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Verhütung nach der Geburt

Verhütung nach der Geburt – Postpartale Verhütungsmethoden

Die Fruchtbarkeit kann nach einer Geburt schneller zurückkehren, als du denkst. Viele Frauen können bereits 4–6 Wochen nach der Entbindung wieder schwanger werden. Der sicherste Weg, eine ungeplante Schwangerschaft zu verhindern, ist daher, ab dem ersten Geschlechtsverkehr eine wirksame Verhütungsmethode anzuwenden.

Statistiken zeigen, dass rund 50 % der Paare ihr Sexualleben bereits vor der ersten postpartalen Nachsorgeuntersuchung wieder aufnehmen. Umso wichtiger ist eine durchdachte Familienplanung nach der Geburt, damit der Körper genügend Zeit hat, sich von der vorangegangenen Schwangerschaft zu erholen. Lies weiter und erfahre, welche Verhütungsoptionen es im Wochenbett und danach gibt und wie du die für dich passende Variante findest.

Was ist postpartale Verhütung?

Die postpartale Verhütung umfasst alle Verhütungsmethoden, die nach der Geburt angewendet werden können, um eine erneute Schwangerschaft zu verhindern.

Viele Frauen gehen davon aus, dass die Fruchtbarkeit erst mit der Rückkehr der Menstruation wieder einsetzt. Tatsächlich kann der Eisprung jedoch deutlich früher stattfinden, sodass eine Schwangerschaft schon vor der ersten Regelblutung nach der Geburt möglich ist. Der Körper braucht allerdings Zeit zur Regeneration, und kurz aufeinanderfolgende Schwangerschaften können das Risiko für Komplikationen erhöhen. Deshalb empfehlen Ärztinnen und Ärzte in der Regel einen Abstand von mindestens 12–18 Monaten zwischen zwei Schwangerschaften.

Die Wahl einer geeigneten Verhütungsmethode ist somit unerlässlich, um eine ungeplante Schwangerschaft zu vermeiden und die Gesundheit von Mutter und Kind zu schützen.

Wann kann die Verhütung nach der Geburt beginnen?

Ein Verhütungsschutz ist nach der Geburt früher notwendig, als man vermuten würde. Laut einer Querschnittsstudie nutzen nur etwa 44 % der Frauen im Wochenbett und in den Monaten danach eine Form der Familienplanung. Der genaue Zeitpunkt, ab dem du verhüten solltest, hängt jedoch von Faktoren wie der Wiederaufnahme des Sexuallebens, der Rückkehr der Fruchtbarkeit und dem Tempo der körperlichen Erholung ab.

Fruchtbarkeit und Eisprung nach der Geburt

Der Eisprung kann bereits kurz nach der Geburt auftreten – noch bevor dein Menstruationszyklus wieder einsetzt. Laut bestimmten Statistiken haben etwa 60 % der Frauen einen Eisprung vor der ersten Regelblutung nach der Geburt, und manche sind bereits 4–6 Wochen postpartum wieder fruchtbar.

Das bedeutet, dass eine Schwangerschaft sehr früh möglich ist, selbst wenn die Menstruationsblutung noch nicht zurückgekehrt ist und du noch keine Produkte für die Monatshygiene gebraucht hast. Deshalb ist es wichtig, bereits in den ersten Wochen nach der Geburt zu verhüten, sobald du dein Sexualleben wieder aufnimmst.

Wiederaufnahme des Sexuallebens nach der Geburt und Beginn der Verhütung

Grundsätzlich wird empfohlen, mit dem Sex bis zur postpartalen Nachsorgeuntersuchung zu warten. Dann kann die Ärztin oder der Arzt bestätigen, ob der Heilungsprozess normal verläuft und du wieder gefahrlos intim werden kannst.

Abhängig von diesen Aspekten – also von der Erholung deines Körpers und der Wiederaufnahme des Geschlechtsverkehrs – legst du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt auch den passenden Zeitpunkt für den Verhütungsbeginn fest. Dieser kann früher oder später liegen, je nach Art der Geburt (vaginal oder Kaiserschnitt), Heilungsverlauf des Gewebes sowie deinem körperlichen und emotionalen Wohlbefinden.

