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Sexuell übertragbare Krankheiten – alles, was du wissen musst!

Sexuell übertragbare Krankheiten / Infektionen: Symptome, Ursachen & Behandlung

Sexuell übertragbare Krankheiten (STD), auch als sexuell übertragbare Infektionen (STI) bekannt, sind sehr häufig. Jedes Jahr treten weltweit Millionen von Neuinfektionen auf, auch in Deutschland.

 

Was sind sexuell übertragbare Infektionen?

Sexuell übertragbare Krankheiten (STD) beziehungsweise sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind Infektionen, die durch sexuellen Kontakt von einer Person auf eine andere übertragen werden. Der Kontakt erfolgt üblicherweise vaginal, oral oder anal. Manchmal können sie auch über andere Formen intimen Körperkontakts weitergegeben werden. Genitalherpes und HPV lassen sich beispielsweise durch Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen.

Sexuell übertragbare Krankheiten ➤ Arten von Infektionen ➤ Symptome & Behandlungsmethoden ➤ Komplikationen & Risikofaktoren ➤ Erfahren Sie mehr!

Symptome sexuell übertragbarer Krankheiten

STD verursachen nicht immer Symptome, oder sie äußern sich nur durch leichte Beschwerden, die meist übersehen werden. Deshalb ist es möglich, dass Sie eine Infektion haben, ohne davon zu wissen. Übertragen können Sie sie dennoch auf andere.

Wenn Symptome auftreten, können diese sein:

  • Ungewöhnlicher Ausfluss aus Penis oder Vagina
  • Wunden oder Warzen im Genitalbereich
  • Schmerzhaftes oder häufiges Wasserlassen
  • Juckreiz und Rötung im Genitalbereich
  • Bläschen oder Wunden im Mund oder um den Mund herum
  • Auffälliger vaginaler Geruch
  • Analer Juckreiz, Schmerzen oder Blutungen
  • Bauchschmerzen
  • Fieber
     

 

Sexuell übertragbare Krankheiten – Symptome

Sexuell übertragbare Krankheiten sind vielfältig; derzeit sind mehr als 20 solcher Erkrankungen bekannt. Zu den häufigsten gehören jedoch:

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Chlamydien – Anzeichen und Symptome

Eine Chlamydieninfektion ist eine häufige sexuell übertragbare Krankheit. Verursacht wird sie durch das Bakterium Chlamydia trachomatis. Betroffen sein können sowohl Männer als auch Frauen. Bei Frauen entwickeln sich Chlamydien im Gebärmutterhals, im Rektum oder im Rachen. Bei Männern können sie in der Harnröhre (im Inneren des Penis), im Rektum oder im Rachen auftreten.

Sie können sich beim oralen, vaginalen oder analen Sex mit einer infizierten Person anstecken. Frauen können die Krankheit während der Geburt an ihr Kind übertragen.

Chlamydien verursachen in der Regel keine Symptome. Daher merken Sie möglicherweise nicht, dass Sie infiziert sind. Auch symptomfreie Personen können die Krankheit an andere weitergeben. Falls Symptome auftreten, zeigen sie sich oft erst einige Wochen nach dem Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner.

Zu den Symptomen bei Frauen gehören:

  • Auffälliger vaginaler Ausfluss, der stark riechen kann
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Breitet sich die Infektion aus, können Unterbauchschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Übelkeit oder Fieber hinzukommen.

Zu den Symptomen bei Männern gehören:

  • Ausfluss aus dem Penis
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Brennen oder Juckreiz an der Penisöffnung
  • Schmerzen und Entzündung eines oder beider Hoden (dies kommt allerdings seltener vor)

Befallen Chlamydien das Rektum (bei Männern oder Frauen), kann dies rektale Schmerzen, Ausfluss und/oder Blutungen verursachen.

 

Gonorrhö – Anzeichen und Symptome

Gonorrhö (Tripper) ist eine sexuell übertragbare Krankheit. Am häufigsten betroffen sind junge Erwachsene. Die Bakterien, die Gonorrhö auslösen, befallen üblicherweise den Genitaltrakt, den Mund oder den Anus. Sie können sich beim vaginalen, oralen oder analen Sex mit einem infizierten Partner anstecken. Eine schwangere Frau kann ihr Kind während der Geburt infizieren.

