Hitzewallungen können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Bei Frauen ist die häufigste Ursache jedoch die Menopause. Meistens besteht kein Grund zur Sorge, und es bedeutet nicht, dass sich hinter den Hitzewallungen Krankheiten oder andere schwerwiegende gesundheitliche Probleme verbergen. Es handelt sich lediglich um ein typisches Symptom der Menopause – einer Lebensphase, die für jede Frau völlig normal ist und vor der man weder Angst haben noch der man ausweichen muss.
Das heißt jedoch nicht, dass du einfach still leiden musst – besonders dann nicht, wenn du merkst, dass die Hitzewallungen deinen Schlaf, deinen Alltag, deine Stimmung und letztlich deine Lebensqualität beeinträchtigen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, diese plötzlichen Hitzeschübe in den Griff zu bekommen – von pflanzlichen Hausmitteln bis hin zu ärztlich verordneten Therapien zur Linderung der Beschwerden. Alles Wichtige dazu erfährst du in unserem Artikel.
Hitzewallungen sind ein plötzliches Gefühl intensiver Hitze. Sie treten meist im oberen Körperbereich auf und machen sich besonders stark im Gesicht, am Hals und am Dekolleté bemerkbar – mit oder ohne Hautrötung und Schweißausbrüche. Umgangssprachlich werden sie auch „Hitzeschübe“ genannt, und meist gibt es keinen erkennbaren Auslöser (wie etwa nach dem Joggen oder einem intensiven Training): Sie kommen und gehen einfach ohne ersichtlichen Grund.
Diese Hitzewallungen können auch nachts auftreten – in diesem Fall spricht man von „nächtlichen Schweißausbrüchen“. Sie können deinen Schlaf stören und, wenn sie häufig wiederkehren, zu Schlaflosigkeit und depressiven Verstimmungen führen. Dann ist ein Arztbesuch sinnvoll, um eine Lösung zu finden und besser damit umgehen zu können.
Auch Männer können Hitzewallungen bekommen, doch Frauen sind deutlich anfälliger für diese intensiven Hitzeschübe, die vor allem in den Wechseljahren auftreten. In der Zeit der Prämenopause und Menopause finden sehr viele Veränderungen in deinem Körper statt, und Hitzewallungen gehören dazu. Du musst dich nicht erschrecken, denn es ist ein häufiges Symptom: Studien zufolge erleben es 3 von 4 Frauen in den Wechseljahren.
Die menopausetypischen Hitzewallungen können jederzeit in der Prämenopause auftreten, also grundsätzlich ab dem 40. Lebensjahr (seltener auch früher, wenn es sich um eine vorzeitige Menopause handelt). In diesem Fall zeigen sich die Hitzewallungen häufig gleichzeitig mit einem unregelmäßigen Zyklus und seltener werdenden Blutungen, wenn sich der Hormonspiegel im Körper zu verändern beginnt.
In dieser Phase ist das Hormongleichgewicht bereits gestört – ein zusätzlicher Grund, deine Intimflora zu schützen und Entzündungen oder Infektionen vorzubeugen, die dein hormonelles Gleichgewicht weiter aus der Balance bringen können. Deshalb empfehlen wir dir, für die Intimpflege ausschließlich Produkte aus 100 % Bio-Baumwolle und reine Inhaltsstoffe zu verwenden. Die Produkte von Enroush sind hypoallergen, pH-neutral und enthalten natürliche Inhaltsstoffe für eine sanfte Pflege ohne unerwünschte Nebenwirkungen.

Haben die Hitzewallungen hingegen eine andere Ursache – etwa eine hormonelle Störung oder ein anderes gesundheitliches Problem –, können sie in jedem Alter beginnen. Dann ist möglichst zeitnah eine medizinische Untersuchung notwendig, um die auslösenden Faktoren zu erkennen und zu behandeln.
Eine einzelne Hitzewallung kann nur wenige Sekunden dauern oder bis zu 30 Minuten anhalten. Was den Zeitraum in den Wechseljahren betrifft, in dem Hitzewallungen auftreten können: Sie können 6 Monate anhalten, aber auch 5 bis 10 Jahre nach Eintritt der Menopause fortbestehen. Jede Frau erlebt diese Hitzewallungen anders – genau wie alle anderen Symptome der Menopause.
Es gibt zwei Kategorien von Ursachen für Hitzewallungen: die natürlichen Hitzewallungen, die normal sind und in den Wechseljahren auftreten, und jene, die auf eine andere Erkrankung zurückgehen und behandelt werden müssen. Sehen wir uns die auslösenden Faktoren in beiden Fällen der Reihe nach an.
