Hattest du schon einmal starke vaginale Blutungen, hast sie aber für völlig normal gehalten? Vielleicht hat dir sogar deine Frauenärztin bestätigt, dass du gesund bist und dir keine Sorgen machen musst. Dennoch sollte die Menstruation weder deinen Alltag noch dein allgemeines Wohlbefinden beeinträchtigen. Wenn du also alle zwei Stunden die Binde wechseln musst, steckt möglicherweise eine häufige Menstruationsstörung dahinter: die Menorrhagie.
Menorrhagie ist der medizinische Fachbegriff für eine übermäßig starke und verlängerte Menstruationsblutung. Auch wenn eine kräftige Blutung viele Frauen beunruhigt, ist der Blutverlust bei den meisten nicht so hoch, dass er als Menorrhagie eingeordnet werden müsste.
Bei einer Menorrhagie kannst du deinen Alltag nicht wie gewohnt bewältigen: Der starke Blutverlust und die Menstruationskrämpfe werden zu einem echten Problem.
Natürlich gibt es keine allgemeingültige medizinische Vorgabe dazu, wie viel Blut bei einer normalen Menstruation verloren geht – doch anhand deiner eigenen Erfahrung merkst du schnell, ob deine Periode stärker als üblich ist. Meist geht die Menorrhagie mit anhaltenden Schmerzen im Unterbauch und großen Blutklumpen einher. Über Blutklumpen sprechen wir ausführlich in unserem Artikel, den du hier findest.

Zu den Anzeichen und Symptomen einer Menorrhagie gehören außerdem:
Der Menstruationszyklus dauert üblicherweise 28 Tage (mit Schwankungen zwischen 25 und 35 Tagen), die Blutung selbst etwa 4–5 Tage. Bedenklich wird es, wenn die Blutung länger als 7 Tage anhält und du die Binde in Abständen von weniger als zwei Stunden wechseln musst.
Mehr über die Menstruation und alles, was dazugehört, liest du in unserem Artikel Menstruation – ALLES, was du wissen musst.

Bei einer normalen Menstruation beträgt der Gesamtblutverlust 30–40 Milliliter; bei einer Menorrhagie ist die Menge der vaginalen Blutung mindestens doppelt so hoch.
Wenn du folgende Symptome bemerkst, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen:

Manchmal bleiben die Ursachen der Blutung unbekannt, in anderen Fällen sind sie ein Hinweis auf eine schwerwiegendere Erkrankung. Dazu zählen:
Je nach Alter und Begleiterkrankungen können bestimmte Risikofaktoren erklären, warum du unter einer Menorrhagie leidest. In einem normalen Zyklus regt die Freisetzung der Eizelle den Körper dazu an, Progesteron zu produzieren – jenes weibliche Hormon, das für die Regelmäßigkeit der Menstruation verantwortlich ist. Wird keine Eizelle freigesetzt, kann die zu geringe Progesteronmenge eine starke Blutung verursachen.
Bei Jugendlichen ist die Menorrhagie meist auf eine Anovulation zurückzuführen. Besonders im ersten Jahr nach der ersten Periode treten häufig anovulatorische Zyklen auf.
Bei älteren Frauen wird die Menorrhagie typischerweise durch eine Erkrankung der Gebärmutter verursacht, etwa durch Myome oder die bereits genannten Krankheitsbilder.
Um eine Diagnose stellen zu können, wird dich der Arzt zu deiner Krankengeschichte und deinen Menstruationszyklen befragen. Sehr wahrscheinlich wird dir empfohlen, ein Zyklustagebuch zu führen – also die blutungsfreien Tage zu notieren und zusätzlich Angaben zur Stärke der Blutung, zur Anzahl der verwendeten Binden und Ähnlichem zu machen.

Weitere Untersuchungen, die dir dein Arzt empfehlen kann, sind:
Die Behandlung wird individuell abgestimmt und richtet sich unter anderem nach:
Es gibt also keine allgemeingültige Behandlung – meist umfasst sie jedoch Medikamente und/oder medizinische Eingriffe.
Bei Menorrhagie können nichtsteroidale Antirheumatika, Tranexamsäure, orale Kontrazeptiva, oral verabreichtes Progesteron oder hormonhaltige Intrauterinpessare verordnet werden. Bei einer Anämie können zusätzlich Eisenpräparate verschrieben werden.

War die medikamentöse Therapie nicht erfolgreich, können chirurgische Optionen empfohlen werden, und zwar:
Bleibt eine Menorrhagie unbehandelt, kann es zu Komplikationen wie Anämie und starken Schmerzen kommen.
Die Anämie entsteht durch den Blutverlust und die dadurch verringerte Anzahl roter Blutkörperchen. Eine Menorrhagie kann den Eisenspiegel so stark senken, dass das Risiko einer Eisenmangelanämie steigt. Anzeichen und Symptome sind: blasse Haut, Schwäche und Müdigkeit. Auch wenn die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, wird das Problem durch die starken Blutungen zusätzlich verschärft.
Die starken Schmerzen treten gemeinsam mit der Menorrhagie auf und äußern sich in schmerzhaften, langanhaltenden Krämpfen.
Um gut auf dich zu achten, solltest du einmal jährlich eine vollständige gynäkologische Untersuchung wahrnehmen. Dort kann dich der Arzt entsprechend deiner Bedürfnisse beraten und mögliche Probleme frühzeitig erkennen.
Außerdem haben wir einige Tipps für dich:
Die Prämenopause beeinflusst Dauer und Häufigkeit der Menstruation: Die Blutungen werden tendenziell kürzer und die Zyklen können unregelmäßig werden. Leichte Blutungen außerhalb der Periode sind häufig – damit du dich jederzeit sicher und selbstbewusst fühlst, wähle 100 % biologischen Schutz. Die revolutionären ENROUSH Produkte sind von Frauen für Frauen entwickelt und stellen deine Gesundheit und die Fürsorge für deinen Körper an erste Stelle.

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Unmittelbar nach der Geburt haben Frauen sehr starke Blutungen – das ist kein Grund zur Sorge. Diese Blutung ist in den ersten 5–7 Tagen der Zeit direkt nach der Geburt besonders stark und dauert insgesamt 3 bis 4 Wochen.