Du warst zu einer Routine-Ultraschalluntersuchung, nachdem sich die ersten Schwangerschaftsanzeichen gezeigt hatten, und hast fassungslos erfahren, dass sich die Schwangerschaft nicht so entwickelt, wie sie sollte? Oder haben Blutungen in der Schwangerschaft eingesetzt und du suchst um 2 Uhr nachts nach Antworten, weil du nicht mehr ruhig schlafen kannst? Wenn du gerade zum ersten Mal von der Molenschwangerschaft gehört hast, medizinisch Blasenmole oder Mola hydatidosa genannt, dann ist das Erste, was du wissen solltest: Sie entsteht durch einen genetischen Fehler bei der Befruchtung. Sie kann sich nicht zu einer lebensfähigen Schwangerschaft entwickeln, aber die gute Nachricht ist, dass sie sich in der großen Mehrheit der Fälle mit einer einzigen Behandlung vollständig beheben lässt.
Was du über die Molenschwangerschaft wissen solltest:
Was ist eine Molenschwangerschaft und warum ist sie keine gewöhnliche Schwangerschaft
Wie häufig ist sie und wer hat ein höheres Risiko
Warum entsteht eine Molenschwangerschaft (und warum trifft dich keine Schuld)
Die Symptome der Molenschwangerschaft
Wie die Diagnose Molenschwangerschaft gestellt wird
Die Behandlung der Molenschwangerschaft
Die Beta-hCG-Kontrolle nach der Behandlung
Komplikationen: gestationsbedingte Trophoblasterkrankung und Chorionkarzinom
Verhütung während der Nachsorgephase
Wann du wieder schwanger werden kannst
Die emotionale Verarbeitung nach einer Molenschwangerschaft
Häufige Fragen
Die Molenschwangerschaft, auch Blasenmole oder Mola hydatidosa genannt, gehört zur Gruppe der gestationsbedingten Trophoblasterkrankungen (GTD). Je nachdem, welches genetische Material nach der Befruchtung vorhanden ist, kann sie als komplette oder partielle Blasenmole auftreten.
Nach der Befruchtung beginnen die Trophoblastzellen, aus denen eigentlich die Plazenta entstehen sollte, sich anormal zu vermehren und bilden eine Masse aus kleinen, flüssigkeitsgefüllten Bläschen. Zur besseren Vorstellung: Stell dir diese Masse wie eine Weintraube vor. Statt einer funktionsfähigen Plazenta entwickelt sich dieses anormale Gewebe, und der Embryo kann sich nicht richtig entwickeln. Dennoch bleibt der Schwangerschaftstest positiv, weil das Molengewebe hCG produziert.
Erschrick nicht, nur weil du auf den medizinischen Unterlagen das Wort Tumor liest. In ihrer ursprünglichen Form ist die Blasenmole gutartig. Das bedeutet nicht, dass sie unbehandelt bleiben darf, aber es handelt sich von Anfang an nicht um eine bösartige Form.
Auch im Ultraschall kann eine Molenschwangerschaft anders aussehen als eine gewöhnliche Schwangerschaft. Statt einer normalen Plazenta können die bereits beschriebenen zystischen Strukturen sichtbar werden.
Bei der kompletten Blasenmole wird eine Eizelle ohne mütterliches genetisches Material von einem oder zwei Spermien befruchtet. Somit stammen alle Chromosomen vom Vater. Es entsteht überhaupt kein Embryo.
Das anormale Plazentagewebe produziert große Mengen hCG, weshalb der Schwangerschaftstest positiv ausfallen kann und die Schwangerschaftsbeschwerden besonders stark ausgeprägt sein können.
Die komplette Form birgt außerdem ein höheres Risiko für spätere Komplikationen als die partielle Form.
Bei einer partiellen Blasenmole befruchten zwei Spermien eine normale Eizelle, oder ein einzelnes Spermium verdoppelt sein genetisches Material. Der Embryo hat dadurch 69 statt 46 Chromosomen.
Es kann sich ein Embryo zusammen mit einer teilweise anormalen Plazenta bilden, doch die Schwangerschaft kann nicht fortbestehen. Genau deshalb wird die partielle Mole anfangs manchmal mit einer unvollständigen Fehlgeburt verwechselt.
Die Diagnose wird durch die histopathologische Untersuchung des entfernten Gewebes gestellt, weshalb diese Untersuchung zwingend erforderlich ist.
