Doch was genau ist die Menopause eigentlich? Die Menopause ist eine zutiefst persönliche Erfahrung, die die meisten Frauen sowie trans- und nicht-binäre Personen mit weiblichem Körper durchleben. Medizinisch betrachtet ist die Menopause der Zeitpunkt, an dem die Eierstockfunktion erlischt. Infolgedessen werden keine weiblichen Sexualhormone mehr ausgeschüttet und der Eisprung bleibt aus. Kurz gesagt: Von der Menopause spricht man ein Jahr nach der letzten Regelblutung.

In den meisten Fällen setzt die Menopause zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr ein. Tritt sie vor dem 45. Lebensjahr auf, spricht man von einer vorzeitigen Menopause.

Die Perimenopause, auch als Prämenopause bekannt, ist die Übergangsphase hin zur Menopause. Sie beginnt üblicherweise nach dem 45. Lebensjahr und kann mehrere Jahre andauern.
8 von 10 Frauen verspüren in dieser Zeit mindestens ein Symptom der Wechseljahre, oft sogar mehrere. Dazu zählen unter anderem:
Hitzewallungen
Gedrückte Stimmung
Brustschmerzen
Müdigkeit
Reizbarkeit
Schlafstörungen
Konzentrationsschwierigkeiten
Migräne oder Kopfschmerzen
Angstzustände
Depression
Vaginale Beschwerden
Nachlassendes sexuelles Verlangen
Harninkontinenz oder wiederkehrende Harnwegsinfekte (HWI)
Gelenk- und Muskelschmerzen
Blähungen
Gedächtnisstörungen
In dieser Phase wird die Regelblutung unregelmäßig und die Blutungsstärke kann stark schwanken. ENROUSH Tampons sind einfach in der Anwendung, nehmen die Flüssigkeit gleichmäßig über die gesamte Oberfläche auf und bestehen ausschließlich aus 100 % Bio-Baumwolle – ohne weitere Zusätze. Dank dieser Inhaltsstoffe sind sie besonders hautfreundlich und können sich bei vaginalen Beschwerden wohltuend auswirken.

Ist die Menopause erst einmal eingetreten, kann sie sich von Frau zu Frau sehr unterschiedlich äußern. Während manche nur leichte Beschwerden verspüren, leiden andere unter anhaltenden und belastenden Symptomen. Wer gut versteht, was im Körper passiert und wie sich die Menopause auswirken kann, kommt mit diesen Veränderungen deutlich leichter zurecht.
Die Menopause kann plötzlich eintreten, indem die Regelblutung ganz ausbleibt, oder allmählich – mit seltenen, unregelmäßigen Blutungen im Abstand von 2 bis 3 Monaten. Von der eigentlichen Menopause spricht man, wenn die Regelblutung endgültig ausbleibt.
Die Symptome der Menopause lassen sich in mehrere Kategorien einteilen:
Veränderungen von Haaren, Haut und Nägeln: trockenes, glanzloses Haar, brüchige Nägel, trockene Haut, die zusätzliche Feuchtigkeit benötigt
Veränderungen der Schleimhäute: Scheidentrockenheit, wiederkehrende Harnwegsinfekte, Urinverlust bei Anstrengung, Niesen oder Lachen, nachlassende Muskelspannung im Beckenbereich.
Mögliche Gewichtszunahme, da sich das Fettgewebe anders verteilt
Geschwollene Augen, Tränensäcke, Augenringe
Gelenkschmerzen mit Kribbeln oder Taubheitsgefühl
Stimmungsschwankungen, Depression, Angstzustände, Schlafstörungen, Panikattacken. In dieser Phase können auch schwere psychiatrische Erkrankungen ausgelöst werden.
Hitzewallungen
Allgemeines Unwohlsein: Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Bauchkrämpfe, Schwindel bis hin zu Ohnmachtsanfällen.
Die Postmenopause kann sich über einen Zeitraum von 2 bis 6 Jahren erstrecken. An ihrem Ende ist die Eierstockfunktion vollständig erloschen.

