Juckreiz im Intimbereich bei Frauen bedeutet ein Unbehagen im Bereich der Vagina. Das Gefühl kann sich auf die Haut der Leisten- oder Schamgegend beschränken und betrifft die inneren oder äußeren Schamlippen sowie das Innere der Vagina. Zu diesem Unbehagen können weitere Symptome hinzukommen.

Natürlich stellt sich die Frage „Warum ich?“ – und die Antwort fällt nicht kurz aus. Es gibt viele Ursachen für Juckreiz im Intimbereich, und nicht alle haben mit einer bakteriellen Infektion zu tun.
Beschwerden im Intimbereich können durch eine Haarentfernung mit Wachs verursacht werden und sind in der Regel kein Grund zur Sorge. In diesem Fall handelt es sich um eine vorübergehende Reizung, die innerhalb weniger Stunden von selbst wieder verschwindet.

Hormonelle Veränderungen wie ein sinkender Östrogenspiegel können dazu führen, dass die Vaginalschleimhaut dünner wird – und genau das löst Juckreiz aus. Wenn du bereits in den Wechseljahren bist oder perimenopausale Symptome bemerkst, ist die Wahrscheinlichkeit für Juckreiz noch höher.
Dasselbe gilt während der Schwangerschaft und der Stillzeit. Wir haben sogar einen eigenen Artikel hier, in dem wir ausführlicher über die Veränderungen sprechen, die dein Körper in der Schwangerschaft durchläuft.
Genitalherpes wird durch das Herpes-simplex-Virus verursacht und zeigt sich durch schmerzhafte, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen auf der Haut, die Juckreiz hervorrufen. Dieses Virus zählt zu den sexuell übertragbaren Krankheiten, bleibt ein Leben lang im Körper und bricht besonders in Phasen starken Stresses oder bei einem geschwächten Immunsystem aus.

Über die Behandlung und Vorbeugung von Genitalherpes sprechen wir hier.
Trichomoniasis ist eine weitere sexuell übertragbare Krankheit, die Rötungen und Juckreiz im Intimbereich, grünlichen oder gelblichen Ausfluss, Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Sex sowie Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr verursacht. Am häufigsten sind Frauen betroffen, die die erste Jugend hinter sich haben.
Candidose ist eine Pilzinfektion, die durch einen Hefepilz namens Candida verursacht wird. Dieser lebt normalerweise auf der Haut und im Körperinneren, ohne Beschwerden auszulösen. Verändern sich jedoch die Umgebungsbedingungen – zum Beispiel hormonell –, kann sich Candida stark vermehren und Infektionen auslösen, die zu vaginalem Juckreiz oder Schmerzen, Unbehagen beim Wasserlassen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und ungewöhnlichem Ausfluss führen.
Jede Frau kann mindestens einmal im Leben von Candida betroffen sein – und wir stehen dir mit allen Informationen zur Seite, die du wissen musst. Symptome, Vorbeugung und Behandlung der Candidose findest du hier.
Um den Symptomen einer Candida-Infektion vorzubeugen und sie zu lindern, hat Enroush ein Intimgel entwickelt, das speziell von Gynäkologen und Dermatologen mit 95 % natürlichen Inhaltsstoffen formuliert wurde. Es beugt Reizungen, Juckreiz, Trockenheit und Candida-Infektionen vor – dank des Extrakts aus Tribulus terrestris bietet es einen zu 87 % wirksamen Schutz vor Infektionen mit dem Bakterium Candida albicans.

Die bakterielle Vaginose ist eine der häufigsten Vaginalinfektionen bei Frauen zwischen 15 und 45 Jahren. In der Vagina sind von Natur aus Bakterien vorhanden, doch wenn sie sich unkontrolliert vermehren, entsteht eine bakterielle Vaginose. Besonders häufig betroffen sind sexuell aktive Personen. Zu den Symptomen gehören Juckreiz im Intimbereich, Brennen und Schmerzen, weißlicher oder gräulicher Ausfluss, Brennen beim Wasserlassen sowie ein starker, unangenehmer Geruch im Genitalbereich – vor allem nach dem Geschlechtsverkehr.
Vaginale Trockenheit kann zu innerem und äußerem Juckreiz führen. Generell können hormonelle Veränderungen während der Menopause, zu langes Duschen und bestimmte Medikamente die Vagina austrocknen.
Bestimmte chemische Substanzen können die Vulva reizen und Juckreiz im Intimbereich auslösen. Dahinter können ein Gleitmittel oder Spermizid, Latexkondome (meide sie, wenn du eine Latexallergie hast), eine Seife (Intimpflege oder nicht), Waschmittel oder Weichspüler stecken. Wenn außer dem Juckreiz keine weiteren Symptome auftreten, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Intimpflegeprodukt die Ursache ist.

