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Wassereinlagerungen: Was ist das und wie wird man sie wieder los

Wassereinlagerungen sind keine „Ausrede“ – sie können ein Hinweis auf ein ernsteres Gesundheitsproblem sein oder einfach ein häufiges Phänomen, mit dem viele Frauen zu kämpfen haben. Das Gefühl ist unangenehm, und wir wissen: Du möchtest das Spülen und die starken Blähungen so schnell wie möglich loswerden. Zum Glück können schon kleine Veränderungen im Alltag dabei helfen, die Symptome von Wassereinlagerungen zu verringern. Wir erzählen dir mehr darüber!

Was sind Wassereinlagerungen?

Wassereinlagerungen, auch Ödem genannt, bezeichnen die übermäßige Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe, wodurch bestimmte Körperpartien anschwellen. Während der menschliche Körper normalerweise zu 50–60 % aus Wasser besteht, können Flüssigkeitseinlagerungen weitere 5–10 % hinzufügen – mit Gewichtsschwankungen, Müdigkeit und Unwohlsein als Folge.

Betroffen sind vor allem Beine und Knöchel, aber auch Hände und Gesicht können anschwellen. Langes Stehen, eine Schwangerschaft samt der damit einhergehenden hormonellen Veränderungen sowie der Flüssigkeitshaushalt – all das kann dazu führen, dass dein Körper mehr Wasser einlagert. Zu all diesen Faktoren erfährst du weiter unten mehr.

Was sind Wassereinlagerungen und warum entstehen sie ➤ Wie werden Wassereinlagerungen behandelt ➤ Hausmittel gegen Wassereinlagerungen ➤ Erfahre hier mehr!

 Wassereinlagerungen – Ursachen

Einer der Hauptfaktoren für Wassereinlagerungen ist eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr, zum Beispiel wenn du zu wenig trinkst. Dein Körper braucht eine konstante und ausgeglichene Flüssigkeitsversorgung. Ist er dehydriert, neigt er dazu, mehr Flüssigkeit zurückzuhalten als sonst.

Zu wenig Wasser ist jedoch nicht die einzige Ursache für Dehydrierung und Wassereinlagerungen. Manchmal können sie auf ein ernsteres Gesundheitsproblem hinweisen. Hier findest du weitere mögliche Auslöser eines Ödems:

  • Flugreisen: oder andere Aktivitäten und Transportmittel, die mit Druckveränderungen verbunden sind. Der veränderte Kabinendruck im Flugzeug in Kombination mit langem Sitzen kann dazu führen, dass dein Körper Flüssigkeit einlagert.
  • Langes Stehen oder Sitzen: Wer über längere Zeit in derselben Position bleibt – ob sitzend oder stehend –, beeinträchtigt die Blutzirkulation. Genau die ist entscheidend, um Wassereinlagerungen zu vermeiden. Deshalb empfiehlt es sich, regelmäßig kurze Bewegungspausen einzulegen, um den Kreislauf in Gang zu bringen.
  • Übermäßiger Natriumkonsum: Hochverarbeitete Lebensmittel und große Mengen Kochsalz sind zwei der häufigsten Ursachen für einen hohen Natriumspiegel im Körper, der Wassereinlagerungen begünstigt. Du kannst Kochsalz durch ein natriumreduziertes Salz oder andere Gewürze ersetzen.
  • Bestimmte Medikamente: Schmerzmittel, Blutdruck- und Parkinson-Medikamente, Hormonpräparate bzw. Verhütungsmittel oder Chemotherapien können als Nebenwirkung Wassereinlagerungen im Körper verursachen.
  • Schwangerschaft: Wassereinlagerungen in den Knöcheln und Beinen sind in der Schwangerschaft normal und gehen mit der Veränderung der Körpermasse einher – besonders, wenn du wenig aktiv bist und dich nicht ausreichend bewegst.
  • Herzinsuffizienz: Wenn das Herz das Blut nicht mehr ausreichend durch den Körper pumpt (Herzschwäche), ist die Zirkulation beeinträchtigt – und in der Folge können Wassereinlagerungen auftreten.
  • Tiefe Venenthrombose: Geschwollene Beine können auch durch ein Blutgerinnsel in den Gefäßen verursacht werden. Das gilt als medizinischer Notfall und muss so schnell wie möglich abgeklärt werden. Eine Venenthrombose erkennst du auch an Anzeichen wie warmer Haut, Druckempfindlichkeit und Schmerzen.
  • Nierenerkrankungen: Sind die Nieren geschädigt, können sie überschüssige Flüssigkeit nicht mehr so gut aus dem Körper filtern. Das führt dazu, dass sich Wasser ansammelt und Beine sowie Hände anschwellen.
  • Leberzirrhose: Der Körper kann Wasser einlagern, weil in der Leber ein zu hoher Druck herrscht.
  • Hormonschwankungen: Auch die Veränderungen des Östrogen- und Progesteronspiegels während des Menstruationszyklus können Wassereinlagerungen verursachen. Und wenn eine ernstere Grunderkrankung vorliegt, können hormonelle Störungen schnell zu Einlagerungen führen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, was sie sind und wie sie dich beeinflussen: In einem früheren Artikel im Enroush-Blog haben wir alles Wissenswerte über hormonelle Störungen zusammengefasst.