Gonorrhö verursacht nicht immer Symptome. Bei Männern kann sie Schmerzen beim Wasserlassen und Ausfluss aus dem Penis hervorrufen. Bleibt sie unbehandelt, kann sie Probleme mit der Prostata und den Hoden verursachen.

Bei Frauen sind die ersten Symptome einer Gonorrhö meist mild. Später kann es zu Blutungen zwischen den Menstruationen, Schmerzen beim Wasserlassen und starkem vaginalem Ausfluss kommen. Unbehandelt kann die Infektion zu entzündlichen Erkrankungen des Beckens führen, die Probleme in der Schwangerschaft und Unfruchtbarkeit verursachen.

 

Trichomoniasis – Anzeichen und Symptome

Trichomoniasis ist eine Infektion, die durch den Parasiten Trichomonas vaginalis verursacht wird. Die Symptome treten meist innerhalb eines Monats nach der Ansteckung auf. Allerdings zeigt bis zur Hälfte der infizierten Personen überhaupt keine Symptome (kann die Infektion aber trotzdem weitergeben).

Die Symptome der Trichomoniasis ähneln denen vieler anderer sexuell übertragbarer Infektionen (STI), weshalb die Diagnose manchmal schwierig ist.

Trichomoniasis kann bei Frauen Folgendes verursachen:

  • auffälliger gelb-grünlicher vaginaler Ausfluss mit veränderter Konsistenz – dick, schaumig oder dünnflüssig. Er ist reichlicher als gewöhnlich und kann zudem unangenehm fischig riechen
  • Schmerzen, Entzündung und Juckreiz im Bereich der Vagina – manchmal juckt auch die Innenseite der Oberschenkel
  • Schmerzen oder Unbehagen beim Wasserlassen oder beim Sex

 

HIV – Anzeichen und Symptome

HIV ist ein Virus, das das Immunsystem angreift. Es kann durch sexuellen Kontakt sowie über andere Wege wie den Austausch von Körperflüssigkeiten übertragen werden. Bei einer mit HIV infizierten Person ist das Virus in allen Körperflüssigkeiten vorhanden, einschließlich Sperma, Blut, Muttermilch usw. Gelangen diese Flüssigkeiten in den Körper einer anderen Person, kann sich auch diese mit HIV anstecken. Das kann durch sexuellen Kontakt, die Verwendung nicht desinfizierter medizinischer oder kosmetischer Instrumente, Hautkontakt bei offenen Wunden, Geburt und Stillen geschehen.

Menschen mit HIV haben ein höheres Risiko, sich mit weiteren STI und anderen Infektionen anzustecken. Ohne Behandlung kann der Körper immungeschwächt werden. Dies kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

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Eine Behandlung kann die Viruslast im Körper so weit senken, dass sie mit Tests nicht mehr nachweisbar ist. Das bedeutet zugleich, dass das Virus aufgrund der sehr geringen Menge nicht auf andere Personen übertragen werden kann. Eine Person mit nicht nachweisbarer Viruslast darf die Behandlung nicht abbrechen. Sie muss weiter fortgesetzt werden, um die Viruslast niedrig zu halten.

Weitere Möglichkeiten, eine Übertragung zu verhindern, sind:

  • die Verwendung eines Kondoms oder einer anderen Barrieremethode beim vaginalen oder analen Geschlechtsverkehr
  • die Einnahme einer Präexpositionsprophylaxe – ein Medikament, das bei Personen mit Virusexposition helfen kann, eine HIV-Infektion zu verhindern
  • das Tragen von Handschuhen und die sorgfältige Entsorgung scharfer Gegenstände in medizinischen oder kosmetischen Arbeitsumgebungen
  • die Verwendung von Einwegnadeln

 

Genitalherpes – Anzeichen und Symptome

Genitalherpes ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die durch das Herpes-simplex-Virus (HSV) verursacht wird. Es kann Wunden im Genital- oder Rektalbereich, am Gesäß und an den Oberschenkeln hervorrufen. Die Ansteckung erfolgt durch vaginalen, analen oder oralen Sex mit einer infizierten Person. Das Virus kann sich sogar dann übertragen, wenn keine Wunden vorhanden sind. Zudem können Mütter ihre Babys während der Geburt infizieren.