Wenn alles in Ordnung ist, stellt dir deine Ärztin oder dein Arzt die verfügbaren Optionen vor und hilft dir, die für deine individuellen Bedürfnisse passende Verhütungsmethode zu wählen.

 

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Ist Stillen eine Verhütungsmethode nach der Geburt?

Stillen kann eine vorübergehende empfängnisverhütende Wirkung haben, ist jedoch nicht in allen Situationen eine sichere Methode. In Studien zur Rückkehr der Fruchtbarkeit nach der Geburt mit 12 stillenden Müttern, die keinerlei Verhütungsmethode anwendeten, traten acht Schwangerschaften auf – sieben davon, während die Mütter weiterhin stillten.

Die Laktationsamenorrhö-Methode als Verhütung nach der Geburt

Ausschließliches Stillen kann den Eisprung vorübergehend unterdrücken und so die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft senken. Aus diesem Grund gilt die Laktationsamenorrhö-Methode (LAM) als natürliche Verhütungsmethode. Unter idealen Bedingungen kann ihre Wirksamkeit bei etwa 98 % liegen – allerdings nur, wenn bestimmte Kriterien eingehalten werden.

Unter welchen Bedingungen bietet Stillen einen Verhütungsschutz?

Damit die Methode möglichst zuverlässig wirkt und dich vor einer erneuten Schwangerschaft schützt, sollten folgende Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:

  • Das Kind ist jünger als 6 Monate
  • Du stillst ausschließlich oder nahezu ausschließlich, ohne lange Pausen zwischen den Mahlzeiten
  • Die Menstruation ist noch nicht wieder eingesetzt

Unter diesen Voraussetzungen können die Hormonspiegel den Eisprung für einen begrenzten Zeitraum unterdrücken.

Grenzen des Stillens als Verhütungsmethode

Die Laktationsamenorrhö-Methode gilt lediglich als vorübergehende Lösung und funktioniert nicht bei allen Frauen gleich zuverlässig. Auch wenn sie anfangs wirksam sein kann, ist sie begrenzt und verliert an Sicherheit, sobald das Baby wächst und die Stillhäufigkeit abnimmt. Werden die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten größer und beginnst du mit der Einführung von Beikost, sinkt ihre Zuverlässigkeit als Verhütungsschutz.

Hormonelle Verhütungsmethoden nach der Geburt

Aufgrund ihrer hohen Zuverlässigkeit werden hormonelle Methoden häufig zur Verhütung nach der Geburt eingesetzt. Deine Ärztin oder dein Arzt berät dich, welche Option für dich geeignet ist – abhängig von deiner Krankengeschichte und davon, ob du stillst oder nicht, denn bestimmte Verhütungsmethoden werden während der Stillzeit nicht empfohlen.

Die Antibabypille als Verhütungsmethode nach der Geburt

Die Antibabypille ist eine der bekanntesten hormonellen Methoden zur Schwangerschaftsverhütung und in zwei Hauptvarianten erhältlich.

Es gibt die Kombinationspille, die Östrogen und Progesteron enthält. Sie wird unmittelbar nach der Geburt und insbesondere während der Stillzeit nicht empfohlen, da Östrogen die Milchproduktion beeinflussen kann.

Daneben gibt es die reine Gestagenpille (Minipille), die ausschließlich Progesteron enthält und während der Stillzeit häufig empfohlen wird, da sie die Milchbildung nicht wesentlich beeinträchtigt.

Damit die Pille wirksam ist, musst du sie täglich zur etwa gleichen Uhrzeit einnehmen.

Das Verhütungspflaster als hormonelle Methode nach der Geburt

Das Verhütungspflaster gibt Hormone über die Haut ab, die in den Blutkreislauf gelangen und den Eisprung verhindern. Du musst es lediglich auf die Haut kleben und in bestimmten Abständen wechseln.

Im Gegensatz zur Pille stellt das Pflaster eine bequemere Alternative ohne tägliche Einnahme dar, die du nach der von deiner Ärztin oder deinem Arzt empfohlenen Wartezeit im Wochenbett anwenden kannst.

Der Vaginalring als Verhütungsmethode nach der Geburt

Der Vaginalring ist eine hormonelle Verhütungsmethode, die dir über mehrere Wochen Schutz bieten kann. Er wird in die Scheide eingeführt und gibt kontinuierlich Hormone ab. Ob und ab wann du ihn – insbesondere in der Zeit direkt nach der Geburt – verwenden kannst, hängt von der ärztlichen Empfehlung ab.