Die Molenschwangerschaft ist selten, doch es gibt einige Faktoren, die ihre Wahrscheinlichkeit erhöhen können. Das bedeutet nicht, dass eine Person mit einem dieser Faktoren zwangsläufig eine Molenschwangerschaft bekommt, sondern lediglich, dass das Risiko erhöht ist. Es geht um statistisch beobachtete Risikounterschiede, nicht um direkte Ursachen.
Allerdings lösen weder deine Ernährung noch Sport, Stress, frühere Verhütung oder dein Sexualleben eine Molenschwangerschaft aus. Es besteht also niemals ein Grund, dir Vorwürfe zu machen, denn es liegt nicht an etwas, das du getan hast oder anders hättest machen können.
Um die Ursachen einer Molenschwangerschaft zu verstehen, müssen wir genau zum Moment der Befruchtung zurückkehren.
Normalerweise bringen Eizelle und Spermium jeweils 23 Chromosomen mit, sodass die neue Zelle 46 besitzt. Bei einer Blasenmole tritt ein Fehler in der Art und Weise auf, wie sich das genetische Material verbindet.
In einem Szenario wird eine Eizelle ohne mütterliches genetisches Material von einem Spermium befruchtet, und das väterliche genetische Material vervielfältigt sich. So entsteht die komplette Blasenmole, bei der kein Embryo vorhanden ist.
Im anderen Szenario wird eine normale Eizelle mit ihren 23 mütterlichen Chromosomen von zwei Spermien befruchtet oder von einem Spermium, das sein genetisches Material verdoppelt. Das Ergebnis hat 69 statt 46 Chromosomen, was zu einer partiellen Blasenmole führt.
Der Fehler entsteht jedoch in der Sekunde der Befruchtung, noch bevor irgendjemand von einer Schwangerschaft weiß. Er hat nichts mit einem falsch durchgeführten Schwangerschaftstest zu tun, nichts mit zuvor eingenommenen Antibabypillen, einer Infektion, körperlicher Anstrengung oder Stress.
Außerdem ist die Molenschwangerschaft im üblichen Sinne nicht erblich. Es gibt allerdings eine äußerst seltene familiäre Form, die mit Mutationen der Gene NLRP7 und KHDC3L einhergeht und vor allem bei wiederholten Molenschwangerschaften relevant ist.
Viele Molenschwangerschaften verursachen keinerlei auffällige Symptome. Deshalb wird sie häufig zufällig beim ersten Ultraschall entdeckt, zwischen der 8. und 14. Schwangerschaftswoche.
Wenn Symptome auftreten, können dazu gehören:
Fortgeschrittene Formen mit dem vollständigen klassischen Beschwerdebild sind heute selten. Der Ultraschall ermöglicht es der Ärztin oder dem Arzt, die meisten Fälle bereits im ersten Trimester zu erkennen, bevor die Symptome derart deutlich werden.
Wenn du Symptome einer Molenschwangerschaft bemerkst oder im ersten Trimester irgendeine Blutung feststellst, warte nicht ab, ob sie von selbst aufhört. Suche sofort ärztliche Hilfe, wenn:
du Atembeschwerden hast.

Besteht der Verdacht auf eine Molenschwangerschaft, stützt sich die Ärztin oder der Arzt auf mehrere Informationen, um eine Diagnose zu stellen. Der Weg beginnt in der Regel mit einem vaginalen Ultraschall und einer Blutuntersuchung zur Bestimmung des Beta-hCG, des in der Schwangerschaft gebildeten Hormons. Diese gehören zu den Schwangerschaftsuntersuchungen, die wichtige Hinweise auf den Verlauf der Schwangerschaft liefern.
Der Ultraschall kann Veränderungen zeigen, die auf eine Molenschwangerschaft hindeuten, während das Beta-hCG Aufschluss über die Menge des vom Trophoblastgewebe gebildeten Hormons gibt. Gemeinsam helfen beide, zu verstehen, was vorliegt, und eine Molenschwangerschaft von anderen Situationen mit ähnlichen Anzeichen abzugrenzen.
Weder ein Schwangerschaftstest für zu Hause noch ein einzelner Beta-hCG-Wert können für sich allein bestätigen, dass es sich um eine Mole handelt. Der Heimtest zeigt lediglich, dass hCG vorhanden ist, sagt aber nicht, warum es erhöht ist – außerdem kann es zu falsch positiven Schwangerschaftstests kommen. Auch die hCG-Werte können in anderen Situationen schwanken.
