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Vaginalflora – ALLES über pH-Wert, Dysbalance & Wiederaufbau der Flora

Wir sind es gewohnt, das Wort Bakterien mit etwas zu verbinden, das wir nicht in unserem Körper haben möchten – doch in Wirklichkeit verhält es sich anders: Es gibt tatsächlich Bakterien, die uns schaden können, aber es gibt auch die sogenannten guten Bakterien, und genau diese wünschen wir uns, wenn wir über die Vaginalflora sprechen.

Deine Vagina braucht diese guten Bakterien, um dich vor Scheiden- und Harnwegsinfektionen zu schützen. Das Problem ist, dass das empfindliche Gleichgewicht dieser Mikroorganismen sehr leicht gestört werden kann. Schauen wir uns also an, wie die Vaginalflora funktioniert, woraus sie besteht und wie du ihr Gleichgewicht wiederherstellst bzw. bewahrst.

 

Was bedeutet Vaginalflora und welche Bedeutung hat sie?

Klären wir zunächst, was die Mikroflora überhaupt ist. Kurz gesagt umfasst sie alle Bakterienarten, die im Vaginaltrakt vorkommen.

Je nach ihrer Zusammensetzung kann die Flora gesund oder aus dem Gleichgewicht geraten sein – sei es durch eine Harnwegsinfektion, eine Genitalinfektion oder eine sexuell übertragbare Krankheit. Sehen wir uns also an, wie eine normale Vaginalflora aussieht, die das bakterielle Gleichgewicht in deiner Vagina aufrechterhält.

 

Woraus besteht die vaginale Mikroflora?

In der Vagina leben zahlreiche verschiedene Mikroorganismen, die gemeinsam die Mikroflora bilden. Studien haben bis zu 250 Bakterienarten im Vaginaltrakt nachgewiesen, darunter auch Pilzarten wie Candida. Solange sie sich nicht übermäßig vermehren, ist die Mikroflora im Gleichgewicht.

Überwiegend dominieren jedoch Laktobazillen – jene Bakterien, die ein gesundes vaginales Mikrobiom ausmachen, darunter:

  • Lactobacillus crispatus;
  • Lactobacillus gasseri;
  • Lactobacillus iners;
  • Lactobacillus jensenii;

Wenn wir also von einer normalen Vaginalflora sprechen, meinen wir automatisch Laktobazillen. Sie tragen dazu bei, einen gesunden vaginalen pH-Wert aufrechtzuerhalten (zwischen ca. 3,8 und 4,5, leicht sauer, zum Schutz vor Infektionen). Außerdem produzieren Laktobazillen Milchsäure und Wasserstoffperoxid, die die Vermehrung schädlicher Bakterien verhindern.

 

Das Ungleichgewicht der Vaginalflora

Damit kommen wir zu dem Thema, mit dem wir diesen Artikel eröffnet haben: Das Gleichgewicht zwischen Laktobazillen und schlechten Bakterien, also Keimen aus der Umwelt, ist äußerst empfindlich. Und Letztere können sich in deiner Vagina sehr schnell vermehren.

Verändert sich die Laktobazillenflora, reicht die Produktion von Wasserstoffperoxid nicht mehr aus, um Infektionen vorzubeugen, und das Risiko für Entzündungen oder urogenitale Erkrankungen steigt. So können beispielsweise eine Candida-Infektion oder eine bakterielle Vaginose entstehen. Genau dieses Ungleichgewicht zwischen Laktobazillen und anderen Mikroorganismen in der Vagina meinen wir eigentlich, wenn wir von einer zerstörten Vaginalflora sprechen.

 

Symptome & Erkrankungen bei gestörter Vaginalflora

Wenn die Laktobazillen in der Bakterienflora der Vagina nicht mehr überwiegen, entsteht eine Anfälligkeit für verschiedene Infektionen, die wiederum weitere unangenehme Beschwerden verursachen können. Hier findest du die wichtigsten Anzeichen und Erkrankungen, die mit einem solchen Ungleichgewicht einhergehen:

