Eine der wirksamsten Methoden, sich vor unerwünschten Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Infektionen zu schützen, ist das Kondom. Doch es funktioniert nur unter einer Voraussetzung: Du musst es richtig anwenden. Weißt du, wie man ein Kondom korrekt überzieht?
Die gute Nachricht: Es ist ganz einfach. In diesem Artikel erfährst du alles, was du über den richtigen Zeitpunkt und die richtige Anwendung wissen musst – und welche Risiken und Fehler du sowohl für deine eigene Sicherheit als auch für die deines Partners vermeiden solltest.
Das Kondom ist ein Verhütungsmittel der Barrieremethode. Was bedeutet das? Es wird vor dem Geschlechtsverkehr über den Penis gerollt und bildet dadurch eine physische Barriere, die den direkten Kontakt zwischen den Körpern beider Partner verhindert.
Warum ist es so entscheidend, dass es sich um eine Barrieremethode handelt? Weil sich daraus zwei wesentliche Funktionen ergeben:
Die Fachliteratur hat bestätigt, dass die korrekte Anwendung des Kondoms der wichtigste Faktor für dessen Wirksamkeit als Verhütungsmittel ist. Richtig angewendet schützt es mit einer Wirksamkeit von rund 97 % vor unerwünschten Schwangerschaften.
Kurz zusammengefasst: Das Kondom ist ein Barrieremittel aus Latex, Polyurethan, Nitril oder anderen Materialien, das beim Geschlechtsverkehr verwendet wird, um das Risiko einer unerwünschten Schwangerschaft oder einer sexuell übertragbaren Infektion deutlich zu senken.
Das Kondom erfüllt zwei zentrale Aufgaben.
Es schützt vor unerwünschten Schwangerschaften, weil es das Sperma beim Samenerguss auffängt und den direkten Kontakt mit dem Körper der Partnerin verhindert.
Gleichzeitig schützt es vor sexuell übertragbaren Krankheiten, da es jeden Austausch von Körperflüssigkeiten zwischen beiden Körpern verhindert. So kommt beispielsweise eine bereits 2015 veröffentlichte Studie zu dem Ergebnis, dass Kondome einen maximalen Schutz von über 90 % gegen Infektionen wie HIV, Hepatitis B und Gonorrhoe bieten.
Die Geschichte des Kondoms als Mittel für sichereren Sex ist lang, wie die Fachliteratur zeigt. In seinen frühen Formen wurde es bereits in der Antike verwendet – und schon damals diente es sowohl der Verhütung von Schwangerschaften als auch dem Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
Die ersten Formen und Anwendungen werden mit König Minos von Kreta in Verbindung gebracht, dessen Frau eine Ziegenblase zum Schutz verwendete. Im alten Ägypten nutzte man eine Art Kappen für die Eichel, die je nach sozialer Schicht unterschiedlich gefärbt waren. Die alten Römer verwendeten Tierblasen vor allem, um Geschlechtskrankheiten zu verhindern – nicht Schwangerschaften. Mit anderen Worten: Kondome wurden im Laufe der Zeit aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt, lange bevor die modernen Varianten aus Latex entstanden.
Heute gibt es Dutzende Kondomarten, die sowohl unterschiedlichen Bedürfnissen als auch allen Vorlieben gerecht werden. Sie unterscheiden sich vor allem im Material, aber auch in der Anwendung, der Oberflächenstruktur und weiteren Merkmalen:
Mit anderen Worten: Es gibt Dutzende verschiedene Kondomarten, sodass jedes Paar die passende Variante finden kann, um sowohl wirksamen Schutz als auch Lust und Komfort zu genießen.

Die Wirksamkeit des Kondoms als Verhütungs- und Schutzmittel hängt von einer zentralen Voraussetzung ab: der korrekten Anwendung. Das Kondom muss bei jedem vaginalen Geschlechtsverkehr verwendet werden – ohne Ausnahme, von Anfang bis Ende.
