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Der Unterschied zwischen Menorrhagie und einer normalen Menstruation

Menorrhagie (starke Menstruation) – Was ist das & wie äußert sie sich?

Hattest du schon einmal starke vaginale Blutungen, hast sie aber für völlig normal gehalten? Vielleicht hat dir sogar deine Frauenärztin bestätigt, dass du gesund bist und dir keine Sorgen machen musst. Dennoch sollte die Menstruation weder deinen Alltag noch dein allgemeines Wohlbefinden beeinträchtigen. Wenn du also alle zwei Stunden die Binde wechseln musst, steckt möglicherweise eine häufige Menstruationsstörung dahinter: die Menorrhagie.

 

Was ist Menorrhagie?

Menorrhagie ist der medizinische Fachbegriff für eine übermäßig starke und verlängerte Menstruationsblutung. Auch wenn eine kräftige Blutung viele Frauen beunruhigt, ist der Blutverlust bei den meisten nicht so hoch, dass er als Menorrhagie eingeordnet werden müsste.

 

Symptome – Wie äußert sich eine Menorrhagie?

Bei einer Menorrhagie kannst du deinen Alltag nicht wie gewohnt bewältigen: Der starke Blutverlust und die Menstruationskrämpfe werden zu einem echten Problem.

Natürlich gibt es keine allgemeingültige medizinische Vorgabe dazu, wie viel Blut bei einer normalen Menstruation verloren geht – doch anhand deiner eigenen Erfahrung merkst du schnell, ob deine Periode stärker als üblich ist. Meist geht die Menorrhagie mit anhaltenden Schmerzen im Unterbauch und großen Blutklumpen einher. Über Blutklumpen sprechen wir ausführlich in unserem Artikel, den du hier findest.

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Zu den Anzeichen und Symptomen einer Menorrhagie gehören außerdem:

  • eine oder mehrere Damenbinden pro Stunde sind über mehrere Stunden hinweg vollständig durchtränkt
  • die Notwendigkeit, doppelten Schutz zu verwenden, um die Blutung zu kontrollieren
  • nachts aufwachen zu müssen, um die Binde zu wechseln
  • Blutungen, die länger als 7 Tage andauern
  • Einschränkung der täglichen Aktivitäten aufgrund der starken Blutung
  • typische Anämie-Symptome wie Müdigkeit, Kraftlosigkeit oder Atemnot

 

Normale Menstruation vs. starke Menstruation

Der Menstruationszyklus dauert üblicherweise 28 Tage (mit Schwankungen zwischen 25 und 35 Tagen), die Blutung selbst etwa 4–5 Tage. Bedenklich wird es, wenn die Blutung länger als 7 Tage anhält und du die Binde in Abständen von weniger als zwei Stunden wechseln musst.  

Mehr über die Menstruation und alles, was dazugehört, liest du in unserem Artikel Menstruation – ALLES, was du wissen musst.

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Bei einer normalen Menstruation beträgt der Gesamtblutverlust 30–40 Milliliter; bei einer Menorrhagie ist die Menge der vaginalen Blutung mindestens doppelt so hoch.

 

Wann solltest du zum Arzt gehen?

Wenn du folgende Symptome bemerkst, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen: 

  • vaginale Blutungen, die so stark sind, dass mindestens eine Binde pro Stunde über mehr als zwei Stunden vollständig durchtränkt wird
  • Blutungen zwischen den Perioden oder unregelmäßige vaginale Blutungen
  • jede vaginale Blutung, die nach der Menopause auftritt

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Starke Menstruation – Ursachen

Manchmal bleiben die Ursachen der Blutung unbekannt, in anderen Fällen sind sie ein Hinweis auf eine schwerwiegendere Erkrankung. Dazu zählen:

