Sexuelle Lust, Erregung, Libido - treten auf, wenn du mental und körperlich bereit und begierig auf sexuelle Aktivitäten bist. Es ist dein sexuelles Verlangen und kann Masturbation, Fantasien oder sexuelle Kontakte mit einer anderen Person umfassen.
Die Definition eines erfüllten Sexuallebens ist subjektiv: unsere Wünsche und Bedürfnisse unterscheiden sich von Person zu Person und können sich im Laufe des Lebens verändern. Von Menschen, die verliebt in Sex sind (verschiedener Art) bis hin zu Asexuellen, bedeutet Vergnügen vieles! Aber es ist nicht ganz so einfach: Vergnügen kann auch objektiv sein, da es auch von biologischen, psychologischen, körperlichen oder sozialen Faktoren beeinflusst wird. Und sie können dein Sexualleben auf positive oder negative Weise beeinflussen. Es gibt Faktoren, die man ändern oder entfernen kann, und es gibt Faktoren, die dich immer beeinflussen werden. Und egal wie viel Kontrolle du über einige von ihnen hast, eines ist sicher: Vergnügen liegt nicht zu 100% in deiner Hand!
Kurz gesagt, nicht alles ist schwarz und weiß, aber es gibt viele Nuancen, wenn es um Subjektivität versus Objektivität geht. Schließlich geht es bei Sex um Geist und Körper, oder?

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen und darüber zu sprechen, dass es mehrere externe Faktoren gibt, die dein Vergnügen verändern können, denn nur durch Dialog können wir das (immer noch bestehende) Stigma im Zusammenhang mit Sexualerziehung reduzieren. Denn schließlich geht es um die Gesundheit aller.
Aber schauen wir uns an, welche sind einige der wichtigsten Faktoren, die sexuelles Vergnügen und Gesundheit beeinflussen können!
Biologie
Alter kann das Vergnügen beeinflussen, besonders um die Perimenopause und Menopause herum – aber nicht für jeden.
Der Menstruationszyklus spielt eine Rolle bei den Hormonspiegeln: Zum Beispiel haben viele Frauen während des Eisprungs und der Menstruation ein höheres Erregungsniveau, aber nicht alle. Auch hier sind Hormone schuld, denn während Progesteron ansteigt (nach dem Eisprung), zeigen Studien, dass die sexuelle Lust abnimmt.
Menopause - senkt den Östrogenspiegel und verursacht vaginale Trockenheit - aber es gibt Lösungen, um die Symptome zu verbessern
Psychosozial
Wie du sexuelle Erregung und Vergnügen erlebst (oder auch nicht), hängt von einer Vielzahl psychologischer, sozialer oder kultureller Faktoren ab, wie Anziehung, emotionale und körperliche Nähe, Neugier, Liebe, einige moralische Überzeugungen zur Sexualität - und vieles mehr. Stress ist auch ein wichtiger mentaler Faktor, der die sexuelle Gesundheit und das Vergnügen beeinflusst.
Zusätzlich zu all dem gibt es auch sexuellen Missbrauch und andere intime Erfahrungen, die einen negativen Einfluss auf Verlangen, Erregung oder Orgasmus haben. Umgekehrt ist Intimität eng mit der Art verbunden, wie du deine Sexualität und dein Selbstwertgefühl ausdrückst.
PHYSIOLOGISCH
Hier sind wahrscheinlich einige der wichtigsten externen Faktoren, die sich als wichtig für dein Sexualleben erwiesen haben:
Verhütungsmethoden basierend auf Hormonen (z.B. Antibabypillen) beeinflussen sowohl negativ - manche Menschen erleben die Nebenwirkungen als negativ für das Vergnügen - als auch positiv - aus psychologischer Sicht fühlen sich manche Menschen sicher und wohl
Unfälle oder Verletzungen
Krankheiten und chronische Erkrankungen (sexuell übertragbare Infektionen, Diabetes, Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Depression, Endometriose, etc.)
Medikamente (Antidepressiva) oder Operationen
Sport kann hingegen einen positiven Einfluss auf das Vergnügen haben. Körperliche Aktivität hat sich als vorteilhaft für die sexuelle Gesundheit erwiesen.
Während einige Faktoren, die die sexuelle Funktion negativ beeinflussen, nicht geändert werden können, können andere durch Verhaltensänderungen oder mit Hilfe deines Arztes angegangen werden: Zum Beispiel, wenn die Antidepressiva, die dir verschrieben werden, einen negativen Effekt auf dich haben, kannst du deinen Arzt bitten, die Behandlung zu ändern.

Das sexuelle Verlangen von jedem ist unterschiedlich. Es gibt keine Normalität, wenn es um das Interesse und Vergnügen jedes Einzelnen geht. Denn das Vergnügen kann sich je nach Dingen wie Stress, Medikamenten, die du nimmst, und anderen körperlichen, emotionalen und Lebensstilfaktoren ändern.