Stimmt es nicht, dass der erste Gedanke bei Reizungen im Intimbereich sofort eine Infektion oder eine sexuell übertragbare Krankheit ist? Auch wenn das nicht ausgeschlossen ist, ist die Situation häufig gar nicht so ernst. Juckreiz, Brennen und sogar Schwellungen im Intimbereich sind häufiger, als man denkt.
Ja, Reizungen im Genitalbereich können ein Symptom sexuell übertragbarer Infektionen oder sogar von Vulvakrebs sein – sie können aber genauso gut harmlose Entzündungen sein, die durch Allergene in den von dir verwendeten Produkten ausgelöst werden. Wichtig ist, dass du die Ursache – welche auch immer es ist – so schnell wie möglich findest. Die Reizungen bessern sich, sobald du die Ursache beseitigst, sei es durch eine Behandlung oder durch das Weglassen der reizenden Stoffe.
Statistiken nennen keine genauen Zahlen dazu, wie viele Menschen bestimmte Symptome zeigen. Tatsache ist jedoch, dass wohl fast jeder Mensch mindestens einmal im Leben eine Form von Reizung im Intimbereich erlebt hat – ob Juckreiz, Brennen oder eine andere Art der Irritation.
Es gibt dutzende Faktoren, die reizen können: von hormonellen Veränderungen, die du nicht beeinflussen kannst, bis zu Hygieneprodukten, Kleidung und Menstruationsartikeln. Deshalb kann jeder irgendwann eine Reizung im Intim- oder Leistenbereich bekommen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder sexueller Erfahrung. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Infektion vorliegt.
In der Regel ist es kein ernstes Problem und erfordert keine Behandlung, solange es nicht anhält, nicht wiederkehrt, nicht schwer ist (sodass es deinen Alltag beeinträchtigt) und nicht mit starken, sichtbaren Reizungen sowie ungewöhnlichem Scheidenausfluss einhergeht. Wichtig ist aber, die reizenden Faktoren zu erkennen, um sie ausschalten zu können.
Infektionen (verschiedene: durch Parasiten, Pilze, Candida)
Balanitis
Herpes
Syphilis
Genitalwarzen
Schuppenflechte (Psoriasis)
Kontaktdermatitis bzw. Allergien
Vaginaler Juckreiz, Rötungen, Pickelchen und Reizungen im Intimbereich können viele und sehr unterschiedliche Ursachen haben.
Sie können hormonell bedingt sein, zum Beispiel in den Wechseljahren. Wenn die Östrogenproduktion sinkt und Scheidentrockenheit auftritt, steigt die Anfälligkeit für ein Ungleichgewicht der Intimflora und für Reizungen. Dieselben Symptome können auch durch Stress, Vulvakrebs oder Verletzungen im Intimbereich verursacht werden. Achte deshalb auf die Signale deines Körpers und hole ärztlichen Rat ein, wenn die Beschwerden anhalten.

Neben den oben genannten Gründen sind die häufigsten Ursachen für Reizungen im Genitalbereich:
Reizungen im Genitalbereich können äußerst unangenehm sein und beschränken sich nicht nur auf eine leichte Rötung oder etwas Juckreiz. Manchmal werden die Symptome sehr belastend. Zu den Anzeichen, die solche Reizungen begleiten können, gehören:
Rötung und Schwellung der Genitalien
Juckreiz und entzündete Haut
Flüssigkeitsgefüllte Bläschen
Knötchen oder Pickel an der Vulva
Wunden und Läsionen
Brennen
Schmerzen im Becken
Scheidenausfluss mit ungewöhnlicher Farbe oder unangenehmem Geruch
Schmerzen oder Empfindlichkeit beim Geschlechtsverkehr
Verfärbte Hautstellen
Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen
Geschwollene Lymphknoten
Halsschmerzen
Müdigkeit
Fieber