Die eindeutige Diagnose lässt sich durch die histopathologische Untersuchung des entfernten Gewebes stellen. Mit anderen Worten: Das aus der Gebärmutter entfernte Gewebe wird unter dem Mikroskop untersucht, um festzustellen, ob die Veränderungen für eine Molenschwangerschaft charakteristisch sind. Manchmal erhältst du die Diagnose erst nach der Ausschabung, durch die histopathologische Untersuchung. Das gilt besonders für die partielle Mole, die im Ultraschall einer verhaltenen Fehlgeburt ähneln kann.
Das Erscheinungsbild der Molenschwangerschaft im Ultraschall kann je nach Molentyp unterschiedlich sein.
Bei der kompletten Mole zeigt sich klassischerweise eine heterogene intrauterine Masse mit zahlreichen zystischen Räumen. In der Fachliteratur wird sie als Schneegestöber (snowstorm) oder Weintraube beschrieben. In der Regel sind weder Fruchthöhle noch Embryo sichtbar, und die Gebärmutter kann größer sein als dem Schwangerschaftsalter entspricht. Manchmal treten zusätzlich beidseitige Eierstockzysten auf.
Bei der partiellen Mole kann die Plazenta verdickt sein und fokale zystische Räume aufweisen. Es kann ein für das Schwangerschaftsalter zu kleiner Fötus und eine verminderte Fruchtwassermenge vorliegen.
Warum ist das Beta-hCG in dieser Situation so wichtig? Das Trophoblastgewebe, das sich bei einer Molenschwangerschaft anormal entwickelt, kann das Hormon im Übermaß produzieren. Aus diesem Grund können die Beta-hCG-Werte bei einer Molenschwangerschaft die für das Schwangerschaftsalter erwarteten Werte deutlich überschreiten, vor allem bei einer kompletten Mole.
Das bedeutet nicht, dass es einen Wert gibt, ab dem die Diagnose sicher ist. Es existiert kein Beta-hCG-Grenzwert, der für sich allein eine Molenschwangerschaft bestätigen könnte.
Sehr hohe Werte können beispielsweise auch bei einer Zwillingsschwangerschaft auftreten. Und eine partielle Mole kann normale oder sogar niedrige Beta-hCG-Werte aufweisen.
Der sehr hohe hCG-Spiegel kann auch einige der begleitenden Symptome erklären. Das Hormon kann die FSH- und LH-Rezeptoren stimulieren und so die Entstehung von Thekaluteinzysten an den Eierstöcken begünstigen.
Gleichzeitig kann hCG die TSH-Rezeptoren der Schilddrüse stimulieren, was zu Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion wie Herzklopfen, Zittern oder Hitzeunverträglichkeit führen kann.
Der Beta-hCG-Wert muss immer zusammen mit dem Ultraschall, den Symptomen und – sofern vorhanden – dem histopathologischen Befund beurteilt werden.
Eine Molenschwangerschaft kann nicht fortgeführt werden und muss aus der Gebärmutter entfernt werden. Das Molengewebe wächst weiter, und wenn es in der Gebärmutter verbleibt, steigt das Risiko für Blutungen und weitere Komplikationen.
Die gute Nachricht ist, dass die Ausräumung in den meisten Fällen ausreicht, damit der Körper in Remission geht. Die Standardbehandlung ist die Saugkürettage, auch Vakuumaspiration genannt.
Der Eingriff erfolgt unter Narkose und umfasst:
Es handelt sich um einen kurzen Eingriff. Treten keine Komplikationen auf, kannst du noch am selben Tag nach Hause gehen, sobald du dich von der Narkose erholt hast. Mehr über den Eingriff und die Erholungszeit erfährst du in unserem Artikel über die Gebärmutterausschabung: Ablauf und Erholung.
Nach der Ausräumung ist es normal, wenn du Krämpfe verspürst und eine gewisse vaginale Blutung hast. Diese kann von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen anhalten, und die Menstruation kehrt meist innerhalb von 4–8 Wochen zurück.
Eine weitere gute Nachricht ist, dass die Ausräumung in etwa 80 % der Fälle zur Remission führt, ohne dass eine weitere Behandlung nötig wäre. Dennoch bleibt die Beta-hCG-Kontrolle nach dem Eingriff unerlässlich, da ein Teil der Patientinnen später eine gestationsbedingte Trophoblastneoplasie entwickeln kann.
