Unter dem medizinischen Fachbegriff Acne vulgaris bekannt, ist Akne eine häufige Hauterkrankung, bei der verschiedene Arten von Pickeln entstehen, wenn die Poren durch abgestorbene Hautzellen und Talg verstopft werden. Die Aknehaut erhält ein entzündetes Aussehen, das als unschön empfunden wird.
Diese Pickel sind mit Eiter gefüllt und können weiß, schwarz oder anderer Art sein, schmerzhaft oder schmerzfrei. Akne betrifft meist die Gesichtshaut, kann sich aber auch auf Schultern, Rücken und Brust ausbreiten.
Je nach den auslösenden Faktoren und der Erscheinungsform wird Akne in verschiedene Typen eingeteilt. Im Folgenden stellen wir Ihnen vier der häufigsten Formen vor.
Diese Akneform entsteht durch die Hormonproduktion, besonders bei Jugendlichen. Hormonelle Akne betrifft aber auch Erwachsene, deren Poren durch eine übermäßige Talgproduktion verstopfen.
Diese Akneform sieht entzündet aus und kann Juckreiz verursachen. Sie entsteht, wenn sich eine bestimmte Hefeart in den Hautporen ansammelt, und erfordert eine Behandlung zur Linderung der Symptome. Pilzakne ist auch unter der Bezeichnung Pityrosporum-Follikulitis bekannt.
Bei dieser Akneform entstehen eitrige Pickel und Knoten in den tieferen Hautschichten. Häufig sind diese Pickel schmerzhaft und gehen mit Schwellungen und Rötungen einher. Sie gehört zu den Akneformen, die Narben hinterlassen und die Haut dauerhaft schädigen können.
Sie zählt zu den schweren Akneformen und äußert sich durch gewöhnliche Pickel an der Hautoberfläche, aber auch durch weiche, knotige Schwellungen unter der Haut. Wie die zystische Akne kann auch die noduläre Form Narben und dauerhafte Spuren hinterlassen.

Jeder Mensch kann von Akne betroffen sein und irgendwann im Leben einen oder mehrere Pickel bemerken.
Es gibt sehr viele Risikofaktoren, die die Talgproduktion und damit die Entstehung von Pickeln beeinflussen – vom Stressniveau und der langfristigen Ernährung über die Hautpflegeroutine und eingenommene Medikamente bis hin zu hormonellen Schwankungen und anderen Gesundheitsproblemen. Auch wenn sie keine direkten Ursachen der Akne sind, können sie sie verschlimmern, wenn sie bereits vorhanden ist.
Akne ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr verbreitet, da in dieser Zeit erhebliche hormonelle Veränderungen stattfinden. Aber auch Erwachsene jeden Alters können irgendwann Akne entwickeln.
Statistiken zeigen, dass erwachsene Frauen anfälliger für Akne sind als Männer. Vor allem, weil die Hormone im Verlauf des Menstruationszyklus stärker schwanken, was die Akne vor und während der Menstruation verschlimmert.
Auch die Genetik spielt eine wichtige Rolle. Menschen, in deren Familie weitere Mitglieder an Akne leiden, sind stärker gefährdet.
Menschen jeden Alters und jeder Herkunft, überall auf der Welt, haben mit Akne zu kämpfen. Jugendliche und junge Menschen sind am stärksten betroffen. In der Pubertät sind Jungen anfälliger, im Erwachsenenalter Frauen.
Um Ihnen eine Vorstellung zu geben: Etwa 80 % der Menschen zwischen 11 und 30 Jahren haben eine Form von Akne – zumindest in leichter Ausprägung.
Erklären wir zunächst, wie Akne, diese entzündliche Erkrankung der Haut, entsteht.
Ihre Haut enthält Talgdrüsen (die Talg bzw. Öl produzieren), die mit den Haarfollikeln verbunden sind. Bei gesunder Haut wird der von diesen Drüsen produzierte Talg gemeinsam mit den Haaren und den Keratinozyten (eine Art Hautzelle) über Öffnungen in den Follikeln an die Hautoberfläche abgegeben – also über die Poren. Bei Aknehaut hingegen wird dies nicht abtransportiert, sondern bleibt in den Poren stecken.