Bei Hitzewallungen, die mit dem Ausbleiben der Menstruation einsetzen, sind die Ursachen nicht exakt geklärt. Die hormonellen Veränderungen, die mit dem Eintritt der Menopause einhergehen, spielen dabei jedoch eine offensichtliche Rolle. Der Östrogen- und Progesteronspiegel sinkt deutlich, was zu Störungen der Körpertemperaturregulation und damit zu diesen plötzlichen Hitzeschüben und übermäßigem Schwitzen führen kann.
Eine weitere mögliche Ursache für Hitzewallungen kann eine Schwangerschaft sein. Eine werdende Mutter erlebt ebenso deutliche Schwankungen des Östrogen- und Progesteronspiegels, sodass Schweißausbrüche und Hitzewallungen in der Schwangerschaft völlig normal sind.
Zu den anderen Erkrankungen, die Hitzewallungen verursachen können, zählen unter anderem folgende bekannte Ursachen unerklärlicher Hitzezustände:
Auch wenn du nicht steuern kannst, wann die Hitzeschübe auftreten – und sie meist ganz plötzlich beginnen –, gibt es bestimmte Faktoren, die Hitzewallungen in den Wechseljahren auslösen oder verstärken können und die du besser meidest. Dazu gehören:
Der Konsum von Alkohol, Koffein und scharfen Speisen
Enge und dicke Kleidung
Hohe Umgebungstemperaturen
Stress und Angstzustände
Rauchen (auch Passivrauchen, also das Einatmen von Zigarettenrauch, wenn eine andere Person raucht).
Weißt du noch, dass wir dir immer wieder sagen, dass Menstruation und Zyklus für jede Frau eine ganz individuelle Erfahrung sind? Genauso ist es auch mit der Menopause, deren Symptome von Frau zu Frau sehr unterschiedlich ausfallen.

Hitzewallungen beginnen und verlaufen unterschiedlich, mit jeweils anderer Dauer und Intensität. Manche Hitzewallungen bleiben fast unbemerkt, andere können den Alltag stark beeinträchtigen. Sie können sich allmählich aufbauen oder aus dem Nichts auftreten. Sie können nach wenigen Sekunden vorbei sein oder bis zu 30 Minuten anhalten. Hitzewallungen können auch wiederkehrend sein und mehrmals innerhalb einer Stunde auftreten.
Das Hauptsymptom einer Hitzewallung in den Wechseljahren ist ein starkes Hitzegefühl im oberen Körperbereich, vor allem im Gesicht, am Hals und am Dekolleté. Diese Hitzeschübe können begleitet sein von:
Schüttelfrost ist besonders dann normal, wenn die Hitzewallungen mit starkem Schwitzen einhergehen. Nachdem das Hitzegefühl abklingt, ist es ganz natürlich, dass ein verschwitzter Körper ein starkes Kältegefühl empfindet.
Haben die Hitzewallungen zudem andere Ursachen als die Menopause, können sie von Symptomen wie Herzklopfen, Unruhezuständen, Bluthochdruck und Verdauungsstörungen begleitet sein.
Du musst während eines Hitzeschubs nichts tun, besonders wenn er nur wenige Sekunden dauert. Hält das Hitzegefühl hingegen an und beeinträchtigt deine Aktivitäten oder deinen Schlaf, gibt es einige einfache Möglichkeiten, diese Momente besser zu bewältigen. Hier ein paar Dinge, die jede Frau umsetzen kann:
Trinke kalte Getränke: Wasser oder Saft mit Eis, sobald du merkst, dass eine Hitzewallung beginnt, kann die Intensität der Symptome verringern.
Kleide dich im Zwiebelprinzip: So kannst du deine Kleidung schnell anpassen, je nachdem, ob dir warm oder kalt ist.
Wähle Kleidung und Wäsche aus Baumwolle: Besonders bei nächtlichen Schweißausbrüchen erhöhen Kleidung und Bettwäsche aus Baumwolle deinen Komfort, weil sie die Haut atmen lassen und das Schwitzen nicht verschlimmern.
Vermeide enge Kleidung aus Kunstfasern: Sie lässt die Haut nicht atmen und fördert dadurch das Schwitzen.
Dokumentiere deine Symptome: Eine gute Idee ist es, ein Notizbuch bereitzuhalten – eine Art Hitzewallungs-Tagebuch (das muss kein Papiertagebuch sein, eine App auf dem Handy genügt auch). Notiere, wann der Hitzeschub begonnen hat und wie er verlaufen ist. So kannst du mit der Zeit möglicherweise wiederkehrende Muster erkennen, die dir Hinweise auf vermeidbare Auslöser geben.