Die Symptome von Herpes werden als Ausbrüche bezeichnet. Üblicherweise treten Wunden in der Nähe der Stelle auf, an der das Virus in den Körper eingedrungen ist. Bei den Wunden handelt es sich um Bläschen, die aufplatzen und schmerzhaft werden, um anschließend abzuheilen. Manchmal wissen Betroffene nicht, dass sie Herpes haben, weil sie keine oder nur sehr milde Symptome zeigen. Bei Neugeborenen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann das Virus schwerere Verläufe verursachen.

Im ersten Jahr treten häufig neue Ausbrüche auf. Mit der Zeit werden sie seltener und die Symptome milder. Das Virus bleibt jedoch ein Leben lang im Körper. Erfahren Sie mehr über Genitalherpes, seine Erscheinungsformen und Behandlungsmöglichkeiten in unserem Artikel

 

HPV – Anzeichen und Symptome

Humane Papillomviren (HPV) sind eine Gruppe von Viren, die Haut und Schleimhäute befallen. Zu den Schleimhäuten zählen Mund, Anus, Rachen und Gebärmutterhals. Es gibt verschiedene HPV-Typen. Einige davon können die Gesundheit stärker beeinträchtigen als andere.

HPV ist weit verbreitet und betrifft weltweit Millionen von Menschen. In Deutschland werden jährlich schätzungsweise 300.000 Chlamydien-Neuinfektionen diagnostiziert -- Chlamydien sind die häufigste sexuell übertragbare Infektion in Deutschland.  Nahezu alle sexuell aktiven Menschen infizieren sich irgendwann in ihrem Leben mit HPV – es sei denn, sie wurden geimpft, um dies zu verhindern.

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Da die meisten Fälle völlig symptomfrei verlaufen, besteht ein erhöhtes Risiko, dass sich das Virus weiterverbreitet. Manche HPV-Typen können Genitalwarzen verursachen. Außerdem ist es sehr wichtig zu wissen, dass eine Infektion mit Papillomviren das Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöht – mehr dazu erfahren Sie hier.

HPV kann übertragen werden durch:

  • vaginalen und analen Sex
  • oralen Sex
  • genitalen Kontakt ohne Penetration
  • Übertragung auf das Kind während des intrauterinen Lebens, auch wenn dies selten vorkommt

Eine Impfung kann helfen, die Übertragung von HPV zu verhindern. Weitere Informationen zur HPV-Infektion, zur Impfung und zur Behandlung finden Sie im ENROUSH-Blog.
 

Hepatitis – Anzeichen und Symptome

Hepatitis A wird fäkal-oral übertragen. Dies kann bei direktem oral-analem Kontakt oder durch Kontakt mit Fingern beziehungsweise Gegenständen geschehen, die mit infiziertem Material in Berührung gekommen sind.

Hepatitis B (HBV) ist sexuell leichter übertragbar als HIV (50- bis 100-mal). Bekannt ist, dass HBV in Vaginalsekret, Speichel und Sperma vorkommen kann. Ungeschützter Oral- und Analsex bergen ein erhöhtes Übertragungsrisiko. Da HBV auch im Speichel gefunden wurde, besteht vermutlich ebenfalls ein Risiko der Übertragung durch intensives Küssen, das steigt, wenn ein Partner eine Zahnspange trägt oder offene Wunden im Mund hat. Bislang ist dies allerdings nicht dokumentiert.

Hepatitis C (HCV) wird durch Kontakt mit dem Blut einer infizierten Person übertragen – etwa bei Wunden, Verletzungen im Genitalbereich oder während der Menstruation.

