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Anämie – Was ist das, Ursachen, Symptome & wirksame Behandlungen

Fast jeder vierte Mensch weltweit leidet an Anämie – so die Statistiken des IHME (Institute of Health Metrics and Evaluation). Das bedeutet, dass rund 2 Milliarden Menschen von einer Erkrankung betroffen sind, die langfristig das Risiko für Herzinfarkt, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und andere chronische Krankheiten erhöhen kann.

Lies weiter und erfahre, welche Faktoren zu einer Anämie führen, welche Symptome bei Betroffenen häufig auftreten und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Was ist Anämie? 

Anämie (Blutarmut) ist eine Erkrankung des Blutes, die durch einen verringerten Hämoglobinwert gekennzeichnet ist – wenn also nicht mehr genügend rote Blutkörperchen vorhanden sind oder diese nicht mehr optimal funktionieren.

Was ist Hämoglobin? 

Hämoglobin befindet sich in den roten Blutkörperchen und ist ein eisenreiches Protein, das Sauerstoff von der Lunge zu allen anderen Organen und Geweben transportiert. Ohne ausreichend Hämoglobin erhält der Körper nicht mehr genug Sauerstoff aus dem Blut und kann nicht mehr so arbeiten, wie er sollte. Genau das passiert bei einer Anämie.

Warum es wichtig ist, die Anzeichen einer Anämie rechtzeitig zu erkennen 

Bei leichten oder lange bestehenden Anämien bleiben die Symptome oft unbemerkt. Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schwindel schiebt man schnell auf Stress und zu wenig Schlaf – und ignoriert sie. Andere Anzeichen, etwa ungewöhnliche Gelüste, sind schwer einzuordnen, weil man dabei kaum an eine Blutarmut denkt. 

Aufgrund ihrer Symptomatik und weil weniger Sauerstoff zu den Organen gelangt, kann eine Anämie das Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Eine schwere Anämie kann beispielsweise lebenslange gesundheitliche Probleme verursachen und sogar tödlich verlaufen.

Deshalb ist es wichtig, die Anzeichen nicht zu ignorieren, damit eine Anämie bereits im Frühstadium erkannt und behandelt werden kann.

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Formen der Anämie und ihre Ursachen 

Auch wenn wir im Alltag einfach von „Anämie“ sprechen, gibt es tatsächlich über 400 Formen dieser Erkrankung, die in mehrere Kategorien eingeteilt werden. Ursache und passende Behandlung unterscheiden sich dabei jeweils. Das sind die wichtigsten Kategorien:

Eisenmangelanämie

Die Eisenmangelanämie entsteht durch einen Mangel an Eisen. Sie tritt auf, wenn der Eisenspiegel im Körper nicht ausreicht, um Hämoglobin zu bilden. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil bis hin zu Menstruationsstörungen und anderen gesundheitlichen Problemen.

Konkrete Ursachen:

  • Unausgewogene Ernährung mit zu geringer Eisenzufuhr
  • Häufiges Blutspenden
  • Starke oder lang anhaltende Menstruationsblutungen
  • Zwischenblutungen
  • Chronische, langsame Blutungen, insbesondere im Verdauungstrakt (z. B. Magengeschwür)
  • Zu intensives Ausdauertraining
  • Bestimmte Medikamente sowie koffeinhaltige Lebensmittel und Getränke
  • Morbus Crohn und andere Verdauungsstörungen oder Autoimmunerkrankungen der Magenschleimhaut
  • Infektion mit Helicobacter pylori
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Verschiedene Krebserkrankungen

Megaloblastäre Anämie 

Die Vitaminmangelanämie bzw. megaloblastäre Anämie ist durch einen Mangel an Vitamin B12 und B9 (Folsäure) gekennzeichnet, die für die Bildung roter Blutkörperchen benötigt werden. Sie tritt vor allem bei Menschen auf, die über die Ernährung zu wenig Vitamin B12 aufnehmen (zu wenig Fleisch, Eier, Milchprodukte) oder an bestimmten Erkrankungen leiden.

