Wassereinlagerungen, auch Ödem genannt, bezeichnen die übermäßige Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe, wodurch bestimmte Körperpartien anschwellen. Während der menschliche Körper normalerweise zu 50–60 % aus Wasser besteht, können Flüssigkeitseinlagerungen weitere 5–10 % hinzufügen – mit Gewichtsschwankungen, Müdigkeit und Unwohlsein als Folge.
Betroffen sind vor allem Beine und Knöchel, aber auch Hände und Gesicht können anschwellen. Langes Stehen, eine Schwangerschaft samt der damit einhergehenden hormonellen Veränderungen sowie der Flüssigkeitshaushalt – all das kann dazu führen, dass dein Körper mehr Wasser einlagert. Zu all diesen Faktoren erfährst du weiter unten mehr.

Einer der Hauptfaktoren für Wassereinlagerungen ist eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr, zum Beispiel wenn du zu wenig trinkst. Dein Körper braucht eine konstante und ausgeglichene Flüssigkeitsversorgung. Ist er dehydriert, neigt er dazu, mehr Flüssigkeit zurückzuhalten als sonst.
Zu wenig Wasser ist jedoch nicht die einzige Ursache für Dehydrierung und Wassereinlagerungen. Manchmal können sie auf ein ernsteres Gesundheitsproblem hinweisen. Hier findest du weitere mögliche Auslöser eines Ödems:
Ganz allgemein fühlt man sich bei Wassereinlagerungen müde, „schwer“ und erschöpft – auch mental. Oft merkst du es daran, dass ein Ring am Finger drückt, weil deine Hände angeschwollen sind. Oder wenn du nach einem Tag im Stehen nach Hause kommst und feststellst, dass die Schuhe viel enger sitzen und die Beine geschwollen sind.
Möglicherweise hast du auch das Gefühl, langsamer zu reagieren und einem sehr aktiven Lebensstil nicht mehr gewachsen zu sein. Neben diesen typischen Anzeichen einer übermäßigen Flüssigkeitseinlagerung können weitere körperliche Symptome auftreten, zum Beispiel:
Die Komplikationen von Wassereinlagerungen selbst sind nicht schwerwiegend. Lagert der Körper jedoch längere Zeit Flüssigkeit ein und du bekommst das Wasser einfach nicht aus dem Körper, kann es zu Folgendem kommen:
Problematisch ist, dass Wassereinlagerungen manchmal auf ein ernsteres Gesundheitsproblem hinweisen können – und dann sprechen wir tatsächlich von gefährlicheren Komplikationen. Ohne Behandlung können die Komplikationen jener Erkrankungen auftreten, die den Einlagerungen eigentlich zugrunde liegen:
Leichte Wassereinlagerungen können von selbst verschwinden – einfach indem du den Natriumkonsum reduzierst, dich täglich mehr bewegst, Alkohol meidest und ausreichend trinkst. Wenn sich der Körper nicht von allein normalisiert, kann dir dein Arzt Folgendes empfehlen:
Die Beine hochzulegen ist eines der ältesten Hausmittel gegen Wassereinlagerungen. Auch wenn es die eigentliche Ursache nicht behandelt, hilft es, den Kreislauf in Bewegung zu bringen und die Beschwerden (Schwellung und Schmerzen) zu lindern. Es ist aber nicht die einzige Lösung.
Bevor wir dir weitere Hausmittel verraten, denk daran: Es ist immer sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen, wenn du merkst, dass dein Körper Wasser einlagert – besonders, wenn das Problem anhält. Nur ein Arzt kann die richtige Diagnose stellen und erkennen, wann eine ernstere Erkrankung dahintersteckt, die weiter untersucht werden muss. Auch die passende Behandlung auf Basis deiner Krankengeschichte kann am besten der Facharzt empfehlen – sprich also mit ihm, bevor du irgendwelche Mittel ausprobierst.
Während Salz den Natriumspiegel im Körper erhöht (und damit Wassereinlagerungen begünstigt), bringen Magnesium und Kalium ihn wieder ins Gleichgewicht. Reich an diesen Mineralstoffen sind zum Beispiel Bananen, Tomaten, Süßkartoffeln, Avocado und grünes Blattgemüse (Grünkohl, Spinat, Kopfsalat, Pak Choi usw.).
Meide stark gesalzene Gerichte und schränke deinen Salzkonsum ein – achte darauf, dass Obst und Gemüse in deiner Ernährung Vorrang vor hochverarbeiteten Lebensmitteln haben. Zum Verfeinern kannst du statt Salz andere Gewürze verwenden.
Wenn die Einlagerungen vor allem vor der Menstruation oder aufgrund hormoneller Schwankungen im Zyklus auftreten, kann eine Ergänzung mit Vitamin B6 helfen. Studien deuten darauf hin, dass die Einnahme von Vitamin B6 die Symptome des prämenstruellen Syndroms (einschließlich übermäßiger Wassereinlagerungen) genauso wirksam reduziert wie ein komplexes Spektrum an Mikronährstoffen.

Proteine binden Wasser im Körper und tragen dazu bei, den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten. Achte darauf, genug Protein zu dir zu nehmen. Zu den proteinreichen Lebensmitteln gehören Fleisch, Eier, Milchprodukte, Soja, Tofu, Linsen, Erbsen usw.
Kompressionsstrümpfe und -leggings sitzen bewusst eng am Bein und nutzen den Druck, um zu verhindern, dass sich Flüssigkeit in Beinen und Knöcheln ansammelt. Weil sie so straff sitzen, können sie anfangs unbequem wirken. Dank ihrer Wirksamkeit sind sie für Menschen mit Wassereinlagerungen jedoch immer beliebter und leichter erhältlich geworden.
Gelegentliche Wassereinlagerungen sind kein ernstes Problem – bedenklich werden sie erst, wenn sie anhalten. Ansonsten handelt es sich um eine häufige Erscheinung, die jeden treffen kann, selbst bei einem ausgeglichenen Lebensstil, etwa wenn hoher Alkohol- oder Salzkonsum zu Dehydrierung führt.
Um solchen Situationen so gut wie möglich vorzubeugen, empfehlen wir dir, auf die Anzeichen von Flüssigkeitsmangel im Körper zu achten und ausreichend zu trinken. Genug Flüssigkeit, eine Ernährung mit wenig Salz und wenig hochverarbeiteten Lebensmitteln sowie ein aktiver Lebensstil helfen dir, Flüssigkeitsansammlungen im Körper fernzuhalten.
Wenn du zu Wassereinlagerungen neigst, kannst du ein Tagebuch führen und dort notieren, was du gegessen hast und wie viel du dich bewegt hast. So erkennst du von Tag zu Tag, wann und warum die Einlagerungen auftreten – und kannst die Auslöser gezielt vermeiden und den Beschwerden vorbeugen.