 

Syphilis – Anzeichen und Symptome

Syphilis entsteht durch eine Infektion mit dem Bakterium Treponema pallidum. Es handelt sich um eine potenziell schwere Infektion; eine frühzeitige Behandlung ist notwendig, um dauerhafte Gesundheitsschäden und Langzeitkomplikationen zu vermeiden.

Üblicherweise verläuft sie in vier Stadien.

  • Im ersten Stadium kann eine Person eine runde, derbe Wunde an der Infektionsstelle bemerken, meist im Bereich der Genitalien, des Anus, des Rektums oder des Mundes. Dieses Symptom hält in der Regel 3–6 Wochen an. Möglicherweise ist die Wunde nicht sichtbar, da sie oft schmerzlos ist und sich innerlich befinden kann, beispielsweise in der Vagina. Syphilis kann während der Schwangerschaft auch auf das Kind übergehen.
  • Im zweiten Stadium können folgende Symptome auftreten:
    • ein nicht juckender Hautausschlag in Form rauer, brauner oder roter Flecken an Handflächen oder Fußsohlen
    • Schleimhautläsionen im Mund, Anus oder in der Vagina
    • geschwollene Lymphknoten
    • Haarverlust
    • Kopfschmerzen
    • Gewichtsverlust
    • Muskelschmerzen
    • Müdigkeit
    • Fieber
  • Im latenten Stadium verschwinden die Symptome. Das Bakterium verbleibt jedoch im Körper und kann weiterhin Schäden verursachen.
  • Im tertiären Stadium treten lebensbedrohliche Komplikationen auf. Sie können Gehirn, Nervensystem, Augen, Herz und andere Organe betreffen. Die Symptome in diesem Stadium hängen davon ab, welche Strukturen im Körper von der Syphilis geschädigt wurden.

Die einzige Möglichkeit, eine Syphilis-Infektion zu bestätigen, ist ein Test. Bei positivem Ergebnis sollte die betroffene Person ärztlichen Rat einholen. Außerdem müssen der Sexualpartner beziehungsweise die Sexualpartner über die Infektion informiert werden.

Die Symptome treten durchschnittlich etwa 21 Tage nach der Übertragung des Bakteriums auf, der Zeitraum kann aber auch zwischen 10 und 90 Tagen liegen.

 

Asymptomatische sexuell übertragbare Krankheiten

Viele Menschen glauben, sie würden sofort merken, wenn sie eine sexuell übertragbare Infektion hätten, weil sie die Symptome bemerken würden. Doch leider ist das nicht der Fall. Die erstaunlich hohe Häufigkeit asymptomatischer STI ist ein Grund dafür, dass diese Erkrankungen so weit verbreitet sind. Menschen können – und tun es häufig – viele Jahre mit einer solchen Infektion leben, ohne davon zu wissen. In dieser Zeit können sie, wenn sie nicht achtsam sind, die Infektion an einige oder alle ihrer Sexualpartner weitergeben.

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Die häufigsten asymptomatischen sexuell übertragbaren Infektionen sind:

  • Chlamydien
  • Gonorrhö – bei Frauen verläuft Gonorrhö meist ohne jedes Symptom
  • HPV – die meisten Menschen machen im Laufe ihres Lebens eine HPV-Infektion durch, die häufig von selbst wieder abheilt
  • HIV – in den ersten Monaten oder sogar Jahren nach der Ansteckung kann die Erkrankung völlig symptomfrei verlaufen. Es dauert etwa 10 Jahre, bis sich eine HIV-Infektion zu AIDS entwickelt
  • Genitalherpes – obwohl Genitalherpes oft mit schmerzhaften Wunden assoziiert wird, treten diese bei manchen Menschen nicht auf. Die Infektion besteht dennoch und kann auf den Partner übertragen werden
  • Trichomoniasis – in vielen Fällen verläuft diese STI symptomlos, und die Betroffenen wissen gar nicht, dass sie infiziert sind
  • Hepatitis B – diese heilt in der Regel von selbst ab, vor allem dank der Pflichtimpfung im Kindesalter. Wird sie jedoch chronisch, kann Hepatitis B zu Nierenversagen führen

 

 

Inkubationszeit – sexuell übertragbare Krankheiten

Die Infektionen, die sexuell übertragbare Krankheiten (STD) verursachen, haben unterschiedliche Inkubationszeiten – also unterschiedliche Zeitspannen zwischen der Übertragung und dem Auftreten der Symptome. Manche Inkubationszeiten dauern nur wenige Tage, andere können Wochen oder Monate betragen. Ebenso ist es möglich, dass niemals Symptome auftreten.