Konkrete Ursachen:

  • Nährstoffmängel (insbesondere Vitamin B12)
  • Bestimmte Medikamente
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Darmerkrankungen
  • Hämatologische Erkrankungen

Hämolytische Anämie

Konkrete Ursachen:

  • Autoimmunerkrankungen wie Lupus, die eine Attacke des Immunsystems auslösen
  • Erbkrankheiten wie Thalassämie
  • Splenomegalie (vergrößerte Milz), die in seltenen Fällen die Zerstörung roter Blutkörperchen verursachen kann
  • Infektionen im Körper
  • Bestimmte Medikamente
  • Entzündungen durch Schlangen- oder Spinnengift oder bestimmte Lebensmittel
  • Toxine infolge einer fortgeschrittenen Nieren- oder Lebererkrankung
  • Bluthochdruck
  • Gerinnungsstörungen
  • Schwere Verbrennungen
  • Tumoren
  • Hämatologische Erkrankungen oder Krebsformen, die zu einer Hämolyse führen können

Aplastische Anämie 

Konkrete Ursachen:

  • Schädigung der Stammzellen im Knochenmark, häufig infolge einer Attacke des Immunsystems
  • Kontakt mit bestimmten Giftstoffen
  • Bestimmte Medikamente
  • Chemotherapie oder Bestrahlung

Chronische Anämie

Eine chronische Anämie liegt vor, wenn die Blutarmut nicht diagnostiziert und behandelt wurde oder nicht auf die Therapie anspricht und über lange Zeit bestehen bleibt. In diesem Stadium kann sie schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, darunter Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Organfunktionsstörungen.

Es gibt außerdem eine Anämieform, die mit anderen chronischen Erkrankungen einhergeht. Sie entsteht, wenn im Körper eine lang anhaltende Entzündung besteht, da entzündungsfördernde Proteine die Bildung roter Blutkörperchen im Knochenmark beeinträchtigen.

Die Thalassämie ist eine Form der hämolytischen Anämie, die auf einem vererbten Gendefekt beruht. Leichte Formen bedürfen keiner Behandlung, in schweren Fällen sind jedoch regelmäßige Bluttransfusionen erforderlich.

Der Thalassämie lässt sich nicht vorbeugen, da sie genetisch weitergegeben wird. Deshalb ist eine genetische Beratung wichtig, wenn Betroffene ein Kind planen.

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Anämie – Symptome 

Die Symptome unterscheiden sich je nach Art, Ursache und Schweregrad der Anämie sowie nach Begleiterkrankungen.

Manche Anämien verlaufen symptomlos, andere werden durch chronische Erkrankungen verursacht, sodass die Beschwerden von der Grunderkrankung überdeckt bleiben. In solchen Fällen wird die Anämie oft zufällig bei Untersuchungen aus anderem Anlass entdeckt.

Im Frühstadium haben Betroffene möglicherweise überhaupt keine Beschwerden. Je länger die Erkrankung besteht und je stärker sie sich verschlimmert, desto ausgeprägter werden die Symptome.

Zu den häufigsten Anzeichen einer Anämie gehören:

  • Müdigkeit und Schwäche
  • Energiemangel
  • Blasse oder gelbliche Haut
  • Herzklopfen (Herzrhythmusstörungen), vor allem bei körperlicher Anstrengung
  • Atemnot, insbesondere bei körperlicher Belastung
  • Schwindel oder Verwirrtheit
  • Brustschmerzen
  • Kalte Hände und Füße
  • Kribbeln in den Gliedmaßen
  • Wadenkrämpfe
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schlaflosigkeit
  • Gelüste auf nicht essbare Substanzen wie Eis, Kalk, Erde oder Papier

Risikofaktoren für eine Anämie 

Es gibt zahlreiche Faktoren, die das Risiko für eine Anämie erhöhen können. Einige davon lassen sich beeinflussen, etwa Ernährung und Lebensstil, andere nicht – sie hängen nicht vom Verhalten der Betroffenen ab, sondern vom Alter oder der familiären Vorgeschichte.

Zu den wichtigsten Faktoren, die die Bildung roter Blutkörperchen beeinflussen und das Anämierisiko erhöhen, zählen:

  • Vitamin- und mineralstoffarme Ernährung
  • Darmerkrankungen
  • Menstruation
  • Schwangerschaft
  • Chronische Erkrankungen
  • Familiäre Vorbelastung
  • Alter

Anämie bei Schwangeren 

Schwangere sind besonders anfällig für eine Anämie, vor allem für eine Eisenmangelanämie. Der Körper einer werdenden Mutter muss etwa 20–30 % mehr Blut bilden, um die Entwicklung des Kindes zu unterstützen – entsprechend steigt der Bedarf an Eisen und Vitaminen. Noch höher ist das Risiko bei Schwangeren, die keine Multivitaminpräparate mit Folsäure einnehmen.