Wassereinlagerungen – Symptome

Ganz allgemein fühlt man sich bei Wassereinlagerungen müde, „schwer“ und erschöpft – auch mental. Oft merkst du es daran, dass ein Ring am Finger drückt, weil deine Hände angeschwollen sind. Oder wenn du nach einem Tag im Stehen nach Hause kommst und feststellst, dass die Schuhe viel enger sitzen und die Beine geschwollen sind.

Möglicherweise hast du auch das Gefühl, langsamer zu reagieren und einem sehr aktiven Lebensstil nicht mehr gewachsen zu sein. Neben diesen typischen Anzeichen einer übermäßigen Flüssigkeitseinlagerung können weitere körperliche Symptome auftreten, zum Beispiel:

  • Blähungen, besonders im Bauchbereich, und ein aufgeblähter Bauch
  • Geschwollenes Gesicht und geschwollene Hüften
  • Schwere Beine und geschwollene Knöchel
  • Steife Gelenke
  • Gewichtsschwankungen
  • Glänzende, „aufgequollene“, geschwollene Haut
  • Dehnungsstreifen
  • Hautreizungen und Veränderungen der Hautfarbe (seltener).

Mögliche Komplikationen bei Wassereinlagerungen

Die Komplikationen von Wassereinlagerungen selbst sind nicht schwerwiegend. Lagert der Körper jedoch längere Zeit Flüssigkeit ein und du bekommst das Wasser einfach nicht aus dem Körper, kann es zu Folgendem kommen:

  • Schwellungen der betroffenen Körperpartien (Beine, Knöchel, Gesicht, Hände), die sehr schmerzhaft werden und ein Gefühl von „gespannter Haut“ hervorrufen können
  • Plötzliche Gewichtszunahme innerhalb von nur wenigen Tagen oder Wochen und die Bildung von Dehnungsstreifen
  • Steife Gelenke

Problematisch ist, dass Wassereinlagerungen manchmal auf ein ernsteres Gesundheitsproblem hinweisen können – und dann sprechen wir tatsächlich von gefährlicheren Komplikationen. Ohne Behandlung können die Komplikationen jener Erkrankungen auftreten, die den Einlagerungen eigentlich zugrunde liegen:

  • Uterusmyome: Mögliche Komplikationen sind starke Menstruationsschmerzen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, starke Blutungen, Anämie, Verstopfung und Unfruchtbarkeit.
  • Tiefe Venenthrombose: Das Blutgerinnsel kann in Teile zerfallen, sogenannte Embolien, die in die Lunge gelangen und sich dort festsetzen können – mit einer Lungenembolie als Folge. Diese muss innerhalb von Minuten behandelt werden und kann tödlich verlaufen.
  • Herzinsuffizienz: Unbehandelt kann sie zur Bildung von Blutgerinnseln, zu Herzrhythmusstörungen, Lungenödem oder Muskelschwund führen.
  • Lebererkrankungen: Sie können zu Komplikationen wie Unterzuckerung sowie bakteriellen oder Pilzinfektionen führen.
  • Nierenerkrankungen: Sie können Anämie, Knochenerkrankungen, Herzinsuffizienz und weitere Komplikationen verursachen.

Behandlung von Wassereinlagerungen

Leichte Wassereinlagerungen können von selbst verschwinden – einfach indem du den Natriumkonsum reduzierst, dich täglich mehr bewegst, Alkohol meidest und ausreichend trinkst. Wenn sich der Körper nicht von allein normalisiert, kann dir dein Arzt Folgendes empfehlen:

  • Diuretika, also Tabletten, die helfen, Wasser und Salze über den Urin auszuscheiden.
  • Verschiedene Nahrungsergänzungsmittel (etwa Vitamine und Mineralstoffe)
  • Kompressionsstrümpfe (die einer Flüssigkeitsansammlung vorbeugen können)
  • Behandlungen der Grunderkrankungen, die den Wassereinlagerungen zugrunde liegen (zum Beispiel eine Hormonersatztherapie, wenn hormonelle Störungen die Ursache sind).
  • Eine Umstellung des Lebensstils (z. B. weniger Salz).