  • Entzündung: Juckreiz, Reizungen, Brennen;
  • Ungewöhnlicher Ausfluss;
  • Schmerzen;
  • Unangenehmer Geruch: der sich vor allem nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr verstärkt, wenn der höhere pH-Wert des Samens den Geruch intensiver macht;
  • Candidose: verursacht durch die Vermehrung der Pilze namens Candida;
  • Bakterielle Vaginose: verursacht durch die schnelle und ungewöhnliche Vermehrung von Keimen aus der Umwelt;

Darüber hinaus gibt es Studien, die die bakterielle Vaginose mit einem erhöhten Risiko für weitere Erkrankungen und Gesundheitsprobleme in Verbindung bringen:

  • Sexuell übertragbare Krankheiten;
  • Entzündliche Beckenerkrankung;
  • Vorzeitige Wehen und Frühgeburt;
  • Probleme bei der In-vitro-Fertilisation und Fehlgeburten aufgrund eines niedrigen Laktobazillen-Spiegels.

 

Risikofaktoren für ein Ungleichgewicht der Vaginalflora

Jetzt erklären wir dir auch, warum wir immer wieder betonen, wie leicht die Bakterienflora aus dem Gleichgewicht gerät: Die Risikofaktoren sind sehr vielfältig – sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene. Was bedeutet das? Ganz einfach: Sehr viele deiner Gewohnheiten im Hygieneritual, in deinem Lebensstil oder sogar dein emotionaler und psychischer Zustand können zu Risikofaktoren werden.

Wie du dich um deinen Körper und deine mentale Gesundheit kümmerst, kann deinen vaginalen pH-Wert beeinflussen und deine Flora aus dem Gleichgewicht bringen. Werfen wir also einen Blick auf diese Risikofaktoren, damit du weißt, worauf du künftig achten solltest, um eine gesunde Urogenitalflora zu bewahren.

 

Falsche Anwendung von Tampons

Oder … die Verwendung „falscher“ Tampons. Aber gehen wir der Reihe nach vor:

Erstens: Was bedeutet es, einen Tampon falsch zu verwenden, und wie kann das deine Vaginalflora aus dem Gleichgewicht bringen? Nun, Bakterien können sich am Tampon ansammeln und schnell vermehren – vor allem, wenn du ihn nicht oft genug wechselst.

Ebenso kann ein Super-Tampon mit hoher Saugkraft für starke Blutungen, den du bei schwacher Menstruation verwendest, aufgrund des zu trockenen Milieus kleine Verletzungen in der Scheide verursachen. Dadurch können Bakterien in die Blutbahn gelangen und neue Entzündungen auslösen. All das kann die Mikroflora in deiner Vagina stören.

Und zweitens: Wann gilt ein Tampon als „falsch“? Gemeint sind hier herkömmliche Tampons, die Kunststoff, Dioxine, Duftstoffe und andere schädliche Chemikalien enthalten können. Besonders bei Frauen mit empfindlicher Haut können diese Chemikalien zu Reizungen und Allergien führen. Hinzu kommt, dass die Vagina eine sehr hohe Aufnahmefähigkeit besitzt und einen Teil dieser Chemikalien automatisch in deinen Körper aufnimmt, Monat für Monat, in dem du solche Tampons trägst.

Deshalb ist es immer besser, Tampons aus hypoallergener Bio-Baumwolle mit neutralem pH-Wert zu verwenden, die deine Vaginalflora nicht aus dem Gleichgewicht bringen und weder Allergien noch Entzündungen verursachen. Die Bio-Tampons von Enroush bestehen aus 100 % Bio-Baumwolle und sind gynäkologisch sowie dermatologisch getestet und freigegeben. So stellen wir sicher, dass wir mit gesunden Menstruationsprodukten für dich da sind, die deine vaginale Bakterienflora schützen.
 

Geschwächtes Immunsystem 

Ein geschwächtes Immunsystem begünstigt die Ansammlung und Vermehrung von Krankheitserregern. Für das vaginale Mikrobiom bedeutet das, dass sich Keime so stark vermehren können, bis sie die Laktobazillen zahlenmäßig übertreffen, was zu Infektionen der Vaginalflora führt. Kümmere dich also um dein Immunsystem, indem du deinen täglichen Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen deckst.

 

Hormonelle Schwankungen 

Schwankungen des Östrogenspiegels im Körper können die Vaginalflora ebenfalls verändern. Während der Schwangerschaft zeigen Studien beispielsweise eine Abnahme der Anzahl und Vielfalt der Bakterienarten im Vaginaltrakt, insbesondere in Richtung Gebärmutter.