Es gibt viele Möglichkeiten, auf die du zurückgreifen kannst, um Hitzewallungen besser in den Griff zu bekommen, damit sie sich nicht negativ auf dein Leben auswirken.
Liegt eine gesundheitliche Störung zugrunde, wird natürlich in erster Linie diese entsprechend behandelt – und die Hitzewallungen bessern sich dann gleichzeitig.
Werden die Hitzewallungen durch die Menopause verursacht und beeinträchtigen sie deinen Schlaf oder deinen Alltag, findest du in den folgenden Zeilen die passenden Lösungen. Wichtig zu wissen: Alle diese Behandlungen sollten erst nach einem Arztbesuch und einem Gespräch mit dem Arzt begonnen werden, damit sichergestellt ist, dass sie wirken und keine Wechselwirkungen mit anderen Therapien auftreten.
Zu den am häufigsten eingesetzten Präparaten, um Hitzewallungen zu lindern oder loszuwerden, gehören natürliche, pflanzliche Mittel und Vitamine:
Vitamin E: kann Hitzegefühle lindern
Traubensilberkerze (Black Cohosh): eine Pflanze, die häufig zur Linderung von Menopausesymptomen verwendet wird
Ginseng: kann Schlafstörungen lindern und die Stimmung verbessern
Lebensmittel mit hohem Gehalt an Phytoöstrogenen: wie Soja, Leinsamen und Trockenfrüchte
Bedenke, dass jedes Präparat – auch solche, die harmlos erscheinen (wie Vitamine und Mineralstoffe oder pflanzliche Naturheilmittel) – Wechselwirkungen mit anderen Behandlungen haben kann, die du gerade anwendest. Außerdem handelt es sich um sehr individuelle Mittel, die bei einer Frau gut wirken und bei einer anderen völlig wirkungslos bleiben können.

Sprich deshalb immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, bevor du deine Ernährung mit einem solchen Präparat ergänzt, damit du sicher sein kannst, dass es dir bei den Hitzewallungen wirklich hilft und du es gefahrlos einnehmen kannst. Lass dich auch zu Dosierung, Konzentration und Einnahmedauer dieser Präparate beraten.
Hormonelle Behandlungen mit Östrogen werden vor allem bei Frauen eingesetzt, deren Schlaf oder Alltag durch Hitzewallungen stark beeinträchtigt wird. Sie können die Häufigkeit der Hitzeschübe wirksam verringern, werden jedoch zusammen mit einem Gestagen verabreicht, um bei Frauen mit noch vorhandener Gebärmutter Gebärmutterschleimhautkrebs vorzubeugen.
Frauen, bei denen bereits eine Hysterektomie durchgeführt wurde, benötigen diesen Schutz nicht mehr – ihnen kann Östrogen allein, ohne Gestagen, verabreicht werden.
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sind Antidepressiva, die eine Form der nicht-hormonellen Behandlung darstellen. Ärzte können sie empfehlen, um über die Regulierung des Serotoninspiegels Häufigkeit und Schwere der Hitzewallungen zu verringern. Eingesetzt werden können:
Auch wenn sie positive Effekte haben können, ist die Behandlung von Hitzewallungen nicht der eigentliche Zweck dieser Antidepressiva. Deshalb ist es sehr wichtig, die Vorgaben des Facharztes zu Dosierung und Einnahmedauer genau einzuhalten.
Es gibt auch natürliche Mittel, die viele Frauen gegen Hitzewallungen ausprobieren und für die kein Rezept nötig ist. Dazu gehören pflanzliche ätherische Öle, verschiedene Tees gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren, Meditation, Hypnose oder Akupunktur. Diese können wirksam sein, weil sie Stress und Angst reduzieren – eine ebenso große Rolle kann jedoch der Placebo-Effekt spielen.
Studien konnten bei Personen, die solche Therapien angewendet haben, keine signifikante Verbesserung im Vergleich zu jenen nachweisen, die an Placebo-Behandlungen teilgenommen haben.
Es ist längst keine Neuigkeit mehr, dass das Hormongleichgewicht stark vom Lebensstil beeinflusst wird. Alltagsstress, eine unzureichende oder übermäßige Ernährung sowie schädliche Gewohnheiten können Hitzewallungen verstärken. Diese Faktoren zu beseitigen und zugleich positive Veränderungen und gesunde Gewohnheiten in den Alltag zu integrieren, kann helfen, das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen und Hitzewallungen zu lindern. Du kannst also kleine Veränderungen vornehmen, zum Beispiel:
Verzichte auf Rauchen (auch Passivrauchen) und übermäßigen Alkohol- und Koffeinkonsum.