So entsteht ein Gemisch aus Talg und abgestorbenen Zellen, das es den Bakterien, die sich normalerweise auf der Hautoberfläche befinden, ermöglicht, die Follikel zu verstopfen und zu entzünden. So entstehen Rötungen, Schwellungen und Schmerzen – und so bilden sich Pickel.
Nachdem wir nun Schritt für Schritt geklärt haben, wie Akne entsteht, hier die tatsächlichen direkten Ursachen dafür, dass die Poren verstopfen und Akne entsteht:
Übermäßige Talgproduktion: Normalerweise wird Talg als Schutzbarriere für Ihre Haut gebildet; im Übermaß verstopft er jedoch die Poren und löst Entzündungen aus.
Ansammlung von Bakterien: Kleine Mengen an Bakterien leben normalerweise auf der Hautoberfläche; sammeln sie sich jedoch übermäßig an, können sie Ihre Poren verstopfen.
Abgestorbene Zellen: Die Haut stößt ständig abgestorbene Zellen ab und bildet neue; werden diese abgestoßen, können sie in den Haarfollikeln stecken bleiben und diese verstopfen.
Neben den direkten Ursachen der Akne gibt es bestimmte Auslöser, die bei gesunder Haut keinerlei Reaktion hervorrufen, eine bereits betroffene Aknehaut jedoch verschlechtern. Zu diesen Faktoren gehören:
Hautpflegeprodukte, die toxische Substanzen enthalten oder ölig und schwer sind
Ein Arbeitsumfeld, in dem die Haut ständig mit öligen Substanzen und Fetten in Kontakt kommt (z. B. in einem Restaurant)
Eine feuchte oder verschmutzte Umgebung
Enge Kleidungsstücke, insbesondere Helme, Mützen, Hüte und andere Kopfbedeckungen
Nebenwirkungen bestimmter Medikamente
Ein hohes Stressniveau, da es die Cortisolausschüttung erhöht
Das Ausdrücken von Pickeln, wodurch sich Aknebakterien in den Hautporen verbreiten
Ein hoher Konsum von Milchprodukten und Zucker
Akne kann sich in verschiedenen Formen zeigen, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen, und kann mit Brennen, Juckreiz und sogar Schmerzen einhergehen. All diese Anzeichen und Symptome der Akne führen wir in der folgenden Liste auf:
Pusteln: Das sind die umgangssprachlich als Pickel bekannten, mit Eiter gefüllten Erhebungen
Papeln: Sie sehen wie kleine Erhebungen aus, meist dunkler als Ihr Hautton oder von rötlicher bis violetter Färbung
Mitesser (Blackheads): Sie sehen genau so aus, wie der Name sagt – verstopfte Poren mit einer schwarzen Spitze, wie kleine schwarze Punkte. Sie sind nicht schwarz, weil es sich um Schmutz handelt, sondern weil der Talg bei Kontakt mit Luft seine Farbe verändert
Whiteheads: Ähnlich wie Mitesser, jedoch mit einer weißen Spitze
Zysten: Schwellungen unter der Haut, schmerzhaft und mit Eiter gefüllt
Knoten: Größere und schmerzhafte Schwellungen unter der Haut
Gereizte Haut: Juckreiz, Brennen, Schwellungen, Rötungen und Schmerzen
Emotionaler Stress: Abhängig vom Schweregrad und davon, wie stark das Selbstbild beeinträchtigt wird.
Für die Bestätigung einer Akne sind keine speziellen Tests erforderlich. Mit einer einfachen Untersuchung aus der Nähe kann der Arzt feststellen, dass Ihre Haut von Akne betroffen ist.
Neben der Beurteilung der Symptome kann der Facharzt für eine möglichst genaue Diagnose zusätzliche Fragen zu Ihrem Lebensstil stellen: ob Sie bestimmte Medikamente einnehmen, ob Sie sich in einer stressigen Lebensphase befinden, ob Familienmitglieder an Akne leiden und ob Sie stärkere Ausbrüche vor der Menstruation bemerken. So werden die Risikofaktoren identifiziert und Sie erhalten die passenden Empfehlungen.