Hormonspritzen als Verhütungsmethode nach der Geburt

Die Dreimonatsspritze enthält Gestagen und bietet dir einen Langzeitschutz über mehrere Monate hinweg. In bestimmten Situationen kannst du sie auch im Wochenbett nutzen – je nach ärztlicher Empfehlung und deinen individuellen Bedürfnissen.
 

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Langfristig reversible Verhütungsmethoden nach der Geburt (LARC)

Wenn du dich ohne häufige Anwendung oder tägliche Einnahme vor einer Schwangerschaft schützen möchtest, dir aber die Möglichkeit offenhalten willst, künftig erneut schwanger zu werden, gibt es Methoden mit langfristigem Schutz, die vollständig reversibel sind (LARC). Sie zählen zu den sichersten Optionen nach der Geburt.

Die Spirale als Verhütungsmethode nach der Geburt

Die Spirale ist ein kleines, T-förmiges Intrauterinpessar, das die Ärztin oder der Arzt durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter einsetzt, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Sie ist als Hormonspirale oder Kupferspirale erhältlich und bietet dir je nach Wirkmechanismus einen Verhütungsschutz von 3 bis 10 Jahren.

Das Verhütungsimplantat als Methode nach der Geburt

Das Verhütungsstäbchen ist eine hormonelle Langzeitmethode, die unter die Haut des Oberarms eingesetzt wird. Es gibt kontinuierlich eine bestimmte Menge Gestagen ab und bietet dir bis zu 3 Jahre lang Verhütungsschutz.

Zu den größten Vorteilen des Implantats zählen die sehr hohe Zuverlässigkeit und der Wegfall der täglichen Anwendung. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt ist, dass die Fruchtbarkeit nach dem Entfernen rasch zurückkehrt.

Barrieremethoden zur Verhütung nach der Geburt

Barrieremethoden verhindern eine Schwangerschaft, indem sie den Kontakt zwischen Spermien und Eizelle blockieren. Sie enthalten keine Hormone, was sie für die Zeit nach der Geburt geeignet und auch während der Stillzeit sicher macht.

Das Kondom als Verhütungsmethode nach der Geburt

Das Kondom ist eine der am häufigsten genutzten Barrieremethoden. Es wird vor dem Geschlechtsverkehr über den Penis gestreift und schützt sowohl vor einer Schwangerschaft als auch vor sexuell übertragbaren Infektionen. Ein großer Vorteil: Kondome sind leicht erhältlich und sehr günstig.

Das Femidom als Verhütungsmethode nach der Geburt

Das Frauenkondom (Femidom) ist eine Alternative zum Kondom für den Mann und wird intern angewendet. Du führst es vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide ein, wo es eine Barriere zwischen Spermien und Gebärmutterhals bildet und so eine erneute Schwangerschaft verhindert.

Das Diaphragma als Verhütungsmethode nach der Geburt

Das Diaphragma ist eine flexible Membran, die den Gebärmutterhals abdeckt. Du musst es vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide einführen und zusammen mit einem Spermizid anwenden, um zuverlässig geschützt zu sein. Beachte, dass nach einer Geburt möglicherweise eine neue Größenanpassung erforderlich ist.

Die Portiokappe als Verhütungsmethode nach der Geburt

Eine weitere Barrieremethode, die in Kombination mit einem Spermizid angewendet werden sollte, ist die Portiokappe: ein kleineres Silikonkäppchen, das den Gebärmutterhals bedeckt und das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter verhindert. Wichtig ist, dass du sie korrekt platzierst, damit sie zuverlässig wirkt.

Spermizide als Verhütungsmethode nach der Geburt

Spermizide sind Substanzen, die Spermien abtöten oder unbeweglich machen. Sie sind als Gel, Schaum oder Zäpfchen erhältlich. Du musst sie vor dem Geschlechtsverkehr anwenden und solltest sie in der Regel mit anderen Barrieremethoden wie Diaphragma oder Portiokappe kombinieren, damit sie zuverlässig schützen.
 