Die Menopause bringt zahlreiche hormonelle Veränderungen mit sich, von denen einige auch die Psyche betreffen. Diese Beschwerden können bereits während der Prämenopause auftreten. Gemeint sind hier Stimmungsschwankungen, Angstzustände, Depressionen und Schlafstörungen. Bei Personen, die bereits früher unter Depressionen oder Angststörungen gelitten haben, ist das Risiko besonders hoch.
Die Behandlung muss individuell auf jede Person abgestimmt werden. Zu den Therapiemöglichkeiten zählen:
kognitive Verhaltenstherapie
Antidepressiva und Anxiolytika
individuell abgestimmte Behandlung einzelner Symptome
Therapien zur Verbesserung des Schlafs
Viele Frauen bemerken infolge der Menopause Veränderungen im Vaginalbereich. Der Östrogen- und Androgenspiegel sinkt. Dadurch wird die Haut dünner und verliert an Elastizität. Dies kann zu einem Phänomen führen, das als vaginale Atrophie bezeichnet wird. Diese Veränderungen verursachen Trockenheit, Beschwerden und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Darüber hinaus ist die vaginale Atrophie in vielen Fällen einer der Faktoren, die zu Harnwegsinfekten und einer Schwächung des Beckenbodens beitragen.
Um festzustellen, ob die Menopause eingetreten ist, wird zunächst eine Reihe von Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt: Blutbild, Lipidprofil, Blutzucker, Transaminasen, Nierenfunktion sowie Urinstatus. In bestimmten Fällen kann die Fachärztin oder der Facharzt zusätzlich die Bestimmung der Hormonwerte (Östrogene, Progesteron) und der Gonadotropine (FSH, LH, Prolaktin) veranlassen.
Sind die Östrogenwerte niedrig, während FSH und LH Werte zwischen 70 und 100 aufweisen, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Eierstockfunktion erloschen ist.
Zur Bestätigung der Diagnose Menopause können außerdem folgende ergänzende Untersuchungen angeordnet werden:
Bestimmung der Schilddrüsenhormone
beidseitige Mammasonographie
transvaginale Ultraschalluntersuchung von Gebärmutter und Eierstöcken
Schilddrüsenultraschall
Nach Eintritt der Menopause kann sich diese negativ auf die körperliche Gesundheit auswirken. Daher sind einige medizinische Untersuchungen empfehlenswert:
Kardiologie: Mit sinkendem Östrogenspiegel steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig kardiologische Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen, Blutwerte bestimmen zu lassen – insbesondere Cholesterin, LDL, HDL und Triglyzeride – und den Blutdruck im Blick zu behalten.
Rheumatologie: Osteoporose gehört zu den häufigsten Erkrankungen, die mit der Menopause einhergehen. In den ersten Jahren der Postmenopause nimmt die Knochendichte ab, die Knochen werden brüchiger und das Frakturrisiko steigt. Die Rheumatologin oder der Rheumatologe führt Tests zur Bestimmung der Knochendichte durch und verordnet eine gezielte medikamentöse Therapie.
Urologie: In den Wechseljahren kann eine Harninkontinenz auftreten. Scheide, Harnröhre und die glatte Muskulatur der Blase verlieren an Elastizität; die Folge sind häufiger Harndrang oder Urinverlust beim Niesen. Diese Probleme können zudem Harnwegsinfekte begünstigen. Die Fachärztin oder der Facharzt kann eine gezielte Behandlung der Harninkontinenz empfehlen, um diesen Beschwerden vorzubeugen.