Die Antibabypille und die Menopause sind zwei weitere Faktoren, die hormonelle Schwankungen verursachen können. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel drastisch, wodurch das Vaginalgewebe dünner und trockener wird – das erhöht deine Anfälligkeit für Ungleichgewichte und Infektionen der Flora.
 

Ungesunde Ernährung 

Die Fachliteratur der letzten Jahre belegt, dass die Flora des Genitaltrakts und die Darmflora ständig miteinander kommunizieren und deinen psychischen Zustand, deine Immunabwehr und deinen Stoffwechsel beeinflussen. Ihrerseits stehen sie auch mit anderen Organen in Wechselwirkung und wirken sich auf deine Gesundheit und dein inneres Gleichgewicht aus.

Eine Ernährung mit einem Übermaß an Fetten und Zucker, bei der wichtige Nährstoffe fehlen, wirkt sich negativ auf die allgemeine Gesundheit aus – und das spiegelt sich auch in der Gesundheit der Vagina und ihrer Flora wider. Eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung wird Studien zufolge dagegen mit einem ausgewogenen Zustand der Vaginalflora und einem geringeren Risiko für bakterielle Vaginose und HPV in Verbindung gebracht.

Es ist also wichtig, sowohl auf die Vaginalflora als auch auf die Darmflora zu achten.  Einige Studien zeigen sogar, dass ein ausgewogener Konsum von Probiotika mit Lactobacillus-Stämmen zur Wiederherstellung und Erhaltung einer gesunden Vaginalflora beiträgt. Es bedarf allerdings weiterer Forschung, um genau zu bestimmen, welche Menge an Probiotika tatsächlich förderlich ist.

 

Vaginalduschen 

Wir sagen es dir bei jeder Gelegenheit und nutzen jede Möglichkeit, dich daran zu erinnern: Wenn deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt es dir nicht ausdrücklich empfohlen hat, greife NICHT zu Vaginalduschen.

Fachleute für Gynäkologie und Frauengesundheit raten von Scheidenspülungen ab – weder mit Wasser noch mit anderen Substanzen. Genau wie falsche oder übertriebene Hygiene können sie den natürlichen sauren pH-Wert der Vagina verändern, das Gleichgewicht der Flora stören und damit deine Anfälligkeit für Infektionen, Reizungen und PID (entzündliche Beckenerkrankung) erhöhen.

Die Selbstreinigungsfunktion der Vagina reicht völlig aus, sodass du nichts weiter brauchst. Nur Wasser, nur äußerlich (im Bereich der Vulva), einmal täglich – das ist korrekte Intimhygiene.

Wenn du zusätzlich Produkte verwenden möchtest, die dir ein Gefühl von Frische geben, achte darauf, ein natürliches Intimgel ohne Duftstoffe und schädliche Chemikalien zu wählen. Das Intimgel von Enroush ist antibakteriell, besteht zu 95 % aus natürlichen Inhaltsstoffen, ist frei von Duftstoffen und Parabenen und wurde gemeinsam mit Gynäkolog:innen und Dermatolog:innen entwickelt – damit wir uns so um deine Vulva und deine Vagina kümmern, wie du es verdienst.

 

Bestimmte Medikamente 

Antibiotika werden zur Behandlung bakterieller Infektionen im menschlichen Körper eingesetzt. In der Vagina können Antibiotika jedoch sowohl die schlechten als auch die guten Bakterien (Laktobazillen) zerstören. Eine medikamentöse Behandlung wie eine Antibiotikatherapie kann somit deine Flora und das pH-Gleichgewicht der Vagina verändern und dich anfälliger für Infektionen machen.

 

Hoher Stresspegel 

Auf den ersten Blick könnte man meinen, es gebe keinen Zusammenhang zwischen der Vaginalflora (etwas Körperliches) und Stress (etwas Psychisches). Den gibt es aber sehr wohl, denn Cortisol – ein Stresshormon – steigt an, wenn du angespannt oder erschöpft bist. Und ein hoher Cortisolspiegel kann den Laktobazillen-Spiegel senken und so deine Vaginalflora schädigen.