  • Hormonelles Ungleichgewicht: In einem normalen Zyklus regelt das Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, die sich während der Menstruation löst und abgestoßen wird. Bei einem Ungleichgewicht baut sich die Schleimhaut übermäßig auf, was zu einer sehr starken Blutung führt.
  • Eierstockfunktionsstörung: Wird während des Zyklus keine Eizelle freigesetzt, produziert der Körper kein Progesteron – das kann eine Menorrhagie auslösen.
  • Uterusmyome: Diese gutartigen (nicht krebsartigen) Tumoren entstehen in der Gebärmutter während der fruchtbaren Lebensphase der Frau und können sehr starke oder verlängerte Menstruationsblutungen verursachen.
  • Intrauterinpessare: Menorrhagie ist eine der möglichen Nebenwirkungen der Verhütung mit einer Spirale.
  • Schwangerschaftskomplikationen: Eine einzelne verspätete und sehr starke Blutung kann Folge einer (Spontan-)Fehlgeburt sein oder durch eine ungewöhnliche Lage der Plazenta entstehen.
  • Krebs: Gebärmutter- oder Gebärmutterhalskrebs können starke Blutungen verursachen – besonders relevant ist dies nach der Menopause.
  • Vererbte Gerinnungsstörungen: Manche Blutgerinnungsstörungen sind genetisch bedingt und können zu einer anormalen Menstruation führen.
  • Medikamente: Entzündungshemmende Mittel, Hormonpräparate (Östrogene, Gestagene) oder Antikoagulanzien können starke und verlängerte Blutungen begünstigen.
  • Andere Erkrankungen: Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen und weitere Krankheitsbilder können mit einer Menorrhagie in Verbindung stehen.

 

Risikofaktoren – Wer kann eine Menorrhagie entwickeln?

Je nach Alter und Begleiterkrankungen können bestimmte Risikofaktoren erklären, warum du unter einer Menorrhagie leidest. In einem normalen Zyklus regt die Freisetzung der Eizelle den Körper dazu an, Progesteron zu produzieren – jenes weibliche Hormon, das für die Regelmäßigkeit der Menstruation verantwortlich ist. Wird keine Eizelle freigesetzt, kann die zu geringe Progesteronmenge eine starke Blutung verursachen.

Bei Jugendlichen ist die Menorrhagie meist auf eine Anovulation zurückzuführen. Besonders im ersten Jahr nach der ersten Periode treten häufig anovulatorische Zyklen auf.

Bei älteren Frauen wird die Menorrhagie typischerweise durch eine Erkrankung der Gebärmutter verursacht, etwa durch Myome oder die bereits genannten Krankheitsbilder.

 

Menorrhagie – Diagnose

Um eine Diagnose stellen zu können, wird dich der Arzt zu deiner Krankengeschichte und deinen Menstruationszyklen befragen. Sehr wahrscheinlich wird dir empfohlen, ein Zyklustagebuch zu führen – also die blutungsfreien Tage zu notieren und zusätzlich Angaben zur Stärke der Blutung, zur Anzahl der verwendeten Binden und Ähnlichem zu machen. 

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Weitere Untersuchungen, die dir dein Arzt empfehlen kann, sind:

  • Blutuntersuchungen
  • Pap-Test (Zervixabstrich)
  • Endometriumbiopsie
  • Ultraschall
  • Sonohysterographie
  • Hysteroskopie

 

Menorrhagie – Behandlung

Die Behandlung wird individuell abgestimmt und richtet sich unter anderem nach:

  • allgemeinem Gesundheitszustand und Krankengeschichte
  • Ursache und Schweregrad der Erkrankung
  • Verträglichkeit bestimmter Medikamente, Eingriffe und Therapien
  • Familienplanung
  • Auswirkungen der Beschwerden auf den Lebensstil
  • persönlichen Vorlieben

Es gibt also keine allgemeingültige Behandlung – meist umfasst sie jedoch Medikamente und/oder medizinische Eingriffe.

 

Medikamentöse Behandlung

Bei Menorrhagie können nichtsteroidale Antirheumatika, Tranexamsäure, orale Kontrazeptiva, oral verabreichtes Progesteron oder hormonhaltige Intrauterinpessare verordnet werden. Bei einer Anämie können zusätzlich Eisenpräparate verschrieben werden.

