Die Menstruation ist eine monatlich auftretende vaginale Blutung, bei der Blut und Gewebe aus dem Inneren der Gebärmutter über den Gebärmutterhals und die Scheide ausgeschieden werden.
Normalerweise gilt für die Menstruation:
Jeden Monat wird mit der Menstruation die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen, die dein Körper aufgebaut hat, um eine möglich Schwangerschaft zu unterstützen. Wird eine Eizelle nicht befruchtet und kommt es zu keiner Schwangerschaft, stößt die Gebärmutter das aufgebaute Gewebe ab.
Das klingt kompliziert, ist es aber nicht. Denn dein Körper arbeitet während des gesamten Menstruationszyklus auf Basis hormoneller Signale – und dieser Zyklus lässt sich in drei Phasen einteilen: Follikelphase, Ovulationsphase und Lutealphase.
In der Follikelphase wird unter dem Einfluss des follikelstimulierenden Hormons (FSH) in einem der Eierstöcke ein Follikel (also ein kleines Bläschen im Eierstock) für die Ovulation ausgewählt. Im Blutkreislauf steigt der Östrogenspiegel und die Gebärmutterschleimhaut beginnt, sich zu verdicken.
Die Ovulationsphase beginnt mit einer massiven Ausschüttung des luteinisierenden Hormons (LH), und die Eizelle ist nun bereit, freigesetzt zu werden. Kommt es innerhalb von 24 Stunden nicht zur Befruchtung, zerfällt die unbefruchtete Eizelle.
Nach der Ovulation folgt die Lutealphase. Diese dauert im Durchschnitt 14 Tage (sofern du nicht schwanger bist) und endet mit Tag 1 der nächsten Menstruation: Der Progesteronspiegel sinkt und der Zyklus beginnt von neuem.
Ja. Nach der ersten Menstruation sind Veränderungen in Länge oder Intensität von Zyklus und Periode völlig normal – selbst noch nach einigen Jahren. Diese Veränderungen hängen auch von weiteren Faktoren ab, zum Beispiel:
Es gibt außerdem unregelmäßige Zyklen, bei denen nicht in jedem Monat eine Ovulation stattfindet. Wenn die Veränderungen jedoch sehr stark oder sehr häufig sind, ist es am besten, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen.
Jetzt, wo die Grundlagen geklärt sind, sprechen wir kurz darüber, was es bedeutet, wenn die Menstruation ein Glück oder ein Fluch ist. Also lies weiter und erfahre mehr!
Krämpfe sind Realität. Tatsächlich gehören Menstruationsschmerzen, medizinisch als Dysmenorrhö bezeichnet, typisch zur Periode. Sie treten vor oder während der Blutung auf und können unterschiedlich stark ausfallen. Man geht davon aus, dass 50 % bis 80 % der Frauen irgendwann in ihrem Leben von einer Dysmenorrhö betroffen sind. Sie ist zugleich der häufigste Grund für gynäkologische Konsultationen und einer der wichtigsten Gründe für Fehlzeiten (in der Schule oder am Arbeitsplatz).

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Die direkte Ursache der Dysmenorrhö ist ein Überschuss an „Superhormonen“, die Kontraktionen der Gebärmutter auslösen (Prostaglandine), sowie ein erhöhter Spiegel bestimmter chemischer Substanzen, die an entzündlichen Reaktionen beteiligt sind. Gut zu wissen: Es gibt zwei Formen der Dysmenorrhö – die primäre und die sekundäre.
Die primäre Dysmenorrhö ist die häufigste Form von Menstruationsschmerzen.
Diese Krämpfe halten zwischen 8 und 72 Stunden an.
Die Schmerzen können prämenstruell (etwa zwei Tage vor der Blutung) oder menstruell (mit Einsetzen der Blutung) auftreten. Die Krämpfe können unterschiedlich stark sein und von allgemeinem Unwohlsein, Übelkeit, Durchfall und Müdigkeit, Kopf- oder Rückenschmerzen begleitet werden.
Die sekundäre Dysmenorrhö, eine weniger häufige Erkrankung, entsteht auf Grundlage von Erkrankungen wie:
Diese sekundären Schmerzen können früher im Menstruationszyklus einsetzen und länger anhalten. Sie können mit der Zeit auch intensiver werden und mit einer deutlich stärkeren Blutung oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr einhergehen. Wenn du solche Schmerzen hast, solltest du deine Gynäkologin oder deinen Gynäkologen aufsuchen.
Es gibt aber auch einige Tricks, die dir helfen können, dich während des gesamten Menstruationszyklus besser zu fühlen.
Die bekanntesten unterstützenden Maßnahmen bei Menstruationskrämpfen sind Wärme und eine medikamentöse Behandlung. Es gibt jedoch viele Alternativen, die wir gerne mit dir teilen.
