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Alles, was du über Tampons wissen musst

Tampons gehören zu den praktischsten Menstruationsprodukten auf dem Markt – doch wenn du gerade erst deine Periode bekommen hast, kann der Gedanke an das Einführen eines Tampons durchaus einschüchternd wirken! Tampons sind jedoch sicher und ein äußerst beliebtes Produkt für die Aufnahme von Menstruationsblut, weil sie mehr Bewegungsfreiheit bieten. Du musst nur verstehen, wie sie funktionieren, und dich mit dem Gedanken vertraut machen, sie zu benutzen!

 

Was sind Tampons?

Tampons sind kleine Produkte aus Baumwolle, die in die Scheide eingeführt werden und das Menstruationsblut aufnehmen. Manche Tampons haben einen Applikator, der dir beim Einführen hilft, andere kommen ohne Applikator. In der Regel haben Tampons ein Rückholbändchen am Ende, damit du sie problemlos wieder entfernen kannst.

Warum haben wir Angst vor Tampons? Erfahre alles über diese Menstruationsprodukte – von ihrer Geschichte über verbreitete Vorurteile bis hin zu echten Problemen! ➡ Mehr erfahren

 

Wann kamen die ersten Tampons auf?

„1945 veröffentlichte das Journal of the American Medical Association die erste umfassende Studie zu Tampons. Einige der neuen, beliebten Tampons mit Applikator wurden aus absorbierender Baumwolle hergestellt, erklärte der Autor der Studie, Robert L. Dickinson, während einer aus Baumwollgarn und ein anderer aus Krepppapier bestand, das mit einem Netz aus Fäden zusammengehalten wurde. Alle hatten ein wasserundurchlässiges Rückholbändchen und ‚einen Einführhelfer, mit dem sich der Tampon dank eines Pappröhrchens in jeder Tiefe platzieren lässt‘. In Deutschland entwickelte etwa zur gleichen Zeit die Gynäkologin Judith Esser-Mittag einen digitalen Tampon (also einen ohne Applikator), der später O.B.-Tampon genannt werden sollte – und der in vielen Teilen der Welt enorme Popularität erlangte.“ schreibt Ashley Fetters in The Tampon: A History

Die Vorteile von Tampons sind schon seit Jahrhunderten bekannt: Die alten Ägypterinnen waren die ersten, die Tampons verwendeten! Diese bestanden aus aufgeweichtem Papyrus. Im antiken Rom stellten Frauen ihre eigenen Tampons aus Wolle her, und in Indonesien wurden sie aus Pflanzenfasern oder Gras gefertigt.

 

Woraus werden Tampons hergestellt?

Heute werden von der FDA zugelassene Tampons aus Baumwolle, Viskose oder einer Mischung aus beidem hergestellt. Die saugfähigen Fasern in handelsüblichen Tampons werden heute in einem Bleichverfahren ohne elementares Chlor produziert, wodurch verhindert wird, dass die Produkte gefährliche Dioxinwerte aufweisen (Dioxin ist ein Umweltschadstoff).

Grundsätzlich besteht ein Tampon aus mehreren Teilen:

  • einem Applikator mit Schieber
  • dem Tampon selbst, der das Blut aufnimmt
  • einem Rückholbändchen

Warum haben wir Angst vor Tampons? Erfahre alles über diese Menstruationsprodukte – von ihrer Geschichte über verbreitete Vorurteile bis hin zu echten Problemen! ➡ Mehr erfahren

Nicht alle Tampons haben einen Applikator. Alle sind jedoch Einwegprodukte, das heißt, sie werden nach der Verwendung entsorgt. Applikatoren können aus Pappe oder Kunststoff bestehen.

 

Wie wähle ich die richtige Tampongröße?

Tampons gibt es mit unterschiedlichen Saugstärken, von Mini bis Super. Ob du dich für die leichte, normale oder Super-Variante entscheidest – die Größe gibt die Saugstärke an. Achte bei der Wahl darauf, immer die geringste Saugstärke zu nehmen, die für deinen Blutungsverlauf am jeweiligen Tag ausreicht. 

