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Am Anfang des Zyklus, am ersten Tag der Menstruation, produziert dein Gebärmutterhals kein Sekret, da das dafür verantwortliche Hormon (Östrogen) auf einem niedrigen Niveau liegt. Zum Ende der Periode wirst du jedoch wahrscheinlich sowohl Zervixsekret als auch Blutreste bemerken, die eine bräunliche Farbe haben. Genauso gut kann das Sekret aber auch ganz ausbleiben.
In den Tagen nach der Menstruation beginnt das Östrogen allmählich anzusteigen, damit es in der nächsten Phase die Sekretproduktion unterstützen kann. Vorläufig fehlt der Zervixschleim jedoch noch.
Nach den trockenen Tagen, vor dem Eisprung, wird das Sekret eine dichtere, cremigere Konsistenz haben, und während des Eisprungs, wenn das Östrogen seinen Höchststand erreicht, kann es rutschig werden und eine Konsistenz wie Eiweiß annehmen. In dieser Zeit – rund um den Eisprung – fühlt sich deine Vagina viel feuchter an als üblich. Das ist die Phase, in der dein Gebärmutterhals die größte Menge Schleim produziert.
Danach folgt die Lutealphase, nach dem Eisprung. Hier ändern sich die Dinge ein wenig: Das Sekret hat eine andere Konsistenz und wird in geringerer Menge produziert. Es ist entweder leicht klebrig oder fehlt ganz. Der hohe Progesteronspiegel beeinflusst die Sekretproduktion und reduziert sie – ein Zeichen dafür, dass die Menstruation wieder näher rückt: Ein neuer Zyklus beginnt.
Einer der wohl bekanntesten Faktoren, der beeinflusst, wie dein Körper Hormone produziert und sich auf das Vaginalsekret auswirkt, ist die Schwangerschaft. Darüber hinaus kann der Zervixschleim von verschiedenen Infektionen, den Wechseljahren, der Intimhygiene, Verhütungsmitteln (einschließlich der Pille danach), dem Stillen, chirurgischen Eingriffen sowie unterschiedlichen Erkrankungen oder Infektionen beeinflusst werden.

Die häufigsten Ursachen für vaginale Trockenheit sind:
Medikamente / Verhütungsmittel
Ein niedriger Östrogenspiegel
Schwangerschaft
Neben den bereits genannten Ursachen – Verhütungsmittel, Medikamente, Schwangerschaft oder ein niedriger Östrogenspiegel – gibt es natürlich noch weitere Faktoren, die den Zervixschleim beeinflussen können.
Raucherinnen haben ein höheres Risiko für eine frühe Menopause, was bedeutet, dass eine Reihe von Wechseljahresbeschwerden, darunter auch vaginale Trockenheit, früher auftreten.
Manche Frauen haben häufigeren Harndrang oder wiederkehrende Infektionen, die gemeinsam mit vaginaler Trockenheit meist in den Wechseljahren auftreten und als genitourinäres Syndrom der Menopause bezeichnet werden. Zu den üblichen Behandlungsmöglichkeiten gehören eine lokale Östrogentherapie, eine systemische Östrogentherapie, Gleitmittel und topische Feuchtigkeitscremes.
Ein weiteres medizinisches Problem – das Sjögren-Syndrom – könnte ebenfalls eine Ursache für vaginale Trockenheit sein. Das Sjögren-Syndrom ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der die flüssigkeitsproduzierenden Drüsen vom eigenen Immunsystem angegriffen und zerstört werden: Anstatt den Körper vor Infektionen und Krankheiten zu schützen, reagiert es anormal und greift die eigenen gesunden Zellen und Gewebe an.
Wenn du schließlich nach einem Grund für deine vaginale Trockenheit gesucht hast und keiner der oben beschriebenen zutrifft, gibt es noch einen weiteren, weniger offensichtlichen Faktor: eine Allergie oder Reizung durch die Chemikalien in Seifen, Gleitmitteln oder konventionellen Menstruationsprodukten.
Die Chemikalien in den meisten Menstruationsprodukten können vaginale Trockenheit und Reizungen hervorrufen – die Lösung ist daher einfach: Wähle ausschließlich Menstruationsprodukte aus 100 % Bio-Baumwolle. Und vergiss nicht: Deine Vagina reinigt sich selbst! Sie braucht keine Intimspülungen oder Deodorants – diese können ihrem Mikrobiom sogar schaden.