Süßholztinktur ist als natürliches Heilmittel bekannt und wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin eingesetzt. Geschätzt wird die Zubereitung für ihren süßlichen Geschmack und ihre entzündungshemmenden Eigenschaften. Doch wie bei vielen stark wirksamen Pflanzen gehen die Vorteile auch mit bestimmten Gegenanzeigen einher.
Du fragst dich, wann Süßholztinktur hilfreich sein kann und wer sie unbedenklich anwenden darf? Lies den Artikel und erfahre, welche Vorteile sie tatsächlich bietet, wie sie eingenommen wird und welche Risiken du nicht ignorieren solltest.
Süßholz, mit dem wissenschaftlichen Namen Glycyrrhiza glabra, ist eine mehrjährige Pflanze, die in der Phytotherapie vor allem wegen ihrer therapeutischen Eigenschaften geschätzt wird. Sie stammt aus den warmen Regionen Asiens und des Mittelmeerraums, hat einen krautigen Stängel, dunkelgrüne, zusammengesetzte Blätter und violett-bläuliche Blüten.
Der therapeutisch wertvolle Teil des Süßholzes ist die lange Pfahlwurzel mit holziger Struktur, innen gelb und außen braun. Sie wurde jahrtausendelang in der chinesischen und ayurvedischen Medizin sowie in europäischen Traditionen zur Behandlung verschiedener Beschwerden verwendet. Aromatisch, reich an Wirkstoffen und mit ausgeprägten entzündungshemmenden, antioxidativen und antibakteriellen Eigenschaften, wurde sie zur Behandlung und Vorbeugung von Ekzemen, Geschwüren, Reflux sowie weiteren Gesundheitsproblemen eingesetzt.

Zu den enthaltenen Wirkstoffen gehören:
Süßholztinktur ist ein konzentrierter hydroalkoholischer Extrakt, der durch Mazeration der getrockneten Wurzel in einer Alkohol-Wasser-Lösung gewonnen wird. Der Mazerationsprozess dauert in der Regel einige Wochen, in denen der Alkohol die Wirkstoffe effizient herauslöst, sodass ein Produkt mit schneller Wirkung und hoher Bioverfügbarkeit entsteht.
Üblicherweise hat die Tinktur eine Standardkonzentration von 1:5, wird mit 40–50 % Ethylalkohol hergestellt und ist meist in gut dosierbaren 50-ml-Fläschchen erhältlich. Diese Form wird besonders bevorzugt, um die Verdauung zu unterstützen, gereizte Schleimhäute zu beruhigen und Atemwegsbeschwerden zu lindern.
Im Vergleich zu Tee oder Pulver zeichnet sich die Tinktur durch eine höhere Bioverfügbarkeit aus, das heißt, sie kann schneller aufgenommen werden. Die Konzentration der Wirkstoffe ist in dieser Form stabiler, was eine intensivere Wirkung und sichtbare Ergebnisse auch bei geringeren Dosen ermöglicht.
Süßholztinktur gilt aufgrund der einzigartigen Kombination von Wirkstoffen mit entzündungshemmender und antioxidativer Wirkung als komplexer Pflanzenextrakt. Deshalb wird sie sowohl in der Phytotherapie als auch in der Kosmetik oder zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt.
Ihre Eigenschaften können je nach Konzentration variieren, doch grundsätzlich wirken sich die Vorteile auf die Atemwege, das Verdauungssystem, den Hormonhaushalt, das Immunsystem und die Hautgesundheit aus.
Dennoch sind weitere Untersuchungen erforderlich, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Sprich immer mit einem Facharzt, bevor du Süßholztinktur anwendest, wenn du unter Erkrankungen leidest.
Süßholztinktur ist für ihre Fähigkeit bekannt, Entzündungen zu reduzieren und den Körper vor oxidativem Stress zu schützen.