Einfache Fehler wie eine falsche Größe oder falsches Überziehen können die Wirksamkeit drastisch verringern. Anders gesagt: Du kannst keinen wirksamen Schutz erwarten, wenn du den Geschlechtsverkehr ohne Kondom beginnst und es zu spät überziehst, wenn du es vor dem Ende entfernst, wenn du es umdrehst oder wenn es verrutscht oder reißt.
Klinische Studien bestätigen dies. In einer Studie mit 509 Jugendlichen, die auf sexuell übertragbare Infektionen getestet wurden, hatte die korrekte und konsequente Kondomnutzung beispielsweise eine Schutzwirkung gegen Chlamydien – das Risiko sank um etwa 60 % – und eine sehr hohe Schutzwirkung gegen Gonorrhoe mit einer Risikoreduktion von rund 90 %.
Bei perfekter Anwendung liegt die kontrazeptive Wirksamkeit des Kondoms laut offiziellen Daten bei etwa 98 %. Im Alltag wendet man es jedoch nicht immer perfekt an. Durch falsche Handhabung oder menschliche Fehler beim Überziehen kann die Wirksamkeit bei typischer Anwendung auf etwa 82–85 % sinken.
Es besteht also ein direkter Zusammenhang zwischen der korrekten Anwendung und dem Schutzniveau, das dir das Kondom bietet. Je konsequenter und korrekter du es verwendest, desto geringer ist das Risiko einer unerwünschten Schwangerschaft oder einer sexuell übertragbaren Infektion.
Wird das Kondom nicht richtig übergezogen, kann es beim Geschlechtsverkehr verrutschen oder reißen – und damit ist der Schutz nicht mehr gewährleistet.
In solchen Situationen ist die physische Barriere zwischen Sperma und Vagina praktisch aufgehoben, wodurch das Risiko einer unerwünschten Schwangerschaft steigt. Und natürlich gilt dasselbe für Körperflüssigkeiten, die durch den direkten Kontakt Infektionen übertragen können.
Die richtige Anwendung des Kondoms beginnt nicht erst beim Geschlechtsverkehr, sondern schon früher – bereits bei der Auswahl des Produkts. Es ist wichtig, es zu prüfen und sich gut vorzubereiten, um häufige unangenehme Situationen wie Reißen oder Allergien zu vermeiden.
Bevor du ein Kondom verwendest, prüfe zuerst das Haltbarkeitsdatum. Ein abgelaufenes Kondom kann seine Elastizität und Reißfestigkeit verlieren, wodurch das Risiko des Reißens steigt.
Achte außerdem darauf, dass die Verpackung unbeschädigt ist, keine Risse aufweist und keine Stellen hat, an denen Luft entwichen ist. Ist die Verpackung beschädigt, verwende das Kondom nicht – es besteht das Risiko, dass es nicht mehr sicher ist.
Als allgemeine Sicherheitsmaßnahme gilt: Verwende niemals Kondome, die aus irgendeinem Grund beschädigt wirken. Selbst kleine Defekte können den Schutz beeinträchtigen.
Zur richtigen Vorbereitung gehört auch die Art, wie du Kondome aufbewahrst. Wusstest du, dass hohe Temperaturen das Material schädigen und brüchiger machen können, was die Wirksamkeit beeinträchtigt?
Bewahre sie an einem trockenen, kühlen Ort auf – geschützt vor Hitze, Feuchtigkeit und Reibung. Es ist zum Beispiel keine gute Idee, ein Kondom längere Zeit im Portemonnaie aufzubewahren, wo ständige Reibung und Druck das Material beschädigen können, selbst wenn die Verpackung unversehrt aussieht.
Die Kondomgröße richtet sich nicht nach persönlicher Vorliebe, sondern nach der korrekten Passform. Warum? Weil ein zu enges Kondom leicht reißen kann und ein zu weites beim Sex verrutschen kann.
