogenspiegel eine Hormonbehandlung und in bestimmten Fällen ein chirurgischer Eingriff.
Die medikamentöse Behandlung postmenopausaler Blutungen kann Folgendes umfassen:
Bei schwereren Erkrankungen, wenn eine medikamentöse Behandlung nicht ausreichend wirkt, kann ein chirurgischer Eingriff empfohlen werden:
Nicht allen Ursachen postmenopausaler Blutungen lässt sich vorbeugen. Hormonellen Veränderungen oder altersbedingten Erkrankungen kann man beispielsweise kaum entgegenwirken.
Was du jedoch tun kannst: gesunde Gewohnheiten etablieren, um das Risiko gynäkologischer Probleme – und damit auch das Risiko von Blutungen und anderen ungewöhnlichen Symptomen nach der Menopause – zu senken.
Nimm die Menopause als Anlass, deiner Intimgesundheit – und deiner Gesundheit insgesamt – Priorität einzuräumen. Denke deine Beziehung zu deinem Körper neu und achte auf einen möglichst gesunden Lebensstil, um gynäkologischen und anderen Beschwerden vorzubeugen.
Versuche, deine Ernährung umzustellen und möglichst viele nährstoffreiche Lebensmittel einzubauen – Obst, Gemüse, Ballaststoffquellen und ungesättigte Fette –, um das Hormongleichgewicht und die Gesundheit der Gebärmutter zu unterstützen.
Auch die übrigen Gewohnheiten deines Lebensstils sind genauso wichtig. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Flüssigkeit, Erholung und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin tragen ebenfalls dazu bei, das Risiko für Gesundheitsprobleme zu senken.
Und natürlich: Höre immer auf deinen Körper. Gehe zu jeder gynäkologischen Routineuntersuchung. Sprich schon bei den ersten Anzeichen über jede ungewöhnliche Blutung. Befolge die ärztlichen Empfehlungen und nimm die Untersuchungen und Screenings in Anspruch: Pap-Test, transvaginaler Ultraschall, Hormonuntersuchungen. Sorge gut für deinen Körper – so, wie du es verdienst.

Zum Abschluss möchten wir dir diesen Gedanken mitgeben: Die Menopause ist keine Pause von deiner Gesundheit. Sie ist eine neue Lebensphase, deren Schönheit du genießen darfst.
Erlaube dir also, Fragen zu stellen und Antworten zu suchen, damit du auf jede Situation vorbereitet bist. Weil wir dich begleiten möchten, haben wir unten einige der häufigsten Fragen zu Blutungen in der Menopause samt klarer Antworten zusammengestellt.
Nein. Nach der bestätigten Menopause (mindestens 12 Monate seit der letzten Menstruation) ist jede vaginale Blutung ein Warnsignal und muss ärztlich abgeklärt werden – auch wenn die Ursachen häufig harmlos sind.
Ja, eine Hormonersatztherapie kann manchmal vaginale Blutungen verursachen, besonders in den ersten Behandlungsmonaten. Sind die Blutungen stark, halten sie an oder treten sie später auf, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Die Dosis kann angepasst oder eine andere Behandlung empfohlen werden.
Nicht allen Erkrankungen, die Blutungen in der Menopause verursachen können, lässt sich vorbeugen. Ein möglichst aktiver und gesunder Lebensstil, eine nährstoffreiche Ernährung, ausreichend Erholung und regelmäßige gynäkologische Kontrollen können jedoch das Risiko vieler Erkrankungen und Komplikationen senken.
In der Regel sollten gynäkologische Untersuchungen mindestens einmal jährlich erfolgen – auch nach dem Einsetzen der Menopause. Je nach Krankengeschichte kann deine Ärztin oder dein Arzt häufigere Kontrollen empfehlen.
Manche natürlichen Mittel können möglicherweise Symptome lindern, ersetzen aber keine gynäkologische Untersuchung. Wenn die Blutungen durch ein gesundheitliches Problem verursacht werden, ist es entscheidend, die genaue Ursache zu kennen und sie nach ärztlicher Empfehlung entsprechend zu behandeln.
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