Wenn du die Blutgruppe Rhesus-negativ hast, erhältst du nach der Ausräumung Anti-D-Immunglobulin, um einer Rhesus-Sensibilisierung vorzubeugen.
Die Hysterektomie ist nicht die übliche Behandlung bei einer Molenschwangerschaft. Sie kann in bestimmten Situationen besprochen werden, zum Beispiel wenn du keinen Kinderwunsch mehr hast und ein erhöhtes Risiko für eine Trophoblastneoplasie besteht – etwa ab einem Alter von über 40 Jahren oder bei einer kompletten Mole mit Risikofaktoren.
Doch selbst nach einer Hysterektomie muss die Beta-hCG-Kontrolle fortgesetzt werden. Der Eingriff entfernt die Gebärmutter, beseitigt aber nicht vollständig das Risiko, dass Trophoblastgewebe fortbesteht oder sich weiterentwickelt.
Hast du versucht, online Informationen über die Behandlung der Molenschwangerschaft zu finden? Möglicherweise bist du dabei auf Alternativen wie Tees, Kräuter, Tinkturen, Nahrungsergänzungsmittel oder sogenannte hormonelle Entgiftungskuren gestoßen.
Nichts davon kann das Molengewebe aus der Gebärmutter entfernen. Im Gegenteil: Ein Aufschieben der Ausräumung kann dein Risiko für Blutungen und weitere Komplikationen erhöhen.
Auch die medikamentöse Behandlung mit Misoprostol ist bei einer bestätigten Mole nicht die erste Wahl. Daten aus aktuellen Übersichtsarbeiten zeigen, dass ihr Einsatz mit einer unvollständigen Ausräumung einhergeht und die Patientinnen später häufiger eine Chemotherapie benötigen.
Deshalb bleibt die Saugkürettage bei der Molenschwangerschaft die empfohlene Methode zur Entfernung des Molengewebes.
Das bedeutet nicht, dass du etwas falsch gemacht hast, wenn du nach Alternativen gesucht hast. Eine Molenschwangerschaft ist eine ungewöhnliche medizinische Situation, und es ist ganz natürlich, alle Möglichkeiten verstehen zu wollen. Wichtig ist, die Behandlung nicht aufzuschieben, die dir wirklich hilft – nämlich die Entfernung des Molengewebes.
Wie bereits erwähnt, ist die hCG-Kontrolle nach der Ausschabung besonders wichtig.
Beta-hCG ist der Marker, der zeigt, ob noch Trophoblastgewebe im Körper vorhanden ist. Nach der Ausräumung sollte der Wert allmählich sinken und sich normalisieren.
In der Regel wird das Beta-hCG wöchentlich kontrolliert, bis es Normalwerte erreicht, danach monatlich über einen von der Ärztin oder dem Arzt festgelegten Zeitraum. Die Dauer der Nachsorge hängt vom Molentyp und davon ab, wie schnell das Hormon abfällt.
Bei einer partiellen Mole ist die Nachsorge in der Regel deutlich kürzer als nach einer kompletten Mole.
Die Protokolle können je nach Klinik variieren, daher legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt die genauen Intervalle fest. Am wichtigsten ist, dass du keine Untersuchung auslässt, nur weil du dich gut fühlst. Manche Komplikationen einer Molenschwangerschaft lassen sich gerade über Veränderungen des Beta-hCG erkennen, bevor überhaupt Symptome auftreten.
Ein einfacher Tipp, der dir jede Kontrolle erleichtern kann: Bewahre die Laborbefunde in chronologischer Reihenfolge auf. Der Verlauf der Werte gibt der Ärztin oder dem Arzt ein viel klareres Bild als ein einzelner isolierter Befund.
Eine Molenschwangerschaft heilt in den meisten Fällen nach Ausräumung und Nachsorge aus. Manchmal entwickelt sich das Trophoblastgewebe jedoch weiter. Dann kann eine gestationsbedingte Trophoblastneoplasie (GTN) entstehen. Das Risiko liegt bei etwa:
Das am aufmerksamsten verfolgte Signal ist der Beta-hCG-Wert. Wenn der Wert nicht wie erwartet sinkt, stagniert oder nach der Ausräumung wieder ansteigt, wird die Ärztin oder der Arzt die Möglichkeit einer GTN abklären.
Die gute Nachricht ist, dass sich auch diese Komplikation wirksam behandeln lässt.