Auch wenn für die Diagnose keine weiteren Tests nötig sind, ist ein Dermatologe auf die Behandlung von Hauterkrankungen spezialisiert und kann Ihnen weitere Untersuchungen empfehlen, um die zugrunde liegende Ursache der Akne zu ermitteln.
Es ist besonders wichtig, dass diese Ursachen richtig erkannt werden – vor allem bei Erwachsenen, da sie auf bestimmte hormonelle Ungleichgewichte oder andere Probleme hinweisen können. Zögern Sie also nicht, eine dermatologische Praxis aufzusuchen, wenn Sie zu Aknehaut neigen.
Auch ein Allgemeinarzt kann Akne diagnostizieren, doch es ist ratsamer, den Rat eines Dermatologen einzuholen, um die passende Behandlung zu wählen – besonders, wenn Sie mit den bisher zu Hause oder auf Anraten des Hausarztes durchgeführten Behandlungen keine Verbesserung feststellen.
Ein Dermatologe kann Ihnen je nach Schweregrad der Akne spezifische Empfehlungen geben:
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Akne zu behandeln – nicht nur abhängig von Ursache und Schweregrad, sondern auch vom Alter. Von oral eingenommenen Medikamenten bis zu lokalen Lösungen und Therapien haben alle Behandlungen das Ziel, bereits vorhandene Hautunreinheiten abheilen zu lassen und die Entstehung neuer Pickel zu verhindern. Im Folgenden sprechen wir über die am häufigsten eingesetzten und wirksamsten Lösungen.

In der ersten Phase, wenn Akne auftritt – vor allem bei einer leichten Form und wenn sie in der Pubertät erscheint, wo sie normal ist –, versucht man in der Regel eine Behandlung zu Hause mit einer möglichst geeigneten Pflegeroutine. Das Skincare-Ritual umfasst dabei die tägliche Reinigung der Haut mit Wasser und möglichst natürlichen Produkten für Ihren Hauttyp sowie das Vermeiden von Akne-Auslösern. Zu meiden sind auch Produkte mit Alkohol, Duftstoffen, Ölen oder anderen Chemikalien, die die Hautporen verstopfen und die Akne verschlimmern könnten.
Je nach den Bedürfnissen jeder Person können Dermatologen lokale Behandlungen empfehlen mit:
Aknepflaster: Sie sind eine schnelle und praktische Lösung, wenn Sie Pickel rasch loswerden möchten – ohne Narben und ohne Ausdrücken. Die Enroush Pflaster gegen Pickel und Akne enthalten beispielsweise einen einzigartigen Komplex aktiver Wirkstoffe (Salicylsäure, Hyaluronsäure, Niacinamid und Oligopeptid-76), die durch die innovative Mikrodart-Technologie tief in die Haut abgegeben werden und Pickel in nur 6 Stunden beseitigen. Sie sind dermatologisch getestet und geprüft, mild selbst für empfindliche Haut und lassen sich zudem sehr einfach anwenden. Einfach aufkleben und wieder abziehen – ohne die Haut massieren oder andere Techniken anwenden zu müssen.
Benzoylperoxid: In der Apotheke als Reinigungslösung oder Gel erhältlich, das in die Haut eindringt und Bakterien auf der Hautoberfläche beseitigt. Empfohlen werden niedrige Konzentrationen und abwaschbare Formulierungen, um die Haut nicht zu reizen.
Salicylsäure: Ebenfalls in der Apotheke als Lotion oder Reinigungsprodukt (Cleanser) erhältlich; sie löst die oberste Schicht der Hautzellen auf und entfernt sie. So wird Akne behandelt, indem das Verstopfen der Poren mit abgestorbenen Zellen verhindert wird.
Azelainsäure: Sie soll Entzündungen und Schwellungen der Haut reduzieren, da sie Mikroorganismen auf der Oberfläche abtötet. Es handelt sich um eine natürliche Säure, die aus Roggen, Gerste oder Weizen gewonnen wird.