Es gibt also mehrere Größen zur Auswahl, und es kann etwas Ausprobieren erfordern, bis du die passende gefunden hast. Wichtig zu wissen: Die richtige Größe ist die, die deine Blutung aufnimmt, ohne dass etwas ausläuft, und die du gleichzeitig innerlich nicht spürst. Wenn du den Tampon spürst, ist er möglicherweise nicht weit genug eingeführt. 

Die Blutungsstärke kann zwischen dem ersten und letzten Tag der Periode sehr unterschiedlich sein – deshalb empfiehlt es sich, für alle Fälle mehrere Größen zur Hand zu haben.

Tamponarten

  • Mini-Tampons eignen sich für Tage mit leichter Blutung, zum Beispiel am Anfang oder Ende der Periode.
  • Normal-Tampons eignen sich für leichte bis mittlere Blutungen.
  • Super-Tampons eignen sich für starke Blutungen.

Heute findest du auf dem Markt Tampons mit und ohne Applikator.

Warum haben wir Angst vor Tampons? Erfahre alles über diese Menstruationsprodukte – von ihrer Geschichte über verbreitete Vorurteile bis hin zu echten Problemen! ➡ Mehr erfahren

Was ist das Toxische Schocksyndrom?

Obwohl es mit der Verwendung von Tampons während der Menstruation in Verbindung gebracht wird, kann das Toxische Schocksyndrom jeden Menschen betreffen – unabhängig von Alter und Geschlecht. Die Symptome treten plötzlich auf und entwickeln sich rasch: Wird es diagnostiziert, muss sofort behandelt werden, denn es handelt sich um eine schwere, potenziell lebensbedrohliche Erkrankung.


Menschen, die während der Menstruation Tampons verwenden, haben ein höheres Risiko, dieses Syndrom zu entwickeln. Die Mechanismen sind noch nicht vollständig verstanden, konnten aber mit dem Vorhandensein hochgiftiger Inhaltsstoffe in Verbindung gebracht werden, die als hormonelle Disruptoren wirken. Lies gerne unseren ausführlichen Artikel zu diesem Thema, um mehr zu erfahren!

 

So verwendest du Tampons sicher

Die ersten Male mit einem Tampon können sich ungewohnt anfühlen – doch richtig platziert bietet dir ein Tampon Komfort und Sicherheit.

So führst du einen Tampon ein 

Wenn du einen Tampon ohne Applikator verwendest (weniger Plastik und leichter zu transportieren), wasche dir zuerst die Hände und prüfe, ob die Verpackung des Tampons vollständig verschlossen ist.

Entferne die Verpackung und entsorge sie gemäß den Hinweisen auf der Verpackung, dann rolle das Rückholbändchen aus. Lege den Zeigefinger an das untere Ende des Tampons und halte ihn seitlich mit Daumen und Mittelfinger. Ob du sitzt (auf der Toilette) oder stehst und dich abstützt – denk daran, dich zu entspannen und zu atmen. Mit der freien Hand kannst du den Scheideneingang leicht offen halten.

Führe den Tampon dann mit der ganzen Länge deines Zeigefingers sanft ein, in Richtung des unteren Rückens. Wenn der Tampon richtig sitzt, spürst du ihn überhaupt nicht. Und falls du ihn spürst, schiebe ihn noch ein Stück weiter hinein. Lass das Bändchen außerhalb des Körpers hängen und wasche dir die Hände.

Woran erkenne ich, dass der Tampon richtig sitzt?

Wenn der Tampon korrekt verwendet wird, solltest du ihn überhaupt nicht spüren. Sitzt er nicht richtig, verspürst du Unbehagen oder sogar Schmerzen. Achte deshalb immer darauf, ihn im richtigen Winkel und weit genug einzuführen. 

Was mache ich mit dem Bändchen, das heraushängt?

Das Rückholbändchen ist entscheidend, um den Tampon später wieder entfernen zu können. Du kannst es problemlos heraushängen lassen. Schiebe es nicht mit in die Scheide.