Ein Kondom soll Sicherheit und Komfort bieten – und das kann es nur, wenn du die richtige Größe wählst, die einen sicheren Sitz ermöglicht und das Risiko von Unfällen senkt. In der Regel sind drei Standardvarianten verfügbar, die auf unterschiedliche anatomische Verhältnisse abgestimmt sind:
Wie findest du die richtige Größe? Zunächst solltest du wissen, dass die Kondomgröße über die nominale Breite angegeben wird. Diese entspricht der Hälfte des Umfangs. Bei einem Kondom mit einer nominalen Breite von 47 mm beträgt der Umfang also 94 mm.
Empfohlen wird, dass der Umfang des Kondoms mindestens 10 % geringer ist als der Penisumfang, damit das Kondom gut sitzt.
Bei der Wahl der Kondomart solltest du drei wesentliche Aspekte berücksichtigen: wirksamen Schutz, Empfindlichkeiten und persönliche Vorlieben.
Wirksamer Schutz beim Geschlechtsverkehr hängt von der korrekten Anwendung ab. Die beiden anderen Aspekte betreffen die Wahl des passenden Produkts.
Kondome aus Latex sind am günstigsten und am weitesten verbreitet. Sie sind reißfest, elastisch und bieten wirksamen Schutz vor Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Krankheiten. Wenn einer der Partner jedoch empfindlich auf Latex reagiert, sind sie keine gute Wahl. Es gibt latexfreie Varianten aus Polyurethan oder anderen Materialien, die ein vergleichbares Schutzniveau bieten – ohne das Risiko von Allergien oder Unbehagen.
Die Menge des Gleitmittels auf dem Kondom ist ein weiterer wichtiger Faktor. Die meisten Produkte sind bereits befeuchtet, um Reibung zu reduzieren und den Komfort zu erhöhen. Doch die Vorlieben sind von Paar zu Paar unterschiedlich. Du verwendest lieber ein bestimmtes, separat gewähltes Gleitmittel? Dann entscheide dich für unbefeuchtete Kondome. Oder wünschst du dir im Gegenteil noch mehr Gleitfähigkeit? Auch dafür gibt es extra befeuchtete Kondome.

Wie bereits mehrfach erwähnt, ist die korrekte Anwendung die Voraussetzung für die volle Wirksamkeit des Kondoms. Und diese hängt maßgeblich davon ab, wie richtig es von Beginn des Geschlechtsverkehrs an übergezogen wird.
Das Kondom wird immer nur auf den erigierten Penis aufgesetzt, vor jedem sexuellen Kontakt, und zwar unter genauer Beachtung aller folgenden Schritte.
Die Verpackung sollte vorsichtig an der dafür markierten Kante aufgerissen werden. Verwende keine Fingernägel oder scharfen Gegenstände, um ein Verkratzen oder eine versehentliche Beschädigung des Produkts zu vermeiden.
Prüfe das Kondom immer, um die richtige Abrollrichtung zu erkennen. Es muss so positioniert werden, dass es sich leicht abrollen lässt. Der Rand sollte nach außen zeigen, damit es sich natürlich nach unten abrollt.
Es empfiehlt sich, vor dem Überziehen einen kurzen Test zu machen. Die Prüfung ist einfach: Du setzt das Kondom auf die Penisspitze oder auf deine Finger und versuchst ganz sanft, ob es sich ohne Widerstand nach unten abrollt. Lässt es sich nicht leicht abrollen, ist es falsch ausgerichtet und muss umgedreht werden.
Achte nur darauf, den Test mit sanften Bewegungen durchzuführen, ohne das Material zu forcieren oder zu dehnen, damit das Kondom nicht beschädigt wird.
Drücke vor dem Abrollen die Spitze des Kondoms – das sogenannte Reservoir – leicht zusammen, um die Luft zu entfernen. Das Reservoir soll das Sperma beim Samenerguss auffangen; mit diesem Schritt stellst du sicher, dass genügend Platz für das Sperma bleibt und das Kondom nicht reißt.