Bei Formen mit niedrigem Risiko erfolgt die Behandlung üblicherweise mit einer Monochemotherapie, etwa mit Methotrexat oder Actinomycin D, in spezialisierten Zentren. Die Heilungsraten sind sehr hoch, und die Behandlung kann die Fruchtbarkeit erhalten.
Das Chorionkarzinom ist eine bösartige Form des Trophoblasttumors, die im Rahmen einer Trophoblasterkrankung auftreten und sich im Körper ausbreiten kann. Auch dieses ist mit Chemotherapie behandelbar.

Verhütung ist in der Zeit nach der Behandlung einer Molenschwangerschaft wichtig – nicht, weil eine neue Schwangerschaft kontraindiziert wäre, sondern weil die Ergebnisse sonst deutlich schwerer zu deuten wären.
Eine neue Schwangerschaft lässt den hCG-Spiegel erneut ansteigen, und die Ärztin oder der Arzt könnte dann nicht mehr ohne Weiteres sagen, ob das Hormon von einer neuen Schwangerschaft oder von verbliebenem Trophoblastgewebe stammt.
Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über Verhütungsmethoden und ihre Wirksamkeit, um gemeinsam den genauen Zeitraum und die für dich passende Methode festzulegen.
Grundsätzlich können hormonelle Methoden während der Nachsorgephase angewendet werden, einschließlich der Kombinationspille. Eine Spirale wird dagegen in der Regel erst nach Normalisierung des hCG eingesetzt. Wird sie zu früh eingelegt, kann das Risiko einer Gebärmutterperforation steigen, solange sich die Gebärmutter noch erholt. Mehr über die Spirale: Einlage und Entfernung erfährst du in unserem Blog.
Eine der natürlichsten Fragen nach einer Molenschwangerschaft ist, ob du später noch eine normale Schwangerschaft haben kannst. Und die Antwort lautet: ja.
Eine Molenschwangerschaft verursacht keine Unfruchtbarkeit bei Frauen. Die meisten Betroffenen können später eine normale Schwangerschaft erleben, entscheidend ist jedoch der Zeitpunkt, zu dem du wieder zu versuchen beginnst.
Es gibt keine einheitliche Wartezeit, die für alle Frauen gilt, denn sie hängt vom Molentyp, vom hCG-Verlauf und von der erhaltenen Behandlung ab. Manche Empfehlungen erlauben einen neuen Versuch einige Monate nach Normalisierung des hCG, andere Protokolle raten zu einem längeren Zeitraum.
Wenn du eine Chemotherapie wegen einer GTN erhalten hast, empfiehlt das RCOG, eine Schwangerschaft für 12 Monate nach Abschluss der Behandlung zu vermeiden.
Erfreulicherweise bleibt das Risiko einer Wiederholung gering:
Bei der nächsten Schwangerschaft kann dir die Ärztin oder der Arzt einen frühen Ultraschall empfehlen, um den normalen Verlauf zu bestätigen. Außerdem kann nach der Geburt sicherheitshalber eine hCG-Bestimmung empfohlen werden.
Wenn du dich auf eine neue Schwangerschaft vorbereitest, können Folsäure und die von der Ärztin oder dem Arzt empfohlenen pränatalen Vitamine dich bei einer gesunden Schwangerschaft unterstützen – sie verhindern jedoch keine erneute Molenschwangerschaft, ebenso wenig wie sie eine Eileiterschwangerschaft verhindern können.
Für eine Frau, die davon träumt, Mutter zu werden, bedeutet eine Molenschwangerschaft mehr als nur einen medizinischen Eingriff und einige Monate mit Blutuntersuchungen.
Sie ist auch ein Verlust. Auch wenn medizinisch von der Ausräumung der Schwangerschaft gesprochen wird, kann es für dich echte Trauer bedeuten. Du kannst dich auch mit Schuldgefühlen konfrontiert sehen, mit der Angst, keine Kinder mehr bekommen zu können, oder mit dem seltsamen Gefühl, schwanger gewesen zu sein und doch nicht richtig. Es kann schwer sein, deinem Umfeld zu erklären, was passiert ist – besonders dann, wenn du selbst noch versuchst, es zu begreifen.