Eine harmlose Reizung, die durch Stress oder reizende Stoffe in Kleidung und Pflegeprodukten ausgelöst wird, verschwindet meist von selbst, kurz nachdem deine Haut nicht mehr mit der Ursache in Kontakt kommt.
Halten die Symptome dagegen an, verschlimmern sie sich, gehen sie mit Ausfluss, Schmerzen oder starkem Unbehagen einher und beeinträchtigen sie deinen Alltag, dann ist es Zeit für einen Termin beim Facharzt. Höchstwahrscheinlich steckt eine andere Erkrankung dahinter – und Selbstmedikation ist in diesem Fall keine Lösung.
Die Behandlung einer Entzündung im Intimbereich richtet sich nach Ursache und Symptomen. Zunächst kann der Arzt folgende Untersuchungen veranlassen:
Je nach den Ergebnissen der Untersuchungen und der gestellten Diagnose kann der Arzt dir eine passende Behandlung empfehlen.
Die Behandlung zielt in erster Linie darauf ab, die Erkrankung zu behandeln, die die Reizungen verursacht – sie unterscheidet sich also je nach Ursache. Der Arzt kann dir sowohl eine medikamentöse als auch eine lokale Therapie zur Linderung der Beschwerden empfehlen:
Antibiotika (Gel oder Tabletten): bei bakterieller Vaginose oder Candidose, bei bestimmten sexuell übertragbaren Infektionen (Chlamydien, Gonorrhö, Trichomoniasis) oder auch bei einer Harnwegsinfektion
Cortisoncreme: zur Behandlung der betroffenen Stelle bei Ekzemen
Salben mit Kortikosteroiden: zur Linderung der Symptome von Psoriasis, Lichen sclerosus oder Lichen planus
Antimykotika (als Tabletten oder Zäpfchen): zur Behandlung von Pilzinfektionen und zur Vorbeugung einer Ausbreitung auf andere Organe (z. B. die Lunge)
Antihistaminika: zur Behandlung von Juckreiz bei Lichen planus
Virostatika: zur Linderung der Symptome von Genitalherpes und zur Senkung des Rückfallrisikos
Antiparasitäre Lösungen: um Parasiten wie Filzläuse loszuwerden
Östrogencremes: wenn Juckreiz und Brennen durch Scheidentrockenheit verursacht werden, die ihrerseits eine Folge der sinkenden Östrogenproduktion in den Wechseljahren ist.
Oft wird das Unbehagen sehr stark, selbst wenn du bereits die von deinem Arzt verordnete medikamentöse oder lokale Behandlung anwendest. Was du in dieser Zeit zu Hause tun kannst: Achte besonders auf deine Hygiene- und Intimpflegeprodukte und wähle möglichst reine Inhaltsstoffe.
Verwende das Enroush Intimgel für die tägliche Reinigung der Vulva – mit 95 % natürlichen Inhaltsstoffen und 87 % Wirksamkeit gegen Candida albicans, denn es enthält keine Parabene und keine allergenen Duftstoffe. Und für Momente, in denen du eine schnelle Reinigung brauchst (zum Beispiel nach dem Toilettengang während der Periode oder unterwegs), nutze die biologisch abbaubaren Intimtücher. Sie sind hypoallergen und mit Milchsäure, Präbiotika und Kamille angereichert, um deine Vulva sanft zu reinigen und deine Intimflora zu schützen – ohne Kompromisse für deine Intimgesundheit.
Es gibt tatsächlich auch andere Hausmittel, die unangenehme Empfindungen lindern können. Zu den gängigsten gehören ein in ein Handtuch gewickelter Eisbeutel, der auf die entzündete Stelle der Vulva gelegt wird, sowie juckreizstillende Cremes, die in der Apotheke rezeptfrei erhältlich sind.
Bedenke aber: Selbstmedikation – also die Behandlung zu Hause ohne ärztliche Anleitung – ist nie die beste Lösung. Bei einer schwereren Infektion kann sie völlig unwirksam sein. Und wenn du ein Problem behandelst, dessen Ursache eine andere ist, kann eine unpassende Therapie die Symptome sogar verschlimmern. Bevor du also ein Naturheilmittel ausprobierst, sprich mit deinem Arzt und hole seinen Rat ein.

Der beste Weg, Reizungen im Genitalbereich vorzubeugen, ist, den Kontakt potenziell reizender Produkte mit der Haut deines Intimbereichs zu vermeiden und dich vor Erkrankungen zu schützen, die dort Entzündungen auslösen. So gelingt es:
Niemand möchte mit Reizungen im Intimbereich zu tun haben. Verständlich also, dass du so viel wie möglich darüber wissen willst, wie man sie behandelt und wie man ihnen vorbeugt. Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen dazu.
Zu den Faktoren mit dem größten Potenzial, Reizungen im Intimbereich zu verschlimmern, gehören Schweiß, enge Kleidung und synthetische Fasern, die die Haut nicht atmen lassen. Die Symptome können sich auch beim Kontakt mit Farbstoffen, Bleichmitteln, Waschmitteln oder allergenen Duftstoffen in Hygieneprodukten verschlechtern: Seifen, Duschgels, konventionelle Binden, Intimdeodorants usw.
Gehe möglichst bald zum Arzt, wenn die Reizungen anhalten, sich verschlimmern, wiederkehren (also verschwinden und erneut auftreten) oder wenn sie mit ungewöhnlichem Scheidenausfluss, Blutungen, Schmerzen, Müdigkeit oder Fieber einhergehen.
Wenn du mit vaginalen Reizungen zu kämpfen hast, frage deinen Arzt alles, was dich beunruhigt, und alles, was du wissen musst, um solche Entzündungen zu behandeln und künftig zu vermeiden. Frage, was die Reizungen verursacht, welche Behandlung am wirksamsten ist und was du zu Hause tun kannst, um die Symptome zu lindern. Du kannst auch fragen, welche Produkte du künftig meiden solltest und welche für deine Haut sicher sind.
Der Arzt untersucht zunächst das Aussehen der betroffenen Stelle und achtet dabei auf Farbe, Textur und Symptome. Auch deine Krankengeschichte wird berücksichtigt – einschließlich der Frage, ob du ungeschützten Geschlechtsverkehr hattest. Für eine korrekte Diagnose können zusätzlich Untersuchungen des Vaginalsekrets, Blutuntersuchungen und Hauttests durchgeführt werden.
Wenn die Reizungen leicht sind und nach der Haarentfernung oder als Reaktion auf Allergene in Duschgel, Badeschaum oder konventionellen Menstruationsprodukten auftreten, dann ja. Die Symptome können von selbst verschwinden, sobald du die betreffenden Produkte nicht mehr verwendest. Sind die Reizungen jedoch stark und anhaltend, kann eine schwerwiegendere Erkrankung dahinterstecken – dann sind ein Arztbesuch und eine Behandlung notwendig.