Zwar sind leichte Anämien in der Schwangerschaft durchaus normal, eine schwere Blutarmut kann jedoch sowohl die Gesundheit der Mutter als auch die des Kindes beeinträchtigen.

Bei der Mutter kann eine Anämie zu extremer Erschöpfung, Präeklampsie, Frühgeburt oder Blutungen nach der Entbindung führen.

Beim Kind kann sie ein niedriges Geburtsgewicht, eine unzureichende Entwicklung oder den Tod im ersten Lebensmonat verursachen. Leidet die Mutter während der Schwangerschaft an Blutarmut, hat auch das Baby ein erhöhtes Risiko, im Kleinkindalter eine Anämie zu entwickeln.

Anämie bei Kindern 

Die häufigste Ursache für Anämie bei Kindern und Säuglingen ist Eisenmangel. Babys kommen mit einem Eisenvorrat zur Welt, der im letzten Schwangerschaftsdrittel angelegt wurde und aus dem täglich große Mengen verbraucht werden, um das rasche Wachstum zu unterstützen. Dieser Vorrat ist daher schnell erschöpft, und ab dem Alter von 4 bis 6 Monaten müssen Kinder Eisen direkt über die Nahrung aufnehmen.

Bei gestillten Kindern wird das Eisen aus der Muttermilch besser aufgenommen, wodurch das Risiko eines Mangels sinkt. Dasselbe gilt für Kinder, die Säuglingsmilchnahrung erhalten. Am größten ist das Risiko bei Kindern unter 12 Monaten, die mit Kuhmilch ernährt werden.

In selteneren Fällen kann eine Anämie bei Kindern auch durch bestimmte Infektionen oder Erkrankungen ausgelöst werden.

Je nach Schweregrad können die Symptome Müdigkeit, blasse Haut, eine geschwollene oder schmerzende Zunge, Unruhe und Reizbarkeit oder schneller Herzschlag sein.

Der Zusammenhang zwischen Menstruation und Anämie 

Jede Erkrankung, die mit starkem Blutverlust einhergeht, erhöht das Anämierisiko. Dazu zählt auch die Menstruation – genauer gesagt Zyklusstörungen, die einen Mangel an roten Blutkörperchen begünstigen können.

Menstruationsblutungen sind ein Risikofaktor für eine Eisenmangelanämie, wenn sie häufig auftreten, länger als 7 Tage andauern oder sehr stark sind (Menorrhagie) und ein Wechsel der Menstruationsprodukte stündlich oder noch häufiger nötig ist.

Anämie – Wie wird die Diagnose gestellt? 

Der erste Schritt zur Diagnose einer Anämie ist das ärztliche Gespräch und die Untersuchung, um die Symptome zu erfassen und einzuordnen.

Um den für eine Anämie typischen Mangel an roten Blutkörperchen zu bestätigen, werden verschiedene Blutuntersuchungen durchgeführt – beginnend mit dem großen Blutbild, um unter anderem die Werte von Vitamin B9 und B12 zu überprüfen. Nach Auswertung des Blutbilds kann die Ärztin oder der Arzt weitere Tests empfehlen:

  • Hämoglobinwert, um das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen zu messen
  • Hämatokritwert, um den Anteil der roten Blutkörperchen im Blut zu bestimmen
  • Peripherer Blutausstrich, bei dem die roten Blutkörperchen unter dem Mikroskop untersucht werden, um Form und Größe der Blutzellen zu beurteilen
  • Retikulozytenzahl, um zu prüfen, ob das Knochenmark ausreichend gesunde rote Blutkörperchen bildet
  • Eisenstatus, gemessen über Ferritin (zeigt den Eisenspeicher im Körper), Serumeisen (Eisenmenge im Blut) sowie totale Eisenbindungskapazität und Transferrinsättigung (spiegeln den Eisenbedarf des Körpers wider)
  • Bestimmung von Vitamin B12 und Folsäure
  • BSG (Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit), um Entzündungen oder andere Erkrankungen aufzudecken
  • Knochenmarkpunktion, um die Ursache der Anämie zu klären, wenn kein Mangel an Eisen, Folsäure oder Vitamin B12 vorliegt.