 Hausmittel gegen Wassereinlagerungen

Die Beine hochzulegen ist eines der ältesten Hausmittel gegen Wassereinlagerungen. Auch wenn es die eigentliche Ursache nicht behandelt, hilft es, den Kreislauf in Bewegung zu bringen und die Beschwerden (Schwellung und Schmerzen) zu lindern. Es ist aber nicht die einzige Lösung.

Bevor wir dir weitere Hausmittel verraten, denk daran: Es ist immer sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen, wenn du merkst, dass dein Körper Wasser einlagert – besonders, wenn das Problem anhält. Nur ein Arzt kann die richtige Diagnose stellen und erkennen, wann eine ernstere Erkrankung dahintersteckt, die weiter untersucht werden muss. Auch die passende Behandlung auf Basis deiner Krankengeschichte kann am besten der Facharzt empfehlen – sprich also mit ihm, bevor du irgendwelche Mittel ausprobierst.

Ernähre dich salzarm und reich an Magnesium und Kalium

Während Salz den Natriumspiegel im Körper erhöht (und damit Wassereinlagerungen begünstigt), bringen Magnesium und Kalium ihn wieder ins Gleichgewicht. Reich an diesen Mineralstoffen sind zum Beispiel Bananen, Tomaten, Süßkartoffeln, Avocado und grünes Blattgemüse (Grünkohl, Spinat, Kopfsalat, Pak Choi usw.).

Meide stark gesalzene Gerichte und schränke deinen Salzkonsum ein – achte darauf, dass Obst und Gemüse in deiner Ernährung Vorrang vor hochverarbeiteten Lebensmitteln haben. Zum Verfeinern kannst du statt Salz andere Gewürze verwenden.

 Nimm Vitamin B6 als Ergänzung in deine Ernährung auf

Wenn die Einlagerungen vor allem vor der Menstruation oder aufgrund hormoneller Schwankungen im Zyklus auftreten, kann eine Ergänzung mit Vitamin B6 helfen. Studien deuten darauf hin, dass die Einnahme von Vitamin B6 die Symptome des prämenstruellen Syndroms (einschließlich übermäßiger Wassereinlagerungen) genauso wirksam reduziert wie ein komplexes Spektrum an Mikronährstoffen.

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Iss ausreichend Protein

Proteine binden Wasser im Körper und tragen dazu bei, den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten. Achte darauf, genug Protein zu dir zu nehmen. Zu den proteinreichen Lebensmitteln gehören Fleisch, Eier, Milchprodukte, Soja, Tofu, Linsen, Erbsen usw.

Trage Kompressionsstrümpfe oder -leggings

Kompressionsstrümpfe und -leggings sitzen bewusst eng am Bein und nutzen den Druck, um zu verhindern, dass sich Flüssigkeit in Beinen und Knöcheln ansammelt. Weil sie so straff sitzen, können sie anfangs unbequem wirken. Dank ihrer Wirksamkeit sind sie für Menschen mit Wassereinlagerungen jedoch immer beliebter und leichter erhältlich geworden.

So beugst du Wassereinlagerungen vor

Gelegentliche Wassereinlagerungen sind kein ernstes Problem – bedenklich werden sie erst, wenn sie anhalten. Ansonsten handelt es sich um eine häufige Erscheinung, die jeden treffen kann, selbst bei einem ausgeglichenen Lebensstil, etwa wenn hoher Alkohol- oder Salzkonsum zu Dehydrierung führt.

Um solchen Situationen so gut wie möglich vorzubeugen, empfehlen wir dir, auf die Anzeichen von Flüssigkeitsmangel im Körper zu achten und ausreichend zu trinken. Genug Flüssigkeit, eine Ernährung mit wenig Salz und wenig hochverarbeiteten Lebensmitteln sowie ein aktiver Lebensstil helfen dir, Flüssigkeitsansammlungen im Körper fernzuhalten.

Wenn du zu Wassereinlagerungen neigst, kannst du ein Tagebuch führen und dort notieren, was du gegessen hast und wie viel du dich bewegt hast. So erkennst du von Tag zu Tag, wann und warum die Einlagerungen auftreten – und kannst die Auslöser gezielt vermeiden und den Beschwerden vorbeugen.

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