Iss nährstoffreiche Lebensmittel im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung.
Meide scharfe Speisen und alles, was deine Hitzewallungen erfahrungsgemäß auslöst.
Führe einen aktiven Lebensstil und bewege dich mehrmals pro Woche.
Achte auf dein Gewicht und reduziere deine Körpermasse bei Übergewicht.
Lerne und praktiziere Techniken zur Stressbewältigung.
Da sich die Ursachen von Hitzewallungen nicht exakt bestimmen lassen, gibt es keine Vorbeugemaßnahmen mit maximaler Wirksamkeit. Manchmal lassen sich Hitzeschübe in den Wechseljahren einfach nicht verhindern.
Was du hingegen tun kannst: Beobachte die Auslöser – am besten mithilfe eines Tagebuchs – und meide die Situationen, die deine Hitzewallungen erfahrungsgemäß aktivieren. Auch ein ausgeglichener Lebensstil kann diese Zustände lindern.
Wenn es dir gelingt, dir das Zwiebelprinzip beim Anziehen zur Gewohnheit zu machen, kann dir das helfen, solche Episoden leichter zu bewältigen. Ebenso hilfreich sind Bettwäsche und Kleidung aus Baumwolle, um nächtlichen Schweißausbrüchen vorzubeugen oder zumindest das Unbehagen zu verringern.
In diesem Abschnitt beantworten wir einige der häufigsten Fragen zu Hitzewallungen – denn wir wissen, dass du neugierig bist, ob sie nach der Menopause verschwinden und ob es noch ein Wundermittel gibt, über das wir bisher nicht gesprochen haben. Die Antworten findest du unten.
Hitzewallungen können nach der Menopause verschwinden – oder auch nicht. Manchmal hören sie 6 Monate nach Eintritt der Menopause auf. In anderen Fällen können sie bis zu 10 Jahre anhalten. Alles ist von Frau zu Frau unterschiedlich, abhängig vom Lebensstil und vielen weiteren Faktoren. Die gute Nachricht: Wenn Hitzewallungen über längere Zeiträume anhalten, bessern sie sich meist von selbst und nehmen an Intensität ab.
Jede Behandlung, auch eine pflanzliche, kann Nebenwirkungen haben – besonders wenn du gleichzeitig andere Therapien anwendest. Auch wenn sie in kleinen Mengen meist sicher sind, ist es ratsam, vor Beginn jeder Behandlung mit dem Arzt zu sprechen.
Zudem können sie bei einer Person wirken und bei einer anderen völlig wirkungslos bleiben. Es gibt bislang nicht genügend Studien, die ihre Wirksamkeit und ihren Nutzen belegen; es existieren jedoch Untersuchungen, die die möglichen negativen Folgen der Einnahme größerer Mengen von Traubensilberkerze oder Nachtkerzenöl aufzeigen – darunter Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen und Übelkeit.
Veränderungen des Östrogenspiegels im Körper können die Schwere der Hitzewallungen beeinflussen. Du kannst also versuchen, mehr Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Phytoöstrogenen zu essen, denn sie können (natürlich in geringerem Maße) ähnliche Wirkungen wie das körpereigene Östrogen haben und so Hitzegefühle lindern.
Einige Lebensmittel mit hohem Isoflavongehalt (diesen pflanzlichen Östrogenen) sind Sojabohnen und Kichererbsen, Linsen, Leinsamen, Trockenfrüchte, Bohnen, Gemüse und Getreide.
Es ist schwierig, einem Phänomen vorzubeugen, dessen Ursache nicht exakt bestimmt werden kann – und genau so ist es bei nächtlichen Schweißausbrüchen. Du kannst jedoch einige Maßnahmen ergreifen, um das Unbehagen zu verringern und die Symptome einer nächtlichen Hitzewallung zu lindern.
Wähle zunächst Kleidung und Bettwäsche aus Baumwolle, die die Haut atmen lässt. Stelle außerdem sicher, dass du ein Glas kaltes Wasser in Reichweite hast, und verzichte vor dem Schlafengehen auf scharfe Speisen (oder andere Lebensmittel, die deine Hitzewallungen auslösen). Auch ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, Hitzewallungen sowohl nachts als auch tagsüber zu lindern.