Retinoide: Es sind in der Apotheke erhältliche Vitamin-A-Derivate, die Whiteheads und Mitesser beseitigen und das Verstopfen der Poren verhindern. Sie wirken jedoch weder schnell noch lokal. Retinoide werden über mehrere Monate auf die gesamte betroffene Hautfläche aufgetragen, um sichtbare Ergebnisse zu erzielen.
Antibiotika: Sie werden häufig in Kombination mit Benzoylperoxid empfohlen, um wirksam gegen die Bakterien auf der Hautoberfläche zu wirken, die die Entstehung von Pickeln verursachen und verschlimmern.

Es gibt auch Behandlungen, die das Problem nicht nur an der Oberfläche, sondern im Körper angehen. Wir sprechen hier von Medikamenten in Tablettenform, die oral eingenommen werden und Folgendes umfassen können:
Antibiotika: Wenn Bakterien die Akne verursachen, können moderate oder schwere Formen mit Antibiotika wie Tetracyclin, Minocyclin oder Doxycyclin behandelt werden. Antibiotika wirken, indem sie Bakterien abtöten, deren Vermehrung verhindern und ihr Eindringen in den Körper unterbinden.
Isotretinoin: Ein oral eingenommenes Retinoid, das die Talgdrüsen verkleinert. Das bedeutet, dass es gleichzeitig die Talgproduktion reduziert, das Verstopfen der Poren verhindert und so der Aknebildung vorbeugt.
Antibabypillen: Bestimmte Kontrazeptiva haben sich in der Aknebehandlung bei Frauen als wirksam erwiesen, da sie durch ihren Gehalt an Östrogen und Progesteron (ein natürliches Steroid, das die Menstruation regelt) das Gleichgewicht des Menstruationszyklus wiederherstellen. Antibabypillen werden neben ihrem verhütenden Zweck auch zur Behandlung vieler weiterer Erkrankungen eingesetzt – über all diese Aspekte haben wir HIER ausführlich gesprochen.
Hormontherapie: Sie besteht in der Einnahme von Antibabypillen mit niedrigen Östrogen- und Progesterondosen oder von Spironolacton, einem Medikament, das der Wirkung bestimmter Hormone auf die Talgdrüsen entgegenwirkt; empfohlen wird sie vor allem dann, wenn sich die Ausbrüche während der Menstruation verschlimmern oder ein Hormonüberschuss die Ursache ist.
Zusätzliche Behandlungen werden empfohlen, wenn lokale und orale Therapien keine Ergebnisse zeigen oder wenn nach der Behandlung deutliche Spuren und Narben zurückgeblieben sind. In diesem Fall kann Ihnen der Dermatologe Folgendes empfehlen:
Lasertherapie: Licht wird eingesetzt, um Aknenarben abheilen zu lassen, indem Wärme in das vernarbte Kollagen unter der Haut abgegeben wird. Ihr Körper reagiert mit einem natürlichen Heilungsprozess und bildet neue, gesunde Kollagenstrukturen, die den Hautaufbau unterstützen.
Chemisches Peeling: Ein Verfahren, bei dem spezielle Substanzen die oberste Hautschicht durch chemische Exfoliation entfernen, sodass eine neue, feinere Schicht mit deutlich weniger Narben nachwächst. Diese Behandlung wirkt auch gegen Falten und feine Linien, hat jedoch den Nachteil einer längeren Erholungsphase, in der die Haut anfälliger für virale, bakterielle oder Pilzinfektionen ist.
Akne vorzubeugen ist schwierig, besonders wenn die Ursachen hormonell sind. Doch Sie können ihre Auswirkungen deutlich reduzieren, indem Sie regelmäßig zum Dermatologen gehen, seine Empfehlungen befolgen und möglichst gesunde Gewohnheiten für Ihre Haut umsetzen:
Schenken Sie Ihrer Haut ein sanftes Pflegeritual mit möglichst natürlichen Inhaltsstoffen, um Ihre natürliche Schönheit zu betonen und die Gesundheit Ihres Teints zu schützen. Akne muss Ihrem Selbstvertrauen nicht im Weg stehen – heute gibt es zahlreiche Lösungen, um sie unter Kontrolle zu halten!