So entfernst du einen Tampon

Okay, jetzt ist es Zeit, den Tampon zu entfernen. Wie geht das? Entspanne zunächst deine Beckenmuskulatur und deinen Körper. Du kannst auf der Toilette sitzen oder stehen und dich auf einem Bein abstützen, wenn dir das leichter fällt. Das Entfernen ist einfach: Zieh einfach am Rückholbändchen. 

Was du wissen solltest: Ein Tampon kann sich nicht in deinem Körper verlieren und nicht durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter gleiten! Der Gebärmutterhalskanal ist viel zu eng. Er lässt lediglich das Menstruationsblut austreten, ist aber nicht groß genug für einen Tampon!

 

Was ist der Unterschied zwischen herkömmlichen und Bio-Tampons?

Falls du dich gefragt hast, was der Unterschied zwischen Tampons aus herkömmlicher Baumwolle und solchen aus 100 % Bio-Baumwolle ist – es gibt gleich mehrere!

Meist fragen wir uns gar nicht, woraus ein Tampon eigentlich besteht. Wer genauer hinschaut, weiß jedoch: Herkömmliche Tampons können giftige Inhaltsstoffe enthalten, die leicht ins Blut aufgenommen werden, dazu endokrine Disruptoren, Duftstoffe und Pestizide. Ja, das klingt ziemlich beängstigend … und das zu Recht! Aber hast du dich schon mal gefragt, warum die Inhaltsstoffe so wichtig sind? 

Deine Scheide ist extrem aufnahmefähig, und im direkten Kontakt mit diesen Stoffen steigt das Risiko für:

  • Hormonelles Ungleichgewicht
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Reizungen und Allergien
  • Verschiedene Infektionen
  • Menorrhagie
  • Endometriose
  • Diabetes

Chemikalien, Kunststoffe und Toxine in den meisten Menstruationsprodukten – auch in Tampons – können Vaginitis, bakterielle Vaginose und Infektionen verursachen. 

Warum haben wir Angst vor Tampons? Erfahre alles über diese Menstruationsprodukte – von ihrer Geschichte über verbreitete Vorurteile bis hin zu echten Problemen! ➡ Mehr erfahren

Gynäkologinnen und Gynäkologen empfehlen Tampons aus Bio-Baumwolle – ohne Duftstoffe, Chlor oder Farbstoffe. Und die gute Nachricht: ENROUSH Tampons enthalten nur einen einzigen Inhaltsstoff: 100 % Bio-Baumwolle. Kein Plastik, keine Duftstoffe, kein Chlor, keine Pestizide, keine GVO und keine anderen Giftstoffe.

Die Bio-Tampons von ENROUSH bestehen aus 100 % Bio-Baumwolle – ohne Nebenwirkungen für deine Gesundheit und ohne Belastung für die Umwelt. Beim Anbau von Bio-Baumwolle werden keine Pestizide eingesetzt, und die Landwirtschaft ist nachhaltig, zum Schutz der natürlichen Ressourcen und der Biodiversität.

 

Mythen über Tampons

Ein Tampon kann sich in deinem Körper verlieren oder feststecken

Falsch. Ein Tampon kann sich in dir nicht verlieren! Vom Einführen bis zum Entfernen bleibt er genau an einer Stelle. Er kann nicht durch den Gebärmutterhals gelangen und sich nicht in dir verlieren. Der Tampon kann auch nicht in die Gebärmutter gelangen, weil die Öffnung des Gebärmutterhalses dafür zu klein ist. Solltest du aus irgendeinem Grund Schwierigkeiten haben, einen Tampon zu entfernen, zögere nicht, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. 

Tampons bleiben nicht stecken! Wenn du das Gefühl hast, dass sich beim Ziehen am Bändchen nichts bewegt, ist er höchstwahrscheinlich noch nicht voll oder deine Scheidenmuskulatur ist zu angespannt. Wenn du ihn entfernen möchtest, ist es wichtig, dich zu entspannen. 

