Hast du dir schon einmal überlegt, dass die Schwierigkeiten, die auftreten, wenn es nicht gelingt, die Flamme der Leidenschaft am Brennen zu halten, wissenschaftlich erklärbar sind? Dass eben nicht alles so relativ ist?
Dieser Gedanke ist dir sicher nicht fremd: Eines Tages, mit dem Alter, kommen auch Probleme rund um Sex … Doch Wissenschaft und Forschung können uns widerlegen! Nicht das Alter ist schuld – es gibt vielmehr mehrere Faktoren, die die Libido und die Art, wie wir Sex im Laufe des Lebens erleben, beeinflussen können. Welche Faktoren sind das?
Sexuelle Lust, Erregung, Libido – sie entstehen, wenn du mental und körperlich bereit und offen für sexuelle Aktivitäten bist. Es ist dein sexuelles Verlangen, und das kann Masturbation, Fantasien oder sexuellen Kontakt mit einer anderen Person umfassen.
Die Definition eines glücklichen Sexlebens ist subjektiv: Unsere Wünsche und Bedürfnisse unterscheiden sich von Person zu Person und können sich im Laufe des Lebens verändern. Von Menschen, die Sex (in den unterschiedlichsten Formen) lieben, bis zu asexuellen Menschen – Lust bedeutet vieles! Nur ist es nicht ganz so einfach: Lust kann auch objektiv sein, denn sie wird von biologischen, psychologischen, körperlichen und sozialen Faktoren beeinflusst. Und diese können sich positiv oder negativ auf dein Sexleben auswirken. Manche Faktoren lassen sich verändern oder ausschalten, andere werden dich immer begleiten. Und egal, wie viel Kontrolle du über einige davon hast – eines ist sicher: Lust hängt nicht zu 100 % nur von dir ab!
Kurz gesagt: Nicht alles ist schwarz oder weiß, es gibt viele Zwischentöne, wenn es um Subjektivität versus Objektivität geht. Denn letztlich hat Sex sowohl mit dem Kopf als auch mit dem Körper zu tun, oder?

Es ist wichtig, uns bewusst zu machen und darüber zu sprechen, dass es viele äußere Faktoren gibt, die deine Lust verändern können – denn nur durch Dialog können wir das (noch bestehende) Stigma rund um Sexualaufklärung abbauen. Denn letztlich geht es um die Gesundheit jedes Einzelnen.
Doch schauen wir uns einige der wichtigsten Faktoren an, die Lust und sexuelle Gesundheit beeinflussen können!
BIOLOGISCHE FAKTOREN
PSYCHOSOZIALE FAKTOREN
Wie du Erregung und sexuelle Lust empfindest (oder eben nicht), hängt von einer Vielzahl psychologischer, sozialer und kultureller Faktoren ab, etwa von Anziehung, emotionaler und körperlicher Nähe, Neugier, Liebe oder bestimmten moralischen Vorstellungen über Sexualität – und vielen weiteren. Auch Stress ist ein wichtiger mentaler Faktor, der sexuelle Gesundheit und Lust beeinflusst.
Darüber hinaus gibt es sexuellen Missbrauch und andere Intimitätserfahrungen, die sich negativ auf Verlangen, Erregung oder Orgasmus auswirken. Intimität wiederum ist eng damit verbunden, wie du deine Sexualität ausdrückst, und mit deinem Selbstwertgefühl.
PHYSIOLOGISCHE FAKTOREN
Hierunter fallen wohl einige der wichtigsten äußeren Faktoren, die sich als bedeutend für das Sexleben erwiesen haben:
Während sich manche Faktoren, die die Sexualfunktion negativ beeinflussen, nicht verändern lassen, kann man andere durch Verhaltensänderungen oder mit ärztlicher Unterstützung angehen: Wenn dich zum Beispiel die verschriebenen Antidepressiva negativ beeinträchtigen, kannst du deine Ärztin oder deinen Arzt bitten, die Behandlung anzupassen.

Das sexuelle Verlangen ist bei jedem Menschen anders. Es gibt keine Norm, wenn es um das Interesse und die Lust jedes Einzelnen geht. Denn Lust kann sich je nach Faktoren wie Stress, den Medikamenten, die du einnimmst, und anderen körperlichen, emotionalen und lebensstilbedingten Einflüssen verändern.
Ein gesundes Sexleben zu pflegen heißt auch, mit dem Partner oder der Partnerin zu sprechen. Nimm dir bewusst Zeit, um gemeinsam Lust zu erkunden und über Themen rund um Sex zu reden. Helft euch gegenseitig zu verstehen, welche Bedürfnisse und Wünsche jeder hat – offen und transparent!
Gleichzeitig ist es entscheidend, im Hier und Jetzt zu sein: Viele Paare denken nämlich nostalgisch an die sexuellen Erfahrungen ihrer „jungen Jahre“ zurück, was nicht unbedingt hilfreich ist. Nutze die Erinnerung stattdessen, um Wege zu finden, deine Lust jetzt, in der Gegenwart, zu bereichern. Du hast eine Menge Ressourcen zur Sexualaufklärung zur Hand – und wir sind hier für dich! Wenn du Vorschläge hast, worüber du im Blog lesen möchtest, schreib uns!