Bestimmte Studien haben gezeigt, dass Glycyrrhizin und weitere Wurzelbestandteile die systemische Entzündung senken können und so zur Linderung chronischer Erkrankungen wie Arthritis beitragen. Gleichzeitig wirken die Flavonoide der Pflanze als natürliche Antioxidantien, neutralisieren freie Radikale und schützen die Zellen vor Schäden.
Aufgrund dieser Eigenschaften kann die Tinktur unterstützend bei Erkrankungen eingesetzt werden, bei denen Entzündungen und oxidativer Stress eine wichtige Rolle spielen – auch bei manchen Autoimmunerkrankungen oder in Situationen, in denen der Körper langanhaltendem metabolischem Stress ausgesetzt ist.
Eine weitere bekannte Wirkung des Süßholzes ist die schleimlösende und reizlindernde. Schon in der Antike wurde es bei Husten, Bronchitis, Erkältungen und sogar bei Asthmaanfällen eingesetzt. Einige Tierstudien bringen den Glycyrrhizin-Extrakt aus Süßholz sogar mit positiven Ergebnissen bei der Behandlung von Asthma in Verbindung.
Die Tinktur hilft außerdem, das Bronchialsekret zu verflüssigen und dessen Abtransport zu erleichtern, und trägt dank ihrer entzündungshemmenden Wirkung zur Beruhigung von Halsreizungen bei.

Aufgrund ihrer schützenden Eigenschaften für die Verdauungsschleimhaut wurde Süßholzextrakt im Laufe der Zeit zur Linderung von Gastritis, Verdauungsstörungen und Reflux eingesetzt.
Die Studienergebnisse zu seiner Wirkung auf Magenentzündungen sind vielversprechend, doch es bedarf weiterer Forschung. Bei Verdauungsproblemen ist es wichtig, den Rat deines Arztes einzuholen.
Glycyrrhizin, einer der wichtigsten Wirkstoffe des Süßholzextrakts, wurde in Studien für seine Fähigkeit hervorgehoben, die Replikation von Viren wie HSV (Herpes), HBV (Hepatitis B) und sogar einiger SARS-CoV-Stämme zu hemmen. Dank ihrer antiviralen und antimikrobiellen Wirkung wird die Tinktur häufig zur Vorbeugung saisonaler Virusinfektionen und zur Stärkung der Immunantwort verwendet.
Die Flavonoide des Süßholzes können mit den Östrogenrezeptoren im Körper interagieren und eine milde östrogene Wirkung entfalten. Deshalb kann die Tinktur zur Regulierung des Cortisolspiegels beitragen und wird häufig zur Unterstützung des Körpers bei chronischer Erschöpfung, in den Wechseljahren oder beim prämenstruellen Syndrom eingesetzt.
Dank ihrer entzündungshemmenden Wirkung kann die Tinktur auch zur Linderung von Menstruationsschmerzen beitragen. Ebenso kann die Verwendung von Menstruationsprodukten aus 100 % Bio-Baumwolle ohne aggressive Chemikalien den täglichen Komfort und das hormonelle Gleichgewicht unterstützen.
Süßholz wird aufgrund seiner beruhigenden und aufhellenden Eigenschaften häufig auch in der Kosmetik verwendet. Die Wurzel dieser Pflanze enthält über 300 Verbindungen, deren entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Wirkung in Studien nachgewiesen wurde.
Daher ist die Tinktur in verschiedenen Naturprodukten zur Behandlung von Hauterkrankungen wie Akne, Pigmentflecken und Ekzemen enthalten. Sie wird äußerlich angewendet – ausschließlich verdünnt oder in Lotionen, Cremes bzw. Masken eingearbeitet – und trägt dazu bei, den Hautton zu vereinheitlichen und Rötungen zu reduzieren.
Süßholztinktur ist ein konzentrierter Extrakt und kann je nach Zielsetzung sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Dosierung, Anwendungsart und Anwendungsdauer richten sich nach dem Zweck, dem Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand. Eine korrekte Anwendung ist wichtig, um die therapeutischen Effekte ohne Risiken zu nutzen.