Das Kondom wird nur aufgesetzt, wenn der Penis erigiert ist. Es wird auf die Spitze gesetzt – prüfe die korrekte Position, bevor du es nach unten abrollst.
Achte darauf, das Kondom vollständig bis zur Penisbasis abzurollen. Prüfe anschließend den Sitz, um sicherzugehen, dass es fest anliegt und beim Geschlechtsverkehr nicht verrutscht.
Das Kondom muss von Beginn des sexuellen Kontakts an verwendet werden, vor jeder Form der Penetration oder des Genitalkontakts, um jeden direkten Kontakt zwischen den Körperflüssigkeiten der Partner zu verhindern.
Einmal aufgesetzt, muss es während des gesamten Geschlechtsverkehrs an seinem Platz bleiben, um wirksamen Schutz zu bieten – auch vor dem Präejakulat, das Spermien und Krankheitserreger enthalten kann.
Ein weiterer Punkt, auf den du achten solltest, ist die Wahl eines kompatiblen Gleitmittels, falls du eines verwenden möchtest. Generell wird ein natürliches Gleitmittel auf Wasserbasis oder eines auf Silikonbasis empfohlen, das in Kombination mit Latex als sicher gilt. Es reduziert die Reibung und damit das Risiko des Reißens sowie Unbehagen. Meide Gleitmittel auf Ölbasis, da sie das Kondommaterial angreifen und dessen Reißfestigkeit verringern können.
Sehr wichtig: Wechsle das Kondom nach jedem Geschlechtsverkehr. Es ist ein Einwegprodukt und muss auch dann gewechselt werden, wenn du von einer Kontaktform zur anderen wechselst – ob oral, vaginal oder anal –, um Kontamination und Infektionsübertragung zu verhindern.
Sex während der Menstruation ist sicher, und das Schwangerschaftsrisiko ist in dieser Zeit generell geringer. Das bedeutet jedoch nicht, dass es bei null liegt. Eine Schwangerschaft ist auch während der Periode möglich, du brauchst also weiterhin eine Verhütungsmethode.
Zudem kann das Risiko einer Übertragung sexuell übertragbarer Infektionen während der Menstruation aufgrund des Kontakts mit Blut erhöht sein – ein weiterer Grund, warum die Kondomnutzung genauso wichtig bleibt.
Über den Schutz hinaus, der in jeder Zyklusphase gegeben ist, bietet die Kondomnutzung während der Periode weitere wichtige Vorteile, etwa in Bezug auf Hygiene und psychisches Wohlbefinden.
Nach dem Geschlechtsverkehr sollten beide Partner auf Hygiene achten. Der Partner entfernt das Kondom vorsichtig, hält dabei den unteren Rand fest, um ein Auslaufen zu vermeiden, und entsorgt es anschließend im Mülleimer – niemals wiederverwenden und nicht in die Toilette werfen.
Auch dir wird empfohlen, zur Toilette zu gehen, um zu urinieren, den Intimbereich sanft mit lauwarmem Wasser und einem natürlichen Intimgel zu reinigen und dafür zu sorgen, dass du mit hautfreundlichen Menstruationsprodukten geschützt bist.
Ein falscher Schritt beim Abnehmen des Kondoms kann den Schutz zunichtemachen, selbst wenn du bis dahin alle Anwendungsschritte perfekt befolgt hast. Es muss korrekt und vorsichtig entfernt werden, um Auslaufen und den versehentlichen Kontakt mit Körperflüssigkeiten zu verhindern, die das Schwangerschafts- oder Infektionsrisiko erhöhen können.
Das Kondom sollte unmittelbar nach dem Samenerguss entfernt werden, solange der Penis noch erigiert ist. Der Partner sollte nicht warten, bis die Erektion vollständig abgeklungen ist, denn dadurch sitzt das Kondom lockerer und kann leichter verrutschen, sodass der Inhalt austritt.