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Dauerhafte Verhütungsmethoden nach der Geburt

Wenn du dir sicher bist, dass du künftig keine Kinder mehr möchtest, gibt es dauerhafte Verhütungsmethoden, die nach der Geburt infrage kommen. Sie erfordern einen medizinischen Eingriff und gelten als endgültige Verhütung – eine solche Entscheidung sollte daher nur nach sorgfältiger Abwägung gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt getroffen werden.

Die Eileiterunterbindung als dauerhafte Verhütungsmethode nach der Geburt

Die Eileiterunterbindung (Tubenligatur) ist ein chirurgischer Eingriff für Frauen, die sich gegen weitere Schwangerschaften entschieden haben. Dabei werden die Eileiter blockiert oder durchtrennt. Die Methode verhindert, dass Spermium und Eizelle aufeinandertreffen, und bietet dir einen dauerhaften Schutz vor einer Schwangerschaft, ohne deinen Hormonhaushalt oder deinen Menstruationszyklus zu beeinflussen.

Die Vasektomie des Partners als dauerhafte Verhütungsmethode

Die Vasektomie ist ein chirurgischer Eingriff beim Mann, bei dem die Samenleiter durchtrennt werden, sodass keine Spermien mehr in das Ejakulat gelangen. Es handelt sich um eine sichere und wirksame Methode, die weder die Libido noch die sexuelle Funktion des Mannes beeinträchtigt.

Notfallverhütung nach der Geburt

Die Notfallverhütung kann eine schnelle Lösung sein, um nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder bei Versagen der angewendeten Verhütungsmethode eine Schwangerschaft zu verhindern. Wichtig ist jedoch, sie so rasch wie möglich anzuwenden: Je mehr Zeit seit dem Geschlechtsverkehr vergeht, desto geringer ist die Wirksamkeit.

Die Pille danach als Notfallverhütung nach der Geburt

Die Pille danach ist eine der am häufigsten genutzten Notfallmethoden. Du kannst sie nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr einnehmen – je früher, desto höher ist ihre Wirksamkeit.

Sprich jedoch immer vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, insbesondere wenn du stillst. So erfährst du, welches Präparat geeignet ist, damit deine Milchproduktion nicht beeinträchtigt wird.

Die Kupferspirale als Notfallverhütung nach der Geburt

Auch die Kupferspirale kann als Notfallverhütung eingesetzt werden. Sie sollte innerhalb der ersten 5 Tage nach dem Geschlechtsverkehr ärztlich eingesetzt werden, um einen hohen Schutz vor einer Schwangerschaft zu bieten. Anschließend kannst du sie als langfristige Verhütungsmethode weiter tragen.

Die passende Verhütungsmethode nach der Geburt wählen

Bei der Wahl einer Verhütungsmethode nach der Geburt gibt es keine Universallösung. Was für dich passt, kann sich von den idealen Optionen anderer Frauen unterscheiden und hängt von Faktoren rund um Gesundheit, Lebensstil und Zukunftspläne ab:

  • Ob du stillst, denn manche hormonellen Methoden können die Milchbildung beeinflussen
  • Deine Krankengeschichte, einschließlich möglicher Erkrankungen oder Gegenanzeigen
  • Deine persönlichen Vorlieben (zum Beispiel tägliche Einnahme, Langzeitschutz, hormonfreie Verhütung usw.)
  • Ob du dir kurz- oder langfristig eine weitere Schwangerschaft wünschst

Kurz gesagt: Die beste Verhütungsmethode ist die, die dich zuverlässig schützt und dir zugleich körperliches und emotionales Wohlbefinden ermöglicht, während dein Körper sich noch erholt. Die gynäkologische Nachsorgeuntersuchung nach der Geburt ist dabei entscheidend, um die bestmögliche Entscheidung zu treffen.

Vorteile der Familienplanung nach der Geburt

Verfügbaren Daten zufolge hatten zwischen 2005 und 2013 rund 32–65 % der Frauen im Zeitraum nach der Geburt keinen Zugang zu der Familienplanung, die sie benötigt hätten. Daraufhin hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das digitale Tool Postpartum Family Planning Compendium veröffentlicht, um fundierte Entscheidungen zur Verhütung in den ersten 12 Monaten nach der Geburt zu unterstützen und so kurz aufeinanderfolgende sowie ungeplante Schwangerschaften zu vermeiden.