Ekzeme und Psoriasis sind Erkrankungen, die langfristig Rötungen und Juckreiz im Bereich der Vulva verursachen können. Das unangenehme Gefühl kann sich nachts verstärken – bedingt durch trockene Haut oder Schweiß.
Diese Beschwerden können durch emotionalen Stress, ungeeignete Slipeinlagen, Toilettenpapier, Deodorants oder eine reizende Seife im Intimbereich ausgelöst werden.
Weitere sexuell übertragbare Krankheiten, die Juckreiz im Intimbereich auslösen können, sind Chlamydien und Gonorrhö. Diese Krankheiten werden leicht übertragen, weil sie häufig völlig symptomfrei verlaufen. Dennoch ist es gut zu wissen: Zu den Anzeichen einer Infektion gehören Juckreiz an der Vulva und im Inneren der Vagina, ungewöhnlicher und unangenehm riechender Ausfluss, Blutungen zwischen den Perioden sowie Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang.
Da dieses Thema besondere Aufmerksamkeit verdient, haben wir einen ganzen Artikel über sexuell übertragbare Krankheiten verfasst, der alles Wichtige enthält – du findest ihn hier.
In sehr seltenen Fällen kann Juckreiz im Intimbereich bei Frauen ein Anzeichen für Vulva- oder Vaginalkrebs sein. Aus diesem Grund sollte jede Beschwerde im Intimbereich mit dem Arzt besprochen werden, der eine Diagnose stellt und die passende Behandlung empfiehlt.
Die Ursachen für Juckreiz im äußeren Genitalbereich, also an der Vulva, entsprechen im Grunde denen des vaginalen Pruritus. Es kann sich um Reizungen durch Waschmittel, synthetische Fasern oder andere schädliche Substanzen in Intimpflegeprodukten handeln – oder um ein ernsteres Problem.
Bakterielle Vaginose, Candidose, sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien, Gonorrhö oder Trichomoniasis, Pilzinfektionen sowie Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Ekzeme sind die häufigsten Ursachen. Eine weitere mögliche Ursache ist die Pediculosis pubis, also ein Befall mit Filzläusen, der starken Juckreiz verursacht, der sich nachts verstärkt.
Häufig klingt vaginaler Juckreiz innerhalb kurzer Zeit von selbst ab. Es gibt jedoch bestimmte Körpersignale, die unbedingt einen Arztbesuch erfordern. Achtung also, wenn zum Juckreiz im Intimbereich weitere Symptome hinzukommen, etwa:
Schmerzen oder Brennen beim Sex oder beim Wasserlassen
Schmerzen im Genitalbereich oder im Becken
Rötungen oder Schwellungen im Genitalbereich
Bläschen oder ungewöhnliche Knötchen an der Vulva
ungewöhnlicher Ausfluss (grün, gelb oder grau)
schaumiger oder krümeliger Ausfluss von quarkähnlicher Konsistenz mit unangenehmem Geruch
Je nach Symptomen und den Befunden des Facharztes kann eine weiterführende Untersuchung empfohlen werden, um die passende Behandlung festzulegen.

Was erwartet dich beim Arztbesuch?
Der Arzt wird dich nach deinen Symptomen, deren Schwere und Dauer fragen. Möglicherweise wirst du auch zu deiner sexuellen Aktivität befragt, um die Ursachen des vaginalen Juckreizes klar bestimmen zu können.
Sehr wahrscheinlich ist eine gynäkologische Untersuchung notwendig; dabei kann eine Hautprobe von der Vulva oder ein Abstrich des Vaginalsekrets zur Analyse entnommen werden. Je nach Situation kann der Arzt zusätzlich Blut- oder Urinuntersuchungen empfehlen.
Sobald der Arzt die Ursache deines vaginalen Juckreizes kennt, wird er die passende Behandlung empfehlen. Einige der häufigsten Optionen findest du im Folgenden.
Eine Creme gegen vaginalen Juckreiz ist eine empfohlene Behandlung, um den äußeren Intimbereich vor Juckreiz, leichten Schmerzen, Rötungen oder Brennen zu schützen – Beschwerden, die durch eine Vaginalinfektion, nach längerer Tamponnutzung oder bei vaginaler Trockenheit auftreten können.
Andere Hauterkrankungen wie Ekzeme, trockene Haut oder Kontaktdermatitis im Intimbereich werden ebenfalls durch das lokale Auftragen von Salben sowie durch medikamentöse Behandlungen therapiert.