Ebenso solltest du wissen, dass es noch nicht genügend wissenschaftliche Belege gibt, um die therapeutischen Wirkungen der Süßholztinktur mit Sicherheit zu bestätigen – ob als Tee, Creme oder anderes Naturheilmittel eingenommen. Deshalb solltest du immer mit deinem Arzt sprechen und gemeinsam eine geeignete Behandlung festlegen.
Innerlich wird die Tinktur in der Regel in Wasser verdünnt eingenommen und kann bei Symptomen wie Husten und Atemwegsreizungen, Erschöpfung in Phasen von Stress und Überbelastung oder bei langsamer Verdauung und Magenbeschwerden hilfreich sein.
Die übliche Dosis liegt bei 10 bis 30 Tropfen, in Wasser verdünnt, höchstens 2- bis 3-mal täglich – die Empfehlungen können jedoch variieren. Bei empfindlichen Personen wird die Dosis allmählich gesteigert. Kuren werden für kurze Zeiträume von 2 bis 3 Wochen empfohlen, gefolgt von Pausen.
Für die äußerliche Anwendung wird die Tinktur in der Regel in Wasser verdünnt und mit einem Wattepad auf die entzündete Haut oder auf Pigmentflecken aufgetragen. Sie kann außerdem in Kosmetikprodukte wie natürliche Cremes, Masken, Seren oder Gesichtswasser eingemischt werden, um eine beruhigende und ausgleichende Wirkung zu erzielen.
Neben der flüssigen Tinktur kann Süßholz in zahlreichen weiteren Formen verwendet werden. Zu den häufigsten gehören:
Obwohl sie mit vielen Vorteilen verbunden ist, kann Süßholztinktur den Blutdruck und das hormonelle Gleichgewicht beeinflussen. Deshalb sind Vorsicht und ärztliche Beratung hinsichtlich Dosierung und Anwendungsdauer notwendig.
Zu den Personen, für die Süßholz kontraindiziert ist, gehören:
In hohen Dosen oder über längere Zeiträume eingenommen, kann die Tinktur Nebenwirkungen wie Blutdruckanstieg, Wassereinlagerungen, einen Abfall des Kaliumspiegels, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Herzklopfen oder eine erhöhte hormonelle Empfindlichkeit verursachen.
Deshalb sollte Süßholz nur kurzfristig und mit Pausen eingenommen werden. Zu vermeiden sind die Kombination mit Alkohol und Stimulanzien sowie die Anwendung zusammen mit Blutdruckmedikamenten und anderen östrogenhaltigen Produkten ohne ärztliche Empfehlung. Um mögliche allergische Reaktionen zu erkennen, sollte die Verträglichkeit in den ersten Tagen getestet werden.
Für optimale Ergebnisse kann die Tinktur mit einer ausgewogenen Ernährung und mit anderen Pflanzen mit komplementärer Wirkung kombiniert werden. So lässt sich Süßholz beispielsweise mit Echinacea-Tinktur zur Unterstützung des Immunsystems, mit Salbei für die Verdauung oder mit Propolis für die antivirale und entzündungshemmende Wirkung verbinden.
Parallel dazu kann eine entzündungshemmende und überwiegend basische Ernährung während der Einnahme die Wirkung der Süßholztinktur verstärken. Eine solche Ernährung bedeutet, Zucker und hochverarbeitete Lebensmittel zu meiden und mehr grünes Gemüse, Obst sowie Lebensmittel wie Ingwer oder Kurkuma zu verzehren.
Alkohol ist während der Kur kontraindiziert, da er mit den alkoholischen Extrakten der Tinktur interagieren und die Leber überlasten kann. Ebenso sollte übermäßiger Kaffeekonsum vermieden werden, da dieser Angstzustände, Dehydrierung und Entzündungen verstärken kann.

Süßholztinktur ist ein natürliches Heilmittel mit jahrtausendealter traditioneller Anwendung. Auch wenn die Tradition ihr einen besonderen Reiz verleiht, erlaubt uns die moderne Medizin heute, solche Zubereitungen präziser und sicherer zu betrachten und ihre Wirksamkeit anhand der verfügbaren wissenschaftlichen Daten zu bewerten.