Behandlung der Anämie 

Nach der Diagnose wird die Behandlung individuell festgelegt – abhängig von Art und Schweregrad der Anämie sowie von Symptomen, Alter und allgemeinem Gesundheitszustand.

Empfohlene Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel: Eisen, B12, Folsäure 

Liegt der Anämie ein Eisenmangel zugrunde, besteht die Therapie in der Einnahme von Eisenpräparaten in Tabletten- oder Kapselform sowie in einer eisenreicheren Ernährung.

Ebenso werden bei Anämien durch Vitamin- und Mineralstoffmängel wie Folsäure oder Vitamin B12 entsprechende Präparate und eine vitamin- und nährstoffreiche Ernährung empfohlen. Ziel ist es, den Körper bei der Bildung gesunder roter Blutkörperchen zu unterstützen.

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Ernährung reich an essenziellen Nährstoffen 

Eine Ernährungsumstellung hin zu einer nährstoffreichen Kost gehört zu den ersten ärztlichen Empfehlungen bei Anämie. Dazu zählt ein hoher Verzehr von Eisenquellen sowie von Lebensmitteln mit Vitamin C, Folsäure, Kupfer, Vitamin A und B-Vitaminen.

Weiterführende medizinische Behandlungen (Transfusionen, Hormontherapien)

Je nach Ursache und Schweregrad kann eine medikamentöse Therapie und – in seltenen Fällen – ein weiterführender Eingriff empfohlen werden:

  • Erythropoetin: ein Medikament, das die Bildung von Stammzellen im Knochenmark anregt.
  • Immunsuppressiva: Bei Anämien infolge von Autoimmunerkrankungen gibt es Medikamente, die verhindern, dass das Immunsystem die roten Blutkörperchen angreift.
  • Hormontherapie: bei Anämien, die durch übermäßige Menstruationsblutungen infolge hormonell bedingter Zyklusstörungen entstanden sind.
  • Bluttransfusionen: zum Ersatz der roten Blutkörperchen.
  • Stammzelltransplantation (Knochenmark): um kranke rote Blutkörperchen durch gesunde zu ersetzen.
  • Operative Eingriffe: zur Behandlung innerer Blutungen, wenn diese die Ursache der Anämie sind.

Ernährung bei Anämie 

Eine Ernährung zur Behandlung und Vorbeugung von Anämie sollte alle Makronährstoffe sowie eine Vielfalt an Vitaminen und Mineralstoffen liefern. Besonders empfehlenswert sind Lebensmittel mit viel Eisen, Folat, Vitamin C und Vitamin B12.

Eisenreiche Lebensmittel

Große Mengen Eisen stecken vor allem in dunkelgrünem Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl, Mangold, Brokkoliblättern, Blumenkohl, Rosenkohl und Kohlrabi. Auch Bohnen, Sojabohnen, Kichererbsen und Erbsen liefern beachtliche Mengen.

Weitere wichtige Eisenquellen sind rotes Fleisch, Geflügel, Fisch, Nüsse, Samen, Trockenfrüchte und angereicherte Getreideprodukte.

So verbesserst du die Eisenaufnahme 

Wichtig ist, eisenreiche Lebensmittel mit Vitamin-C-haltigen Nahrungsmitteln zu kombinieren, denn Vitamin C fördert die Eisenaufnahme im Körper. Orangen, Paprika, Tomaten und Erdbeeren sind hervorragende Vitamin-C-Quellen.

Verzichte darauf, kalziumreiche Lebensmittel, Kaffee oder Tee gleichzeitig mit Eisenquellen zu konsumieren, da sie die Aufnahme verlangsamen können.

Lebensmittel, die man bei Anämie meiden sollte 

Bei Anämie sollten Eier, Tofu, Edamame, Sojamilch und Tempeh sowie Kalziumquellen nur in Maßen verzehrt werden. Sie können die Eisenaufnahme hemmen, besonders wenn sie zusammen mit einer eisenreichen Mahlzeit eingenommen werden.

Vermeide vor allem übermäßigen Alkoholkonsum, da dieser die Vitaminaufnahme beeinträchtigen kann.