Zu wissen, wie lang die Inkubationszeiten der verschiedenen STD-Erreger sind, kann Ihnen helfen, Anzeichen und Symptome besser zu erkennen, sofern sie auftreten – auch wenn dies kein sicherer Weg ist, um festzustellen, ob Sie infiziert sind oder nicht.

  • Gonorrhö: 2–30 Tage
  • Trichomoniasis: 5–28 Tage
  • Syphilis: 10–90 Tage
  • HIV: >14 Tage – mehrere Jahre
  • Genitalherpes: 2–14 Tage
  • Hepatitis: 28–42 Tage

 

Ursachen sexuell übertragbarer Infektionen

STD beziehungsweise STI können verursacht werden durch:

  • Bakterien. Gonorrhö, Syphilis und Chlamydien sind sexuell übertragbare Infektionen, die von Bakterien verursacht werden
  • Parasiten. Trichomoniasis ist eine STI, die durch einen Parasiten verursacht wird.
  • Viren. HPV, Genitalherpes und HIV werden durch Viren verursacht


Risikofaktoren

Jeder, der sexuell aktiv ist, hat ein gewisses Risiko, sich einer STD oder STI auszusetzen. Zu den Faktoren, die dieses Risiko erhöhen können, gehören:

  • Ungeschützter Sex. Vaginale oder anale Penetration mit einem infizierten Partner ohne Latexkondom erhöht das Risiko einer STI deutlich. Auch eine unsachgemäße oder unregelmäßige Anwendung von Schutzmethoden kann das Risiko steigern
  • Oralsex ist möglicherweise weniger risikoreich, aber Infektionen können dennoch übertragen werden, wenn kein Latexkondom oder Dental Dam verwendet wird – ein dünnes, quadratisches Stück Gummi aus Latex oder Silikon.
  • Sexueller Kontakt mit mehreren Partnern. Je mehr Partner Sie haben, desto höher ist das Risiko.
  • Frühere STI. Wenn Sie bereits eine solche Infektion haben, ist es deutlich leichter, sich mit einer weiteren STI anzustecken.
  • Nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen. Der Umgang mit Vergewaltigung oder sexueller Gewalt ist schwierig, doch es ist wichtig, so bald wie möglich einen Arzt aufzusuchen, um Screening, Behandlung und emotionale Unterstützung zu erhalten.
  • Alkoholmissbrauch oder der Konsum von Freizeitdrogen. Substanzmissbrauch kann Ihr Urteilsvermögen beeinträchtigen, sodass Sie eher zu risikoreichem Verhalten neigen.
  • Injizierender Drogenkonsum. Das gemeinsame Benutzen von Nadeln überträgt viele schwere Infektionen, darunter HIV, Hepatitis B und Hepatitis C.
  • Alter. Die Hälfte aller STI tritt bei Menschen zwischen 15 und 24 Jahren auf.
     

Komplikationen sexuell übertragbarer Infektionen

Da viele Menschen in den Frühstadien einer STD oder STI keine Symptome zeigen, ist ein Screening auf STI wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.