Für einen großen Teil der zugeschriebenen Vorteile gibt es bislang keine ausreichend belastbaren wissenschaftlichen Belege, die ihre Wirksamkeit vollständig bestätigen. Deshalb ist es wichtig, die Einnahme mit Bedacht vorzunehmen – besonders, wenn du an Vorerkrankungen leidest oder eine medizinische Behandlung erhältst.
Wir hoffen, dass die folgenden Antworten dir helfen, die Anwendung und die Gegenanzeigen dieses Präparats besser zu verstehen. Bedenke jedoch, dass diese Informationen keine ärztliche Empfehlung ersetzen. Sprich vor Beginn einer Kur mit einem Facharzt, um sicherzugehen, dass die Tinktur für dich geeignet und sicher ist.
Süßholztinktur kann als natürliches Expektorans wirken, indem sie das Bronchialsekret verflüssigt und Halsreizungen beruhigt. Sie kann bei Reizhusten, Bronchitis, Erkältungen oder leichten Atemwegserkrankungen hilfreich sein.
Süßholztinktur ist in der Schwangerschaft kontraindiziert, da sie den Hormonspiegel und den Blutdruck beeinflussen und das Risiko für Fehl- oder Frühgeburten erhöhen kann. Außerdem ist der Alkohol in der Tinktur für Schwangere nicht empfehlenswert.
Bei Gastritis kann die Tinktur in Wasser verdünnt, in kleinen Dosen und über kurze Zeiträume etwa 30 Minuten vor dem Essen eingenommen werden. Wichtig ist jedoch: Die wissenschaftlichen Belege für ihre therapeutische Wirkung sind begrenzt. Die Einnahme kann keine geeignete Behandlung ersetzen und sollte immer vorab mit dem Arzt besprochen werden.
Ja. Äußerlich angewendet kann Süßholztinktur helfen, Pigmentflecken abzuschwächen, Rötungen zu reduzieren und Entzündungen zu beruhigen. Sie kann verdünnt als Gesichtswasser aufgetragen oder in Cremes, Masken, Seren oder natürliche Lotionen eingearbeitet werden.
Eine üblichen Kur dauert etwa 2 bis 3 Wochen und wird von einer Pause gefolgt. Eine dauerhafte Langzeiteinnahme wird wegen des Risikos von Wassereinlagerungen und Blutdruckanstieg nicht empfohlen.
H3: Welche Gegenanzeigen hat Süßholztinktur?
Die Tinktur ist kontraindiziert bei arterieller Hypertonie, Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankungen, hormonsensiblen Erkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei allergischen Reaktionen, sexuellen Funktionsstörungen sowie vor einem chirurgischen Eingriff.
Die Tinktur ist ein hydroalkoholischer Extrakt, der durch Mazeration gewonnen wird. Der Flüssigextrakt kann alkoholfrei und manchmal stärker konzentriert sein. Die Tinktur wird schnell aufgenommen, ist aber für Personen, die Alkohol meiden, nicht geeignet.
H3: Kann Süßholztinktur den Blutdruck erhöhen?
Ja. Übermäßiger oder längerer Konsum kann den Blutdruck aufgrund des Glycyrrhizins erhöhen, das die Einlagerung von Wasser und Natrium fördert.
Süßholztinktur hat eine höhere Bioverfügbarkeit und wirkt schneller als Tee, da die Wirkstoffe in höherer Konzentration extrahiert werden. Tee ist jedoch die mildere Alternative und eignet sich besser für den täglichen Gebrauch.
Ja, die Tinktur kann in Phasen von Erschöpfung, Stress oder Überbelastung unterstützend wirken, da sie zur Regulierung des Cortisolspiegels beiträgt und das Immunsystem stärkt. Sie ersetzt jedoch bei anhaltenden Symptomen keine ärztliche Untersuchung.
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