Anämie – mögliche Komplikationen 

Leichte Anämien verursachen in der Regel keine schweren Symptome oder Komplikationen. Ohne Diagnose und Behandlung bleiben sie jedoch bestehen, die Beschwerden verschlimmern sich und es kann zu einer chronischen Anämie kommen.

Eine chronische Anämie kann ernste Probleme wie Herzinfarkt und Herzinsuffizienz nach sich ziehen. Weitere mögliche Komplikationen sind:

  • Chronische Erschöpfung
  • Herz-Kreislauf-Komplikationen
  • Schwächung des Immunsystems
  • Schwangerschaftskomplikationen (Präeklampsie, Frühgeburt)
  • Beeinträchtigung der kognitiven Funktionen
  • Nierenschäden und Nierenversagen

Wie beugt man einer Anämie vor? 

Der häufigsten Form, der Eisenmangelanämie, lässt sich durch den täglichen Verzehr eisenreicher Lebensmittel vorbeugen – sowie durch:

  • Eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung, die die optimale Funktion des Körpers und die Bildung gesunder roter Blutkörperchen unterstützt.
  • Regelmäßige ärztliche Kontrollen, um eine Anämie oder Erkrankungen, die das Risiko erhöhen, frühzeitig zu erkennen.
  • Vorbeugende Nahrungsergänzung, allerdings nur nach ärztlicher Empfehlung und auf Basis entsprechender Laborwerte.

Für erblich bedingte Anämien gibt es leider keine Vorbeugungsmöglichkeiten.

Häufige Fragen zur Anämie 

Anämie ist eine weit verbreitete Erkrankung, von der fast ein Viertel der Weltbevölkerung betroffen ist und die ohne geeignete Behandlung die Lebensqualität erheblich einschränken kann. Dennoch werden die Anzeichen im Frühstadium leicht übersehen.

In diesem Abschnitt beantworten wir die häufigsten Fragen zu Ursachen, Verlauf und Folgen dieser Erkrankung, damit du besser verstehst, wie eine Anämie entsteht – und sie schon bei den ersten Symptomen erkennst. 

Was bedeutet ein niedriger Hämoglobinwert? 

Hämoglobin ist ein Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff im Körper transportiert. Ein niedriger Hämoglobinwert wird als Anämie bezeichnet und weist häufig auf eine zu geringe Anzahl roter Blutkörperchen hin, was zu Müdigkeit, Schwäche oder Konzentrationsproblemen führen kann.

Kann eine Anämie nach der Behandlung wieder auftreten? 

Ja, eine Anämie kann zurückkehren, wenn die zugrunde liegende Ursache nicht behoben wird (etwa chronische Blutungen, eine nährstoffarme Ernährung oder bestimmte Erkrankungen). Regelmäßige Kontrollen, ein bewusster Lebensstil und das Vermeiden von Risikofaktoren sind entscheidend, um einen Rückfall zu verhindern.

Wie wirkt sich eine Anämie auf die körperliche Leistungsfähigkeit aus?

Eine Anämie verringert die Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu transportieren. Die Folge sind eine geringere körperliche Belastbarkeit, schnelle Erschöpfung, Atemnot und Herzrasen bei anstrengenden Tätigkeiten.

Ist eine Anämie in der Schwangerschaft gefährlich? 

Eine leichte Anämie ist in der Schwangerschaft normal, da der Eisenbedarf steigt und mehr Blut gebildet wird, um die Entwicklung des Kindes zu unterstützen.

Ohne sorgfältige Kontrolle und ohne Multivitaminpräparate mit Folsäure kann sich die Blutarmut jedoch verschlimmern. Das erhöht das Risiko für Komplikationen bei Mutter und Kind, darunter Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht.

Darf ich Blut spenden, wenn ich eine Anämie habe oder hatte? 

Wer aktuell an einer Anämie leidet, darf kein Blut spenden. Hattest du in der Vergangenheit eine Anämie, ist eine Blutspende nur möglich, wenn deine aktuellen Hämoglobinwerte im Normbereich liegen und du dich gut fühlst.

Wie lange dauert die Behandlung einer Anämie? 

Die Behandlungsdauer hängt von Art und Schweregrad der Anämie ab. In der Regel dauert es zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten, bis sich die Hämoglobin- und Eisenwerte im Körper wieder normalisiert haben.

 

Bildquellen: Pexels.com, Unsplash.com, Pixabay.com

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