Bei Pilzinfektionen (wie der Candidose) wird meist eine Behandlung mit Antimykotika empfohlen – bei Frauen entweder in Form von Vaginalzäpfchen oder als oral eingenommenes Medikament in Einzeldosis. Diese beseitigen den Juckreiz und die übrigen Symptome rasch.
Häufig verschreibt der Arzt eine medikamentöse Behandlung gegen vaginalen Juckreiz. Beschwerden wie Ekzeme, trockene Haut oder Kontaktdermatitis im Intimbereich heilen durch das lokale Auftragen von Salben in Kombination mit medikamentösen Therapien.

Wenn der Juckreiz die äußeren Schamlippen betrifft, kann der Arzt dir Salben gegen Juckreiz im Intimbereich verschreiben, die zur Behandlung dermatologischer Entzündungen eingesetzt werden. Du solltest sie ausschließlich äußerlich anwenden und darauf achten, dass sie nicht in die Vagina gelangen.
Vorübergehend kannst du die Symptome mit kortikosteroidhaltigen Cremes gegen Juckreiz im Intimbereich lindern (z. B. Hydrocortison). Bei starkem Pruritus können zusätzlich orale Antihistaminika verschrieben werden. Auch antimykotische Cremes und Präbiotika werden eingesetzt, um Juckreiz an den äußeren Schamlippen zu lindern.
Neben den Empfehlungen des Arztes kannst du einige bewährte Hausmittel ausprobieren, um den Juckreiz im Intimbereich zu lindern. Unser Rat: Frage vorher deinen Arzt, bevor du sie anwendest.
Das kannst du tun, um Juckreiz im Intimbereich zu lindern:
ein Bad mit Haferflocken oder Natron vor dem Schlafengehen
lege kurzzeitig ein Handtuch mit Eisstücken auf die Vulva
verwende eine Anti-Juckreiz-Creme aus der Apotheke
trage griechischen Joghurt auf den Intimbereich auf
iss probiotische Lebensmittel (Joghurt, Kombucha, Kimchi, Sauerkraut, Miso)
trage ausschließlich Unterwäsche aus Baumwolle
wasche den Intimbereich nur mit Wasser, ohne parfümierte Seifen