Mögliche Komplikationen sind:

  • Beckenschmerzen
  • Schwangerschaftskomplikationen
  • Augenentzündungen
  • Arthritis
  • Entzündliche Erkrankungen des Beckens
  • Unfruchtbarkeit
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Immunschwäche des Organismus
  • Bestimmte Krebsarten, etwa HPV-assoziierte Gebärmutterhals- und Rektumkarzinome


Diagnose & STD-Untersuchungen

Ein STI-Test ist für alle sinnvoll, die auf eine der folgenden Kategorien zutreffen:

  • hat einen neuen Sexualpartner
  • hatte Sex mit mehreren Partnern
  • zeigt Symptome, die auf eine sexuell übertragbare Infektion hindeuten können

Zu beachten ist allerdings, dass kein STI-Test vollkommen genau ist. Zudem gibt es für bestimmte sexuell übertragbare Krankheiten keine verfügbaren Tests, und manche Betroffene entwickeln keine Symptome oder erst nach langer Zeit.

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Welche Untersuchungen werden bei sexuell übertragbaren Krankheiten durchgeführt?

Abhängig von der Sexualanamnese kann Ihr Arzt verschiedene Tests empfehlen, um das Vorliegen einer STI zu überprüfen. Die meisten dieser Erkrankungen lassen sich mit Urin- oder Blutproben nachweisen. Der Arzt kann diese Untersuchungen empfehlen, um Folgendes zu prüfen:

  • Gonorrhö
  • Syphilis
  • Chlamydien
  • HIV

In manchen Fällen sind Urin- und Bluttests nicht so genau wie andere Testverfahren. Gut zu wissen: Nach einer Exposition gegenüber bestimmten Infektionen kann es einen Monat oder länger dauern, bis Bluttests ein zu 100 % verlässliches Ergebnis liefern.

Steckt sich eine Person beispielsweise mit HIV an, kann es einige Wochen bis mehrere Monate dauern, bis Tests die Infektion nachweisen.

Viele Ärzte verwenden vaginale, zervikale oder urethrale Abstriche, um andere sexuell übertragbare Krankheiten zu überprüfen.

  • Wenn Sie eine Vagina haben, kann Ihr Arzt während einer gynäkologischen Untersuchung mit einem Wattetupfer vaginale und zervikale Proben entnehmen.
  • Ob Sie eine Vagina oder einen Penis haben – es können urethrale Proben entnommen werden, indem ein Wattetupfer in die Harnröhre eingeführt wird.
  • Wenn Sie Analsex haben, kann zusätzlich eine Rektalprobe entnommen werden, um zu prüfen, ob sich infektiöse Erreger im Rektum befinden.
     

STD-Diagnosetests aus der Apotheke

Manche Apotheken bieten Testkits an, die Sie zu Hause anwenden können – für eine Reihe sexuell übertragbarer Infektionen (STI), darunter Chlamydien, Gonorrhö, Trichomonaden, Syphilis und HIV. Die Testergebnisse sind vertraulich und liegen innerhalb von 3 Werktagen vor. Diese Tests sind allerdings nur für Personen sinnvoll, die keine Symptome einer sexuell übertragbaren Krankheit zeigen. Wenn bereits Symptome vorliegen, ist eine fachärztliche Untersuchung in einer entsprechenden Praxis erforderlich. Und selbst wenn ein Heimtest negativ ausfällt: Bei Verdacht auf ein falsch negatives Ergebnis sollten Sie einen Facharzt konsultieren. Dieser wird Sie zu den weiteren Schritten beraten.

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Möglichkeiten zur Vorbeugung sexuell übertragbarer Krankheiten

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Es gibt eine Reihe von Faktoren, die das Risiko für STD erhöhen können. Daher ist es wichtig, Präventionsmaßnahmen zu beachten, um sich zu schützen. Dazu gehören:

  • Die Verwendung eines Kondoms oder eines Dental Dams beim Oralsex. Damit lässt sich das Risiko eines direkten Kontakts mit einer Läsion oder einer Flüssigkeit, die einen Erreger enthält, deutlich senken.
  • Die Verwendung von Gleitmitteln auf Wasserbasis, da ölbasierte Produkte Kondome beschädigen können.
  • Die Durchführung von STI-Tests, auch wenn Sie keine Symptome haben. Regelmäßige Tests sollten Priorität haben, besonders bei einem neuen Partner
  • Impfungen. Impfstoffe, die vor Erkrankungen wie Hepatitis und HPV schützen, sind eine von Fachärzten häufig empfohlene Präventionsmaßnahme.
  • Der Verzicht auf Drogen und Alkohol. Diese Substanzen können die Wahrscheinlichkeit eines gesundheitlich riskanten Verhaltens erhöhen.
  • Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen oder der Verzicht auf Sex mit Personen, die injizierende Drogen konsumieren. Wer injizierende Drogen konsumiert, hat ein höheres Risiko, an einer STD wie HIV oder Hepatitis zu leiden.