Deshalb ist es gerade in schwierigen Phasen wichtig, Aktivitäten oder Gewohnheiten zu pflegen, die dir helfen, dein Stressniveau unter Kontrolle zu halten. Du kannst Atem-, Entspannungs- oder Meditationstechniken anwenden, Ruhe und Bewegung priorisieren und dir auch professionelle Unterstützung suchen, wenn dir die Situation über den Kopf wächst.

 

Rauchen

Studien deuten darauf hin, dass Laktobazillen auch auf den Tabakgehalt im Körper empfindlich reagieren. Forschende weisen darauf hin, dass Tabak bei Raucherinnen den Anteil pathogener Bakterien erhöhen und den der Laktobazillen senken kann. Darüber hinaus wurden Verbindungen, die beim Rauchen entstehen, im Zervixschleim nachgewiesen. Also ja: Rauchen ist ein Risikofaktor und wirkt sich negativ auf die Mikroflora aus.

 

Sexuelle Aktivität 

Auch die Zahl der Studien wächst, die einen Zusammenhang zwischen sexueller Aktivität und bakterieller Vaginose bzw. einem Ungleichgewicht der Vaginalflora nahelegen. Insbesondere nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder bei mehreren neuen Partnern – und das nicht nur wegen sexuell übertragbarer Krankheiten.

Bakterien von außen gelangen in die Vagina, während der vaginale pH-Wert seinen leicht sauren Zustand auf natürliche Weise verändern kann, da Samenflüssigkeit alkalisch ist – all das stört die normale Flora und erhöht das Infektionsrisiko. Der einfachste Weg, all diesen Problemen vorzubeugen, ist die Verwendung einer Barrieremethode (Kondom).

 

Weitere Faktoren, die ein vaginales Ungleichgewicht verursachen können 

Oben haben wir nur die wichtigsten Risikofaktoren aufgezählt, doch es gibt viele weitere Dinge in deinem Alltag, die das Gleichgewicht deiner Flora beeinflussen können. Achte deshalb auch auf Folgendes:

  • Schwitzen: Es ist völlig normal, im Intimbereich zu schwitzen, besonders in der warmen Jahreszeit. Wichtig ist jedoch, Kleidung und Unterwäsche zu wechseln und so wenig Zeit wie möglich mit feuchtem Stoff auf der Haut zu verbringen. Auch nach dem Training oder dem Schwimmen solltest du nicht zu lange in nasser Kleidung bleiben, denn ein feuchtes Milieu begünstigt die Ansammlung von Bakterien und bringt die natürliche Flora aus dem Gleichgewicht.
  • Deine Kleidung: Wenn Kleidung oder Unterwäsche zu eng sind und aus Synthetikfasern bestehen, kann die Haut nicht atmen – das fördert und hält Schweißbildung aufrecht, womit wir wieder beim eben Besprochenen wären.
  • Feuchte Umgebungen: Sauna und Schwimmbad sind zwei weitere Beispiele für Umgebungen, die das Risiko einer Störung deines vaginalen Mikrobioms erhöhen können. Schwimmbadwasser enthält meist Chlor, das die guten Bakterien in der Vagina zerstören kann.
  • Chemikalien, mit denen deine Haut in Kontakt kommt: Gemeint sind hier Weichspüler und Waschmittel, Duftstoffe und andere schädliche Chemikalien in Intimpflegeprodukten. Vermeide künstliche Substanzen so weit wie möglich und setze auf natürliche Inhaltsstoffe.
  • Verhütungsmethoden: Die Spirale ist ein weiterer bekannter Risikofaktor für die Vaginalflora.

 

Wiederaufbau der Vaginalflora – Behandlungsmethoden: 

Bei so vielen Risiken, dass sie geschädigt wird – wie lässt sich die Vaginalflora nach einem solchen Ungleichgewicht wiederherstellen? Grundsätzlich wird dir deine Ärztin oder dein Arzt eine Behandlung empfehlen, nach der sich Bakterienarten und -zahl wieder normalisieren können – oder eben auch nicht.

Klar ist: Ziel der Behandlung ist es, eine Flora wiederherzustellen, die vorwiegend aus Laktobazillen besteht. Dafür gibt es zwei Hauptoptionen, die Fachleute empfehlen können:

  • Probiotika für die Vaginalflora: werden in der Regel als Nahrungsergänzungsmittel in Tablettenform eingenommen;
  • Vaginalzäpfchen für die Vaginalflora: enthalten Laktobazillen-Stämme, die sich vermehren und dir eine gesunde Vaginalflora zurückgeben sollen.