Vor dem Zurückziehen muss der untere Rand des Kondoms fest gehalten werden. Dieser Schritt verhindert das Verrutschen und hält die Flüssigkeit im Inneren, um ein versehentliches Auslaufen zu vermeiden.
Das Kondom wird langsam und vorsichtig abgezogen, unmittelbar nach dem Herausziehen des Penis aus der Vagina oder dem Anus. Wichtig ist, in diesem Moment direkten Kontakt mit dem Partner zu vermeiden, um Kontamination oder versehentliches Auslaufen zu verhindern.
Nach der Anwendung wird das Kondom am Ende zugeknotet, um Auslaufen zu verhindern, und anschließend im Mülleimer entsorgt.
Achtung: Es darf niemals in die Toilette geworfen werden. Es kann Verstopfungen verursachen und ist in herkömmlichen Abwassersystemen nicht biologisch abbaubar.
Auch wenn das Kondom bei korrekter Anwendung sehr sicher ist, gehört die falsche Handhabung zu den Hauptgründen für eine verminderte Wirksamkeit. Hier sind die häufigsten Fehler, auf die du achten und die du vermeiden solltest, um kompromisslosen Schutz zu genießen:
Wenn das Kondom reißt, bewahre zunächst Ruhe. Es ist keine Katastrophe, und es ist gut, dass du es bemerkt hast – so kannst du die Situation einschätzen und rechtzeitig die richtigen Entscheidungen treffen, um unerwünschte Folgen zu vermeiden.
Der erste Schritt ist, den Geschlechtsverkehr sofort zu unterbrechen, um die Exposition gegenüber Risikofaktoren zu reduzieren. Prüfe, was passiert ist, und stelle sicher, dass das Kondom vollständig entfernt wurde. Anschließend folgen die grundlegenden Hygienemaßnahmen: Sowohl du als auch dein Partner wascht den Intimbereich mit lauwarmem Wasser, ohne aggressive Reinigungsmittel.
Danach behandelst du die Situation einfach wie einen ungeschützten Geschlechtsverkehr.
Besteht das Risiko einer unerwünschten Schwangerschaft, kannst du die Notfallkontrazeption in Erwägung ziehen. Und was das Risiko einer sexuell übertragbaren Krankheit betrifft – insbesondere bei einem neuen Partner oder wenn du weißt, dass er infiziert ist –, ist ein Test notwendig. Dazu zählen Bluttests, Urintests oder Abstriche, um festzustellen, ob eine Infektion vorliegt.

Als allgemeine Regel solltest du dir merken: Das Kondom muss bei absolut jedem sexuellen Kontakt korrekt verwendet werden – ohne Ausnahme –, damit optimaler Schutz gewährleistet ist.
Genauso wichtig ist es, mit dem Partner vor dem Geschlechtsverkehr über alles zu sprechen, was Schutz und Vorlieben betrifft. Klärt, ob Empfindlichkeiten bestehen, und sprecht offen über eure Wünsche, um unangenehme Situationen zu vermeiden und Komfort und Sicherheit für beide zu erhöhen.
Sofern ihr nicht bereits wisst, welches Produkt für euch das richtige ist, könnt ihr verschiedene Kondomvarianten ausprobieren. So findet ihr heraus, was euch mehr Komfort bietet, und könnt entsprechend wählen.
Du hast noch weitere Fragen zur Kondomnutzung, weißt aber nicht, an wen du sie richten sollst? Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen zum richtigen Überziehen des Kondoms, zur Wahl der passenden Variante und zu den notwendigen Maßnahmen, wenn der Schutz beeinträchtigt ist.
Das Kondom muss vor jedem sexuellen Kontakt übergezogen werden und bis zum Ende an seinem Platz bleiben. Es ist wichtig, es von Anfang an zu verwenden, da auch das Präejakulat Spermien enthalten und Infektionen übertragen kann – der Schutz muss also während des gesamten Akts bestehen.