Tampons sollte man nachts nicht tragen

Falsch. Ein Tampon kann auch nachts getragen werden, und du kannst problemlos damit schlafen. Die allgemeine Empfehlung lautet jedoch, einen Tampon nicht länger als 8 Stunden zu tragen – ideal sind 4 bis 6 Stunden. Du musst nur darauf achten, den Tampon direkt vor dem Schlafengehen und gleich nach dem Aufwachen zu wechseln! Und wenn du morgens länger schlafen möchtest, wähle stattdessen eine Bio-Nachtbinde.

Ein zu kleiner Tampon schützt mich nicht ausreichend

Falsch. Denn mehr Saugkraft ist nicht immer die beste Wahl! Warum? Tampons mit hoher Saugstärke sind ausschließlich für Tage mit starker Blutung gedacht. Ist das nicht der Fall, empfiehlt es sich, Tampons mit geringerer Saugstärke zu verwenden und sie regelmäßig zu wechseln.

Außerdem sind die Fasern eines Tampons aus 100 % Bio-Baumwolle unabhängig von der Größe extrem saugfähig, mit gleichmäßig verteilter Saugkraft. Er hält das Menstruationsblut zurück, bis du ihn wechselst – und achte bei der Größenwahl darauf, die richtige Saugstärke passend zu deiner Blutung zu finden. Wenn du zum ersten Mal einen Tampon verwendest, wähle ENROUSH Mini, denn er lässt sich am leichtesten einführen. Bei mittlerer oder starker Blutung greife zu ENROUSH Normal.

Man muss den Tampon jedes Mal wechseln, wenn man zur Toilette geht

Nein, muss man nicht! Auch wenn es sich vielleicht unangenehm anfühlt, ist es nicht nötig, ihn bei jedem Toilettengang zu entfernen: Scheide, Harnröhre und Darm sind getrennte Organe mit jeweils eigener Öffnung. Du hast also die Wahl. 

Tampons nehmen die Jungfräulichkeit und können bei der ersten Periode nicht verwendet werden

Falsch. Du kannst Tampons schon bei deiner ersten Periode, der Menarche, verwenden. Das Hymen ist elastisch und weist eine Öffnung auf beziehungsweise bedeckt die Scheide nur teilweise, damit das Menstruationsblut abfließen kann. Ein Tampon kann also nicht „entjungfern“. Mehr noch: Jungfräulichkeit ist ein soziales Konzept und kein Ding (genauer gesagt kein Häutchen), das man „verliert“ – dazu haben wir in diesem Artikel mehr geschrieben!

Tampons erhöhen das Krebsrisiko

Falsch. Tampons können das Risiko für Gebärmutterhalskrebs nicht erhöhen, denn dieser wird in über 90 % der Fälle durch das HP-Virus verursacht. Allerdings kann die falsche Verwendung eines Tampons, die Nutzung von Tampons mit Dioxin, Duftstoffen, Chlor und versteckten Substanzen oder das zu lange Tragen eines Tampons das Risiko für das Toxische Schocksyndrom erhöhen. Solange du sie jedoch korrekt verwendest und einen einzigen Inhaltsstoff wählst – zertifizierte 100 % Bio-Baumwolle – brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

Es ist gefährlich, einen Tampon länger als 4 Stunden zu tragen 

Falsch. Tampons können bis zu 8 Stunden getragen werden – alles hängt von deiner Blutung ab. Normalerweise wechselt man einen Tampon bei mittlerer oder starker Blutung alle 3 bis 6 Stunden, einen Mini-Tampon bei leichter Blutung alle 6 bis 8 Stunden. 

Deine Blutungsstärke bestimmt also allein, wann du den Tampon wechseln musst. Wie prüfst du, ob es Zeit ist? Ganz einfach! Zieh leicht am Rückholbändchen: Bewegt sich der Tampon mühelos, ist er ausreichend voll. Bewegt er sich nicht, ist er noch nicht genug gesättigt und du kannst ihn noch länger tragen. 

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