Welche Behandlung es auch sein mag – am wichtigsten ist, den Anweisungen deiner Frauenärztin oder deines Frauenarztes zu folgen, denn nur Fachleute können dir die passenden Empfehlungen auf Basis deiner Krankengeschichte und deiner Diagnose geben.

 

Komplikationen bei gestörter Vaginalflora 

Es gibt nicht sehr viele Komplikationen, die als Folge eines Ungleichgewichts der Vaginalflora auftreten können, doch bereits die Symptome sind unangenehm, da sie mit erheblichem Unbehagen einhergehen. Wenn wir jedoch von einer ungesunden Flora sprechen, meinen wir automatisch auch bakterielle Vaginose oder andere Infektionen und Erkrankungen, die ihrerseits weitere Komplikationen nach sich ziehen können. So kann es letztlich sogar kommen zu:

  • Frühgeburt;
  • Fehlgeburt;
  • Schwierigkeiten bei der In-vitro-Fertilisation;
  • Verschlimmerung anderer urogenitaler Infektionen oder Erkrankungen.

 

Tipps zur Erhaltung der Vaginalflora 

Wenn du deine Vaginalflora im Gleichgewicht und deinen vaginalen pH-Wert im Normalbereich hältst, sorgst du dafür, dass dein Körper dich wirksam vor Infektionen schützen kann. Du hast also allen Grund, gut auf die Gesundheit deiner Vagina zu achten – und wir beenden diesen Artikel mit ein paar Tipps, wie dir das gelingt:

  • Vermeide aggressive Seifen, parfümierte Feuchttücher und Vaginalduschen: Alles, was übermäßiges Waschen und das Einbringen fremder Bakterien in deine Vagina bedeutet, bekommt ein klares NEIN. Verhindere, dass schädliche Chemikalien wie Duftstoffe oder Parabene mit deinem Intimbereich in Kontakt kommen und sein empfindliches Gleichgewicht stören. Verwende nur Wasser und gegebenenfalls ein natürliches Intimgel.
  • Wähle deine Tampons sorgfältig und wechsle sie rechtzeitig: Wenn du während der Menstruation Tampons benutzt, entscheide dich für natürliche Tampons aus 100 % Bio-Baumwolle, die frei von Dioxinen, Chlor, Pestiziden, Kunststoff, Duftstoffen, Synthetikfasern usw. sind. Achte außerdem darauf, sie rechtzeitig zu wechseln, damit die Laktobazillen nicht von anderen Bakterienarten zahlenmäßig überholt werden;
  • Trage Kleidung aus natürlichen Materialien und achte auf die verwendeten Waschmittel: Wähle Kleidung aus Baumwolle oder anderen leichten Materialien, die die Haut atmen lassen, ohne Synthetikfasern – umso mehr bei Unterwäsche. Stelle außerdem sicher, dass die von dir verwendeten Waschmittel keine für deine Intimgesundheit bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten;
  • Führe einen möglichst gesunden Lebensstil: Wie bereits erwähnt, kommunizieren Darm- und Vaginalmikrobiom ständig miteinander, und alles, was zu deiner Ernährung gehört, wirkt sich auch auf deine Intimgesundheit aus. Versuche, möglichst vitamin- und mineralstoffreiche Lebensmittel zu essen, deine Bewegung, deinen Stress und deine Erholung gut zu steuern und übermäßiges Fett, Zucker und Tabak zu vermeiden. So stärkst du dein Immunsystem, schützt deine reproduktive Gesundheit und tust gleichzeitig dir und deinem Körper etwas Gutes.
  • Schiebe Besuche bei der Frauenärztin oder dem Frauenarzt nicht auf: Ob es um eine Untersuchung wegen bestimmter Beschwerden oder um eine Routinekontrolle geht – Arztbesuche und das Befolgen der erhaltenen Empfehlungen sind enorm wichtig, um Ungleichgewichten vorzubeugen, deine normale Vaginalflora wiederherzustellen und deine Intimgesundheit zu bewahren.
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