Bei korrekter Anwendung bei jedem sexuellen Kontakt bietet das Kondom mit rund 98 % einen sehr hohen Schutz vor unerwünschten Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Krankheiten. In der typischen, alltäglichen Anwendung kann die Wirksamkeit aufgrund von Anwendungsfehlern jedoch auf etwa 82–85 % sinken.
Wähle das Kondom immer nach deinen eigenen Bedürfnissen und Vorlieben. Latexkondome werden am häufigsten verwendet, latexfreie Varianten sind hingegen für Menschen mit Allergien oder empfindlicher Haut empfehlenswert. Je nach Vorliebe kannst du Kondome mit oder ohne Gleitmittel, mit oder ohne Rippen, mit verschiedenen Aromen oder in besonders dünner Ausführung wählen, damit du ein hohes Maß an Komfort und Lust erlebst.
Ja, du kannst ein Gleitmittel zusammen mit dem Kondom verwenden, musst aber sicherstellen, dass beide miteinander kompatibel sind. Latexkondome können in der Regel mit Gleitmitteln auf Wasser- oder Silikonbasis verwendet werden, die Reibung und Reißrisiko reduzieren. Gleitmittel auf Ölbasis solltest du meiden, da sie das Kondommaterial angreifen können.
Der erste Schritt ist, ruhig zu bleiben und den sexuellen Kontakt sofort zu unterbrechen. Schätze die Situation ein, ergreife die ersten Maßnahmen zur Intimhygiene und nutze bei Bedarf die Notfallkontrazeption. Je nach Risiko wird auch ein Test beider Partner auf sexuell übertragbare Krankheiten empfohlen.
Nein, es ist keineswegs empfehlenswert, zwei Kondome gleichzeitig zu verwenden. Die Reibung zwischen den beiden Schichten erhöht das Risiko des Reißens – der Schutz wird dadurch nicht besser, sondern schlechter.
Ein zu enges Kondom kann reißen, ein zu weites kann verrutschen. In beiden Fällen ist der Schutz eingeschränkt, weshalb die Wahl der richtigen Größe so wichtig ist.
Die passende Größe richtet sich nach dem Penisumfang und der nominalen Breite des Kondoms, die der Hälfte des Umfangs entspricht. In der Regel sollte der Umfang des Kondoms mindestens 10 % geringer sein als der Penisumfang, damit die Anwendung sicher und komfortabel ist.
Ja, alle Kondome haben ein Haltbarkeitsdatum. Nach dem Ablauf kann das Material seine Reißfestigkeit und Elastizität verlieren, wodurch das Risiko des Reißens steigt und die Wirksamkeit sinkt. Prüfe immer das auf der Verpackung angegebene Verfallsdatum und verwende keine abgelaufenen Kondome.
Nein. Das Kondom ist ein Einwegprodukt und muss nach jeder Anwendung entsorgt werden. Bei Wiederverwendung verliert es seine Schutzwirkung gegen Auslaufen und Unfälle vollständig und kann dich weder vor Infektionen noch vor unerwünschten Schwangerschaften schützen.
Ein richtig übergezogenes Kondom rollt sich leicht bis zur Basis ab, verrutscht nicht und hat keine Luft in der Spitze. Wenn es sich angenehm anfühlt und während des gesamten Geschlechtsverkehrs fest sitzt, wurde es richtig angewendet.
Kondome sind in der Regel mit Gleitmitteln auf Wasser- und Silikonbasis kompatibel, sofern auf der Verpackung nichts anderes angegeben ist. Öle, Lotionen oder Vaseline solltest du meiden, da sie das Kondommaterial angreifen und dessen Wirksamkeit beeinträchtigen können.
Das Kondom bietet keinen 100-prozentigen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten, senkt das Infektionsrisiko aber deutlich. Bei perfekter Anwendung – also bei korrekter und konsequenter Nutzung ohne Ausnahme – wird die Schutzwirkung mit rund 98 % beziffert. Sie sinkt jedoch erheblich, wenn du das Kondom nicht während des gesamten Geschlechtsverkehrs verwendest oder falsch anwendest.
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