Versuche, es dir in dieser Zeit so leicht wie möglich zu machen:
Vielleicht ist das Wichtigste, zu verstehen und zu akzeptieren: Nichts von dem, was du getan hast oder hättest tun können, hat die Molenschwangerschaft verursacht – und nichts hätte sie verhindern können. Du hast sie nicht durch deine Ernährung ausgelöst, nicht durch Anstrengung, nicht durch Stress und nicht durch eine Entscheidung, die du getroffen hast.
Wenn die Traurigkeit länger als zwei Wochen anhält, du deinen Alltag nicht mehr bewältigen kannst oder Gedanken an Selbstverletzung auftreten, hole dir sofort Hilfe bei einer Ärztin, einem Arzt oder einer psychologischen Fachkraft.
Und nur weil du Angst verspürst, wenn du an die Zukunft denkst, heißt das nicht, dass die Zukunft genauso aussehen wird. Die meisten Frauen können nach einer Molenschwangerschaft normale Schwangerschaften erleben und gesunde Kinder bekommen.

Du bist noch immer beunruhigt und hast weitere Fragen zur Molenschwangerschaft? In diesem Abschnitt beantworten wir die häufigsten Fragen von Frauen mit der Diagnose Blasenmole.
Nein, eine Molenschwangerschaft ist kein Krebs. Es handelt sich um eine anormale Form der Schwangerschaft, bei der sich das Trophoblastgewebe ungewöhnlich entwickelt. In den meisten Fällen genügen die Behandlung durch Ausräumung und die Beta-hCG-Kontrolle.
Ja, der Schwangerschaftstest ist bei einer Molenschwangerschaft positiv. Das Molengewebe produziert hCG, also genau das Hormon, das Schwangerschaftstests nachweisen. Manchmal kann der sehr hohe hCG-Spiegel dazu führen, dass die Testlinie besonders kräftig ausfällt – das allein kann die Diagnose jedoch nicht bestätigen.
Nein, eine Molenschwangerschaft kann sich nicht bis zur Geburt eines gesunden Kindes entwickeln. Das Molengewebe muss entfernt werden, um Komplikationen vorzubeugen und die anschließende Beta-hCG-Kontrolle zu ermöglichen. Bei der partiellen Mole kann ein Fötus vorhanden sein, doch auch dann kann sich die Schwangerschaft nicht normal entwickeln.
Die Dauer der Beta-hCG-Kontrolle hängt vom Molentyp und vom Verlauf der hCG-Werte ab. In der Regel erfolgt die Untersuchung wöchentlich bis zur Normalisierung, danach in von der Ärztin oder dem Arzt festgelegten Abständen.
Es ist möglich, dass eine Molenschwangerschaft keinerlei Symptome verursacht, die sich von einer normalen Schwangerschaft unterscheiden. Treten Beschwerden auf, können das vaginale Blutungen, starke Übelkeit und starkes Erbrechen, Schmerzen oder Druckgefühl im Becken, eine für das Schwangerschaftsalter zu große Gebärmutter oder Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion sein.
Ja, aber das Wiederholungsrisiko ist gering. Nach einer einzelnen Molenschwangerschaft liegt das Risiko für eine weitere Mole bei etwa 1–2 %. Nach zwei aufeinanderfolgenden Molenschwangerschaften steigt das Risiko auf etwa 15–20 %.
Ja. Eine Molenschwangerschaft verursacht keine Unfruchtbarkeit, und die meisten Frauen können später eine normale Schwangerschaft erleben. Wichtig ist jedoch, abzuwarten, bis die Beta-hCG-Kontrolle abgeschlossen ist und die Ärztin oder der Arzt bestätigt, dass ein erneuter Versuch sicher ist.
Eine unbehandelte Molenschwangerschaft kann Blutungen und andere Komplikationen verursachen, und das Trophoblastgewebe kann weiterwachsen. In manchen Fällen kann eine gestationsbedingte Trophoblastneoplasie entstehen.
Die Molenschwangerschaft ist eine anormale Entwicklung von Gewebe innerhalb der Gebärmutter. Die Eileiterschwangerschaft entwickelt sich außerhalb der Gebärmutter, am häufigsten in einem Eileiter. Beide können Blutungen und Schmerzen verursachen, sind aber unterschiedliche medizinische Situationen und werden verschieden behandelt.
Nein, eine Molenschwangerschaft entsteht nicht, weil du etwas Bestimmtes getan oder unterlassen hast. Sie ist das Ergebnis eines Fehlers bei der Befruchtung, der die Entwicklung des genetischen Materials der Schwangerschaft betrifft.
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