Intimer Juckreiz kann auch bei Männern auftreten, äußert sich jedoch etwas anders. Die Beschwerden sind zeitweise oder dauerhaft vorhanden und treten meist rund um den Penis auf. Der Juckreiz kann von weiteren Symptomen begleitet sein. Wir empfehlen einen Arztbesuch, um Ursachen und passende Behandlung zu klären.
Vaginaler Juckreiz kann auch bei Kindern auftreten. Zu den Ursachen gehören:
Vaginitis – durch falsches Abwischen des Intimbereichs
Entzündungen – verursacht durch chemische Substanzen in Badeprodukten
sexueller Missbrauch
Unabhängig von der Situation empfehlen wir einen Arztbesuch, um die Ursachen des vaginalen Juckreizes angemessen zu behandeln.
Es gibt einige Möglichkeiten, dich vor Infektionen und anderen Problemen zu schützen, die zu vaginalem Juckreiz führen. Hier unsere Tipps:
Verzichte auf parfümiertes Toilettenpapier, Intimdeodorants, Puder und Vaginalduschen.
Verwende für die Intimhygiene Seifen und Gele, die speziell für diesen Bereich entwickelt wurden. Wichtig ist, dich ein- bis zweimal täglich zu waschen – nicht öfter, um keine Trockenheit zu verursachen.
Wische dich nach dem Toilettengang immer von vorne nach hinten ab.
Trage Unterwäsche aus Baumwolle und wechsle sie täglich. Schlafe nachts in einer kurzen oder langen Baumwollhose, ohne Unterwäsche.
Verwende während der Menstruation Binden anstelle von Tampons.
Wenn du unter vaginaler Trockenheit leidest, verwende vor dem Geschlechtsverkehr ein Gleitmittel auf Wasserbasis.
Vermeide ungeschützten Sex, besonders bei mehreren Partnern, um dein Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten zu senken.
Meide Kleidung, die Wärme und Feuchtigkeit speichert: Unterwäsche aus Nylon und zu enge Jeans können beispielsweise eine Candida-Infektion begünstigen.
Wechsle nasse oder feuchte Kleidung direkt nach dem Schwimmen oder Sport.
Wechsle die Windeln kleiner Mädchen regelmäßig.
Achte kontinuierlich auf deine Gesundheit und nimm regelmäßig gynäkologische bzw. urologische Kontrolluntersuchungen wahr.
Kratze nicht, wenn es juckt – dadurch kannst du den Intimbereich zusätzlich reizen.
Achte stets auf dich selbst und wende dich an einen Arzt, der dir die für dich passende Behandlung empfehlen kann.
Fragen wie „Welche Hausmittel sind am wirksamsten?“ oder „Wie behandle ich Juckreiz im Intimbereich zu Hause?“ werden besonders häufig gestellt. Wichtig ist jedoch: Die beste Behandlung zu Hause ist keine Selbstmedikation (die alles verschlimmern kann), sondern eine korrekte Intimhygiene in Verbindung mit der vom Arzt verordneten Therapie.
Aber wir wissen: Wenn die Symptome so unangenehm sind, fragt man sich natürlich, wie man sie möglichst schnell loswird. Nachfolgend haben wir die häufigsten Fragen zur Behandlung von Juckreiz im Intimbereich beantwortet.
Womit sollte man den Intimbereich waschen, wenn man unter genitalem Juckreiz leidet?
Du brauchst nur Wasser und ein natürliches Intimgel, um die Vulva zu reinigen – also außen, nicht im Inneren der Vagina. Verwende täglich das Enroush Intimgel mit 95 % natürlichen Inhaltsstoffen und neutralem pH-Wert, um deine Intimflora zu schützen.
Meide Seifen, Duschgele und Deodorants mit Duftstoffen oder anderen aggressiven Chemikalien, denn sie können den Juckreiz verstärken. Für Tage, an denen du eine schnelle Erfrischung brauchst, kannst du die hypoallergenen Intimtücher von Enroush verwenden – angereichert mit Kamille und Präbiotika für eine sanfte, nicht reizende Reinigung.
Juckreiz in Verbindung mit Brennen im Intimbereich, besonders beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr, kann auf eine Harnwegsinfektion hinweisen. Ebenso häufige Ursachen sind Infektionen mit Chlamydia oder Neisseria gonorrhoeae – sexuell übertragbare Infektionen, die sich gut mit Antibiotika und Vaginalzäpfchen gegen Juckreiz im Genitalbereich behandeln lassen.
Eine Vulvadermatitis, ausgelöst durch Ekzeme, Feuchtigkeit, Allergien oder Wärme, zeigt sich durch Juckreiz und rissige, gerötete und manchmal schmerzhafte Haut. Nach der Untersuchung kann der Arzt einen Hauttest durchführen, um die genaue Ursache festzustellen und dir eine Behandlung in Form von Cremes oder Salben zu verschreiben, die deine Symptome lindert.
Juckreiz in der Leistengegend und gerötete Haut können auf eine Pilzinfektion, eine sexuell übertragbare Krankheit wie Trichomoniasis oder sogar auf Hauterkrankungen wie Ekzeme und Psoriasis hinweisen. Ein Arztbesuch mit Hauttests oder der Untersuchung des Vaginalsekrets ermöglicht es dem Arzt, die Ursache zu identifizieren und dir je nach Befund die beste Salbe gegen Juckreiz im Intimbereich zu verschreiben.
Ja! Besonders wenn keine weiteren Symptome auftreten (ungewöhnlicher Ausfluss, Fieber, Unterleibsschmerzen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Wasserlassen), kann eine Allergie die Ursache des Juckreizes sein.
Reizstoffe wie Duftstoffe, Bleichmittel, Waschmittel oder synthetische Fasern finden sich in Seifen, Duschgelen, Intimdeodorants, Badeschaum, Toilettenpapier und sogar in Menstruationsprodukten und Unterwäsche. Lies die Etiketten und wähle Bio-Produkte mit möglichst natürlichen Inhaltsstoffen und ohne Allergene.
Genitaler Juckreiz zusammen mit Ausfluss von ungewöhnlicher Farbe oder unangenehmem Geruch kann auf eine Infektion hinweisen. Diese kann bakteriell, durch Pilze oder sexuell übertragbar bedingt sein. Gehe zum Gynäkologen, um die Ursache abzuklären und die passende Behandlung zu erhalten. Nach der Diagnose kann dir der Arzt die beste Therapie gegen den Juckreiz im Intimbereich empfehlen.