Die Hormontherapie umfasst die intravaginale Anwendung von Östrogen. Je nach individuellem Bedarf kann die Fachärztin oder der Facharzt Vaginalcremes, Tabletten oder Zäpfchen mit Östrogen (Estriol) empfehlen. Eine topische Hormontherapie kann bei Scheidentrockenheit helfen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr lindern und Urinverlust reduzieren. Dennoch ist diese Behandlungsform nicht für alle geeignet. Vor Therapiebeginn sollten Sie unbedingt mit einer Fachärztin oder einem Facharzt sprechen.
Die Hormontherapie, auch als Hormonersatztherapie (HRT) bekannt, zielt darauf ab, das Östrogen im Körper zu ersetzen, wenn dessen Spiegel während der Menopause sinkt. In der Regel enthält das Therapieschema Östrogen und Progesteron. Ziel ist es, die Beschwerden der Wechseljahre zu lindern. Allerdings ist eine HRT nicht für jede Person geeignet. Wer bereits wegen bestimmter Krebserkrankungen behandelt wurde oder ein erhöhtes Risiko dafür hat, sollte mit einer Fachärztin oder einem Facharzt besprechen, welche Behandlungsoptionen infrage kommen.
Je nach individueller Situation kann die Fachärztin oder der Facharzt auch hormonfreie Medikamente für die Wechseljahre empfehlen. Diese Behandlung kann auf das Herz-Kreislauf-System, den Bewegungsapparat oder das Nervensystem abzielen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe pflanzlicher Präparate, die Wechseljahresbeschwerden lindern können.
Zur Linderung der Beschwerden bei vaginaler Atrophie können Sie zunächst Vaginalgleitmittel verwenden. Darüber hinaus stehen verschiedene hormonelle Behandlungen zur Verfügung:
Lokal in der Scheide angewendetes Östrogen als Creme, Gel, Tablette, Pessar oder Vaginalring
Vaginales DHEA, das als Pessar angewendet wird
Hormonersatztherapie (HRT)
Die Menopause ist durch einen sinkenden Östrogenspiegel gekennzeichnet – eine Veränderung, die langfristig zu einer Reihe chronischer Komplikationen führen kann. Der Östrogenmangel kann sich negativ auf das Knochen- und Herz-Kreislauf-System auswirken und so Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Osteoporose begünstigen. Eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil können die Wechseljahresbeschwerden langfristig jedoch deutlich lindern und vor den genannten chronischen Erkrankungen schützen.
Für die Knochengesundheit sind vor allem zwei Nährstoffe entscheidend, die die Knochen stark halten: Kalzium und Vitamin D. Empfehlenswert ist daher eine Ernährung mit viel Milchprodukten, grünem Gemüse wie Spinat oder Grünkohl, Getreide, weißen Bohnen und Fisch, um die empfohlene Kalziumzufuhr über die Nahrung zu decken. Vitamin D findet sich in Eiern, Getreide, rotem Fleisch und Milchprodukten und kann zusätzlich über Vitamin-D-Präparate aus der Apotheke ergänzt werden.
Um das Herz zu schützen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, gibt es eine Reihe vorbeugender Maßnahmen:
Meide gesättigte Fette und verwende ausschließlich ungesättigte Fette
Nimm zweimal pro Woche Fisch in deinen Speiseplan auf
Vermeide zu viel Salz
Trinke keinen Alkohol im Übermaß. Verzichte vollständig aufs Rauchen
Ergänze deine Ernährung mit ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Getreide, Obst und Gemüse
Auch ein aktiver Lebensstil wirkt sich in den Wechseljahren positiv aus. Bewegung lindert Beschwerden wie Hitzewallungen, Angstzustände und Depressionen. Zudem beugt sie einer Gewichtszunahme vor und senkt das Risiko für Herzerkrankungen.
Da die Menopause Panikattacken, schwere depressive Episoden, Schlafstörungen und Angststörungen auslösen kann, kann auch eine psychologische Therapie erheblich zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Linderung belastender Symptome beitragen.
Während der Perimenopause kann das hormonelle Ungleichgewicht zu unregelmäßigen Blutungen, Schmierblutungen und sogar starken Blutungen führen.
Ist die Menopause erst einmal eingetreten, kehrt der Menstruationszyklus nicht mehr zurück. Blutungen während der Menopause sind nicht normal. Sie können eine harmlose Ursache haben – etwa einen unerwarteten Sturz oder unzureichend befeuchteten Geschlechtsverkehr – oder aber auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen.
Zunächst einmal: Keine Panik. Schützen Sie sich mit Slipeinlagen aus 100 % Bio-Baumwolle.
Anschließend sollten Sie einen Arztbesuch in Betracht ziehen. Wie bereits erwähnt, kann die Ursache harmlos sein. Es ist jedoch ebenso möglich, dass diese Metrorrhagie durch eine Krebserkrankung verursacht wird. Mehr Informationen finden Sie in unserem Artikel über Metrorrhagie und ihre Erscheinungsformen.
Die Wechseljahre beim Mann sind unter Fachleuten nach wie vor ein diskutiertes Thema. „Männliche Menopause" ist ein informeller Begriff für den sinkenden Testosteronspiegel bei Männern. Diese hormonelle Veränderung kann Symptome hervorrufen, die denen von Frauen während der Perimenopause und Menopause ähneln.
Eine Schwangerschaft in den Wechseljahren ist in zwei Fällen möglich. Im ersten Fall ist die Eierstockfunktion noch nicht vollständig erloschen, sodass es zu einer Schwangerschaft kommen kann. Deshalb ist es wichtig, bis zum endgültigen Eintritt der Menopause zu verhüten. Eine weitere Möglichkeit für Frauen, die in den Wechseljahren ein Kind bekommen möchten, ist die In-vitro-Fertilisation mit gespendeten Eizellen.
Der Vitamin-B-Komplex unterstützt die Gesundheit des Nervensystems und das Stoffwechselgleichgewicht. Er wirkt sich zudem positiv auf Haare, Nägel und Haut aus, die in den Wechseljahren in Mitleidenschaft gezogen werden können. Vitamin D und Kalzium stärken gemeinsam eingenommen die Knochen. Vitamin D trägt darüber hinaus zur Stärkung des Immunsystems bei. Magnesium unterstützt Herz und Muskeln in ihrer optimalen Funktion. Auch Zink sollte für das Immunsystem nicht vergessen werden.
Hitzewallungen können von einigen Monaten bis zu 8 bis 10 Jahren andauern.
Eierstockschmerzen können in der Prämenopause auftreten, sollten mit Eintritt der Menopause jedoch verschwinden. Halten sie an, ist eine fachärztliche Untersuchung erforderlich.
In den Wechseljahren schmerzen die Brüste, weil hormonelle Veränderungen zu Flüssigkeitseinlagerungen im Brustgewebe führen – dadurch werden die Brüste empfindlich und bei Berührung schmerzhaft.