Letztlich weißt aber du am besten, was dein Körper zu jedem Zeitpunkt des Tages braucht. Und bevor wir ins Detail gehen, müssen wir ganz klar sagen: Herkömmliche, nicht biologische Tampons und Binden solltest du vermeiden. Sie sind voller Chemikalien und Giftstoffe, die Krämpfe verschlimmern können. Achte also darauf, immer Menstruationsprodukte aus 100 % Bio-Baumwolle zu wählen – ohne chemische Farbstoffe, Chlor, Dioxin oder synthetische Fasern. Sobald du auf die reinsten Materialien setzt, werden Krämpfe seltener und weniger intensiv.
Natürlich können die Schmerzen punktuell mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln oder Spasmolytika behandelt werden – deine Ärztin oder dein Arzt kann dir die passende Behandlung empfehlen.
Wenn du zusätzliche Unterstützung brauchst (oder Medikamente nicht ausreichend wirken), helfen dir eine Wärmflasche oder ein Heizkissen auf dem Bauch oder ein entspannendes Bad dabei, zur Ruhe zu kommen und deine Muskeln zu lockern.
Denn letztlich solltest du während deiner Periode nicht leiden müssen. Im Gegenteil: Sie kann auch ein Glück sein!
Was bedeutet dieses Glück eigentlich? Alle, die menstruieren, sind einzigartig. Wir machen nicht zwangsläufig die gleichen Erfahrungen, aber wir sind alle miteinander verbunden und uns dieses unglaublichen Prozesses bewusst – eines Prozesses, ohne den menschliches Leben nicht existieren könnte.
Es ist enorm wichtig, diese Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen, ob sie menstruieren oder nicht, um uns weiterzuentwickeln, zu lernen und mehr über unsere Körper zu verstehen. Und dafür ist die Menstruation selbst extrem wichtig!
Einige Studien deuten darauf hin, dass die monatliche Blutung den Alterungsprozess verlangsamen kann – ob das stimmt oder nicht, eines ist sicher: Die Menstruation kann uns zeigen, ob unsere Hormone im Gleichgewicht sind oder nicht. Sie kann uns helfen zu verstehen, was mit Folgendem passiert:
Dein Zyklus ist einzigartig. Und es ist sehr wichtig, mehr darüber zu wissen, was er bedeutet und wie er dich im Alltag beeinflussen kann. Natürlich kann man auch ohne Menstruation leben: Für manche Frauen ist es sogar besser, wenn sie unterdrückt wird – zum Beispiel bei Endometriose.
Wie auch immer: Die Menstruation kann auch aus einer anderen Perspektive ein Glück bedeuten – sie ist ein guter Anlass, dich mehr um dein Wohlbefinden zu kümmern und dir selbst Fürsorge zu schenken!
Es gibt genügend Dinge, die dir helfen können, dich während der Menstruation besser zu fühlen und natürlich die schmerzhaften Krämpfe loszuwerden. Sie lassen sich an jedem Tag des Zyklus praktizieren, als Teil deines Lebensstils. Zum Beispiel hilft es:

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Rituale, Routinen und natürliche Hausmittel, die du über den gesamten Zyklus hinweg praktizierst, können dir helfen, dich mit deiner eigenen Menstruation in Einklang zu bringen und angenehme Erfahrungen zu schaffen. Du kannst sogar damit beginnen, dir einen menstruationsfreundlichen Raum einzurichten. Wenn deine Schmerzen jedoch andere medizinische Ursachen haben, wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt. Sie können dir eine passende Behandlung empfehlen und dir die besten Ratschläge geben.
Ob zu Hause, in der Schule oder am Arbeitsplatz – ein menstruationsfreundlicher Raum kann die Art, wie du deine Periode wahrnimmst, grundlegend verändern. Er kann ein Selfcare-Ritual bereichern und dir helfen, mehr über deinen Körper zu lernen, ihn anzunehmen und gegen das Stigma rund um die Menstruation einzutreten.
Es liegt an jeder und jedem von uns, diesen Raum (neu) zu definieren. Und das ist keine unmögliche Aufgabe – ganz im Gegenteil! Schon ein kleines Körbchen mit Tampons und Binden zu Hause oder am Arbeitsplatz genügt. Eine einfache Praxis, die dir zugleich hilft, dir deiner Entscheidungen bei Menstruationsprodukten bewusster zu werden.
Füge all die kleinen Dinge hinzu, die dir guttun: Duftkerzen, etwas Süßes (am besten zuckerfrei, denn Zucker wirkt sich nicht gerade positiv auf den Körper aus), ätherische Öle, ein paar Beutel beruhigenden Tee, eine Wärmflasche oder ein Heizkissen und so weiter. Du kennst dich selbst am besten.
Und du? Wie verwöhnst du dich während deiner Periode? Und vor allem: Welche Mittel wählst du, um Krämpfe zu lindern? Teile es mit uns!