Je nach deinem Gesundheitszustand, möglichen Behandlungen und deinem Lebensstil bringt eine sorgfältige Familienplanung dir und deinem Kind eine Reihe wichtiger langfristiger Vorteile:

  • Sie gibt dem Körper Zeit, sich vollständig von Schwangerschaft und Geburt zu erholen
  • Sie senkt die Risiken kurz aufeinanderfolgender Schwangerschaften
  • Sie unterstützt eine verantwortungsvolle Familienplanung
  • Sie trägt zum Schutz der Gesundheit von Mutter und Kind bei

Häufige Fragen zur Verhütung nach der Geburt

Früher oder später ist es nach der Geburt ganz normal, Fragen zu Fruchtbarkeit, zur Wiederaufnahme des Sexuallebens und zur Gesundheit von dir und deinem Kind zu haben. All diese Fragen kannst du bei der ersten Nachsorgeuntersuchung offen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen – dabei findet ihr gemeinsam auch die passende Verhütungsmethode für dich. Bis dahin beantworten wir hier die häufigsten Fragen, um dir hilfreiche Informationen zur Verhütung nach der Geburt zu geben.

Kann ich schwanger werden, wenn ich stille?

Ja, das ist möglich. Stillen kann den Eisprung verzögern, bietet aber nicht immer einen vollständigen Schutz – vor allem dann nicht, wenn du die Bedingungen der Laktationsamenorrhö-Methode nicht erfüllst. Wenn du nicht ausschließlich stillst oder die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten größer werden, steigt das Risiko einer Schwangerschaft.

Welche Verhütungsmethoden sind während der Stillzeit sicher?

Kondome, die Kupferspirale und reine Gestagenpräparate gelten während der Stillzeit im Allgemeinen als sicher. Deine Ärztin oder dein Arzt berät dich, welche Entscheidung angesichts deiner individuellen Bedürfnisse die richtige ist.

Wann kann die Spirale nach der Geburt eingesetzt werden?

Die Spirale kann direkt nach der Geburt oder einige Wochen später eingesetzt werden – je nach ärztlicher Empfehlung und dem Verlauf deiner körperlichen Erholung.

Welche Verhütungsmethode ist nach der Geburt am wirksamsten?

Langfristig reversible Methoden wie die Spirale oder das Verhütungsimplantat gehören zu den zuverlässigsten, da sie nicht von einer täglichen Anwendung abhängen.

Wie lange nach der Geburt kann der Eisprung eintreten?

Der Eisprung kann bereits kurz nach der Geburt eintreten, mitunter schon nach 4–6 Wochen und manchmal noch vor der ersten Menstruation. Deshalb ist eine Schwangerschaft auch ohne eindeutige Anzeichen möglich.

Wann kann das Sexualleben nach der Geburt wieder aufgenommen werden?

In der Regel kannst du dein Sexualleben nach der postpartalen Untersuchung wieder aufnehmen, wenn die Ärztin oder der Arzt bestätigt, dass die Heilung abgeschlossen ist und keine weiteren Risiken bestehen.

Darf ich die Pille nehmen, wenn ich stille?

Ja, aber nicht alle Präparate sind während der Stillzeit geeignet. Empfohlen werden im Allgemeinen reine Gestagenpillen, da sie die Milchproduktion nicht wesentlich beeinträchtigen.

Ist die Pille danach nach der Geburt sicher?

Du kannst die Pille danach nach der Geburt anwenden, solltest dich aber vorher ärztlich beraten lassen und ein mit dem Stillen verträgliches Präparat wählen.

Welche hormonfreien Verhütungsmethoden gibt es nach der Geburt?

Barrieremethoden wie Kondome oder Diaphragma, die Kupferspirale und die Laktationsamenorrhö-Methode sind hormonfreie Optionen, die das Schwangerschaftsrisiko im Wochenbett und danach senken können.

Wie lange nach der Geburt ist eine neue Schwangerschaft empfehlenswert?

Ärztinnen und Ärzte empfehlen in der Regel einen Abstand von mindestens 12–18 Monaten zwischen zwei Schwangerschaften, damit sich der Körper vollständig erholen kann und das Risiko für Komplikationen sinkt.

Bildquellen: Pexels.com

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