Die oben genannten Vorsichtsmaßnahmen können das Risiko einer Übertragung oder Ansteckung mit STI senken, stellen jedoch keine Garantie dar. Wichtig ist ein offenes Gespräch mit jedem neuen Partner über dessen Sexualanamnese, bevor eine Beziehung beginnt. Sinnvoll ist es, wenn sich beide Partner vor dem ersten sexuellen Kontakt testen lassen.

 

Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Art und Komplexität gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten für sexuell übertragbare Krankheiten. Am häufigsten verschreiben Ärzte eine medikamentöse Therapie mit Antibiotika oder Virostatika.

 

Antibiotika

Einmaldosis-Antibiotika werden häufig zur Behandlung bestimmter bakterieller und parasitärer sexuell übertragbarer Infektionen eingesetzt, darunter Gonorrhö, Syphilis, Chlamydien und Trichomoniasis. In der Regel werden Gonorrhö und Chlamydien gleichzeitig behandelt, da die beiden Infektionen oft zusammen auftreten.

 

Virostatika

Bei Genitalherpes oder HIV wird üblicherweise ein antivirales Medikament verordnet. Die Wahrscheinlichkeit eines Herpes-Rezidivs sinkt, wenn Sie täglich eine suppressive Therapie mit einem vom Facharzt verordneten Virostatikum einnehmen. Dennoch ist es weiterhin möglich, Herpes auf den Partner zu übertragen.

Antivirale Medikamente können eine HIV-Infektion über viele Jahre unter Kontrolle halten. Sie bleiben jedoch Virusträger und können das Virus weitergeben, auch wenn das Risiko geringer ist.

 

Was ist nach einem positiven Ergebnis zu tun?

Jedes Land hat unterschiedliche Vorgaben, doch in den meisten müssen bestimmte STI dem örtlichen oder regionalen Gesundheitsamt gemeldet werden. Gesundheitsbehörden beschäftigen häufig speziell geschulte Fachkräfte für Infektionsintervention, die bei der Benachrichtigung von Partnern und der Vermittlung von Behandlungen unterstützen. Diese Stellen können außerdem psychologische Beratung anbieten, über das Krankheitsmanagement informieren und alle weiteren Fragen beantworten, die Sie haben könnten.

 

Wie informiert man seinen Partner bzw. seine Partnerin über eine STD?

Zeigen die Tests, dass Sie eine STI haben, müssen Ihre Sexualpartner – einschließlich aktueller Partner und aller weiteren Partner der letzten drei Monate bis zu einem Jahr – informiert werden, damit sie sich testen lassen können. Sind sie infiziert, können sie anschließend behandelt werden.

Eine offizielle, vertrauliche Partnerbenachrichtigung kann die Ausbreitung von STI begrenzen, insbesondere bei Syphilis und HIV. Personen mit erhöhtem Risiko erhalten so Beratung und die passende Behandlung. Manche STI können erneut auftreten oder man kann sich wieder anstecken. Wenn Sie darauf achten, Ihren Partner zu informieren, verringern Sie das Risiko einer Neuinfektion.

 

Häufige Fragen

Im Folgenden finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu sexuell übertragbaren Krankheiten.

 

Kann man sich sexuell übertragbare Krankheiten durch Oralsex holen?

Ja, ein großer Teil der STD kann auch durch Oralsex übertragen werden.

 

Können sexuell übertragbare Krankheiten auf das Baby übertragen werden?

Sexuell übertragbare Krankheiten können im intrauterinen Leben, während der Geburt oder über die Muttermilch auf Babys übertragen werden. Der Übertragungsweg hängt von der jeweiligen Infektion ab.

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