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Chirurgische Behandlung

War die medikamentöse Therapie nicht erfolgreich, können chirurgische Optionen empfohlen werden, und zwar:

  • Dilatation und Kürettage – der Arzt erweitert den Gebärmutterhals und entfernt das Gewebe der Gebärmutterschleimhaut, um die Blutung zu verringern. Dieser Eingriff ist häufig und erfolgreich, muss jedoch möglicherweise wiederholt werden, wenn die Menorrhagie erneut auftritt.
  • Uterusarterienembolisation – bei Frauen, deren Menorrhagie durch Myome verursacht wird, besteht das Ziel darin, die Myome zu verkleinern, indem die Gebärmutterarterien verschlossen und so die Blutversorgung unterbrochen wird.
  • Ultraschallgesteuerter Eingriff – dieses Verfahren behandelt durch Myome verursachte Blutungen, indem es die Myome verkleinert; Schnitte sind dabei nicht erforderlich.
  • Myomektomie – bei diesem Eingriff wird das Myom chirurgisch entfernt; je nach Größe, Anzahl und Lage erfolgt der Eingriff über den Bauchraum oder durch Vagina und Gebärmutterhals.
  • Hysterektomie – bei diesem Eingriff werden Gebärmutter und Gebärmutterhals entfernt. Es handelt sich um eine dauerhafte Lösung, die zu Unfruchtbarkeit führt und die Menstruation beendet.

 

Unbehandelte Menorrhagie – Komplikationen

Bleibt eine Menorrhagie unbehandelt, kann es zu Komplikationen wie Anämie und starken Schmerzen kommen. 

Die Anämie entsteht durch den Blutverlust und die dadurch verringerte Anzahl roter Blutkörperchen. Eine Menorrhagie kann den Eisenspiegel so stark senken, dass das Risiko einer Eisenmangelanämie steigt. Anzeichen und Symptome sind: blasse Haut, Schwäche und Müdigkeit. Auch wenn die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, wird das Problem durch die starken Blutungen zusätzlich verschärft.

Die starken Schmerzen treten gemeinsam mit der Menorrhagie auf und äußern sich in schmerzhaften, langanhaltenden Krämpfen.

 

Menorrhagie vorbeugen

Um gut auf dich zu achten, solltest du einmal jährlich eine vollständige gynäkologische Untersuchung wahrnehmen. Dort kann dich der Arzt entsprechend deiner Bedürfnisse beraten und mögliche Probleme frühzeitig erkennen.

Außerdem haben wir einige Tipps für dich:

  • Achte auf eine gesunde Ernährung und einen ausgeglichenen Lebensstil ohne Stress und Schlafmangel.
  • Nimm dir regelmäßig Zeit für Sport.
  • Nimm die Intimhygiene ernst und wechsle die verwendeten Binden regelmäßig.
  • Nutze entzündungshemmende Mittel, wenn du die Menstruationsbeschwerden lindern möchtest.

 

Starke Menstruation in der Prämenopause

Die Prämenopause beeinflusst Dauer und Häufigkeit der Menstruation: Die Blutungen werden tendenziell kürzer und die Zyklen können unregelmäßig werden. Leichte Blutungen außerhalb der Periode sind häufig – damit du dich jederzeit sicher und selbstbewusst fühlst, wähle 100 % biologischen Schutz. Die revolutionären ENROUSH Produkte sind von Frauen für Frauen entwickelt und stellen deine Gesundheit und die Fürsorge für deinen Körper an erste Stelle.

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Starke Blutungen nach der Geburt

Unmittelbar nach der Geburt haben Frauen sehr starke Blutungen – das ist kein Grund zur Sorge. Diese Blutung ist in den ersten 5–7 Tagen der Zeit direkt nach der Geburt besonders stark und dauert insgesamt 3 bis 4 Wochen.

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