Was bedeutet ein grünerer Lebensstil?
Wenn du dich bemühst, weniger Ressourcen zu verbrauchen, um die Erde zu schützen, lebst du nachhaltig. Natürlich ist Nachhaltigkeit ein Lernprozess – und die Dinge entwickeln sich mit Gesellschaft und Technologie weiter: Du wirst immer besser informiert und verantwortungsbewusster und hinterlässt einen möglichst kleinen Fußabdruck auf unserem Planeten. Wie gelingt dir das?
Hast du schon einmal daran gedacht, die Orangenschale zu verwenden, wenn du Zitrusfrüchte auspresst? Sie lässt sich im Kühlschrank aufbewahren und du kannst sie zu Kuchen hinzufügen (allerdings nur, wenn du sicher bist, dass die Früchte während des Anbaus nicht chemisch behandelt wurden). Oder hast du beim Kochen mit Gemüse schon einmal überlegt, wirklich alle Teile zu verwenden – Blätter, Strunk? Es gibt unzählige Möglichkeiten, Lebensmittel-„Abfall“ wiederzuverwerten und nachhaltiger zu kochen.
Die Lebensmittelkette ist enorm wichtig: Je kürzer sie ist, desto weniger Abfall entsteht, bevor die Lebensmittel in deiner Küche landen. Expertinnen und Experten empfehlen, 50 % der Lebensmittel im Umkreis von 20 km um deinen Wohnort einzukaufen. Außerdem ist bekannt, dass der Nährwert von Obst und Gemüse nur eine kurze Zeit erhalten bleibt – also ja, es macht einen Unterschied, wie weit deine Lebensmittel reisen.
Die gängigsten Menstruationsprodukte stecken voller Plastik: Tampons haben Applikatoren aus Kunststoff, ein Rückholbändchen aus Kunststoff und manchmal sogar eine obere Schicht aus Kunststoff, die den Tamponkörper zusammenhält. Und Binden bestehen zu bis zu 90 % aus Plastik. Ganz zu schweigen von Zahnbürsten, Wattestäbchen und sämtlichen Verpackungen von Hygieneprodukten. All dieses Plastik verschmutzt am Ende die Natur – deshalb ist eine Umstellung das Wirksamste, was du tun kannst: Wechsle zu Menstruationsprodukten aus 100 % Bio-Baumwolle.

Denn stimmt's: Man kann nie genug Pflanzen haben! Und da sind wir ganz deiner Meinung. Zumal du die Pflanzen je nach Raum, den du „begrünen“ möchtest, nach ihren gesundheitlichen Vorteilen auswählen kannst: Für das Schlafzimmer eignet sich zum Beispiel der Bogenhanf – er gibt nachts Sauerstoff ab und reinigt die Luft für einen erholsamen Schlaf. Oder Dracaena reflexa – perfekt für jeden Raum, sie befreit die Luft von Formaldehyd (enthalten in Farben, Tapeten, Teppichen und Vorhängen) und Benzol (enthalten in Farbstoffen und Synthetikfasern).

Eine der besten Investitionen, die du machen kannst, ist ein Duschkopf mit Luftbeimischung – denn er macht einen spürbaren Unterschied! Wie funktioniert das? Indem Luft in den Wasserstrahl eingemischt wird, sinkt der Wasserverbrauch.
Wusstest du, dass 20.000 Liter Wasser nötig sind, um nur 1 kg konventionelle Baumwolle herzustellen – genug für ein T-Shirt und eine Jeans? Ja, was du kaufst, sollte eine Rolle spielen. Aber was machst du mit Einwegprodukten aus Baumwolle? Zum Beispiel mit Abschminkpads? Du ersetzt sie durch wiederverwendbare Varianten. Die gute Nachricht: Das funktioniert bei fast allen Einwegartikeln aus Plastik – Becher, Teller, verschiedene Behälter, Tüten und so weiter.
In Second-Hand-Läden nach Einrichtungsstücken zu stöbern, macht nicht nur Spaß – es ist auch nachhaltig! Gebrauchte Möbel erzählen nicht nur eine Geschichte, sie können dich auch zu kreativeren Ideen inspirieren. Kleidertauschpartys – bekannt als Swishing – sind eine der umweltfreundlichsten Möglichkeiten, deine Garderobe aufzufrischen und hochwertige Stücke zu finden.
Jeden Tag wirken sich deine Entscheidungen auf die Umwelt, das Klima und andere Arten aus: Wir wissen, dass Veränderungen nicht über Nacht kommen – aber von dem, was du konsumierst, bis hin zu den Menstruationsprodukten, die du verwendest, ist ein grünerer Lebensstil keineswegs unmöglich. Wie klein die Veränderungen auch sein mögen: Du kannst Tag für Tag deine negativen Auswirkungen auf die Umwelt verringern.